Toyota Prius Plug-In: Ersteindruck

Toyota_Prius_PHV_Fahraufnahme

Gestern habe ich mein aktuelles Testfahrzeug, einen Toyota Prius Plug-IN in der Zentrale in Köln abgeholt. Ich war skeptisch gestimmt: Was ist dran am Toyota Prius-Hype? Ist er wirklich so Sprit-sparend? Macht er überhaupt Spaß? Meine Miene schien wie in Stein gemeißelt – schien wohl an den zwei Stunden im ÖPNV gelegen zu haben, die meinen Geldbeutel um 7,80 € erleichterten und meine Hose eben zur „Bushose“ verwandelten.

Bezüge voller eingetrockneter biologischer Flüssigkeiten, nach Exkrementen-stinkende Obdachlose in der in violett-gehaltenen Straßenbahn und Umstiegszeiten die kaum einzuhalten sind. Was dafür aber entschädigte, war der Traum jedes hippen Familienvaters, der gerade auf der Ökowelle schwimmt und trotzdem noch seinen Bleifuß bestmöglich ausnutzen will. Ein Traum für alle Klaustrophobiker, die trotz geschlossener Türen eine grandiose Rundumsicht genießen können – nahezu ohne Beschränkungen der Sicht – dank der gut funktionierenden Klimaanlage würde bei dieser anfälligen Zielgruppe selbst der Eindruck enstehen, man würde draußen auf Feldwegen joggen gehen. Die frische Luft die einen umströmt, die leicht zu erkennenden Hindernisse durch eine etwas erhöhte Sitzposition und natürlich das futuristische Cockpit, all das sorgt bei mir für ein fettes, breites Grinseln. Dad sein, kann ja so verdammt cool sein!

Ich hatte vom Druck auf den „Power-Knopf“ an Spaß mit der etwas sonderlichen Limousine, die nach einigen Jahren Erprobung auf keine argwöhnischen Blicke mehr stößt. Eine Komponente, die das Fahren extrem angenehm macht ist auch der neue Elektromotor, der den Vollhybriden auf die nächste Stufe hebt, doch dazu mehr in unserem ausführlichen Fahrbericht!

Mein Geldbeutel hatte ja schon gelitten, der in dezentem blau gehüllte Prius stand nach 47 km Rückweg schon wieder auf dem Hof geparkt und das beste daran, war der Verbrauch von gerade einmal 4,4 l/100 km (weder der ECO-Mode noch Sprit-bewusstes Fahren kamen hier zum tragen), sprich ca. 2,2 l und entsprechen damit gerade einmal 3,61 € (bei aktuell 1,64 €/l Super-Kraftstoff) für einen Weg, natürlich ausgenommen von Verschleiß, Versicherung, Steuer und Wartungskosten, aber hey – alleine um es so der Bahn „heimzuzahlen“ hat sich schon die längere (Hin-)Reise gelohnt!

2 Gedanken zu “Toyota Prius Plug-In: Ersteindruck

  1. Pingback: VW präsentiert den XL1 Plug-in als Serienfahrzeug in Genf > VW > Autophorie.de