Volkswagen testet Polo R Prototyp mit 300 PS

Der 2013 Polo R WRC war zwar kein ganzer R aber bei kompakteren Maßen flotter als sein großer Bruder. Nun könnte ein VW Polo R doch noch Wirklichkeit werden, da Volkswagen vereinzelt Prototypen mit rund 300 PS testet. Die Änderungen von einem aktuellen Polo GTI zu einem möglichen Polo R sind dabei nicht allzu groß, da er denselben EA 888 Motor mit 1.984 Kubikzentimeter Hubraum nutzt wie der große VW Golf R.

Macht ein VW Polo R Sinn?

Insider haben verraten, dass man nicht nur einen, sondern mehrere Prototypen aufgebaut hat. Noch dienen diese nur zu Testzwecken, ob es auch einen späteren Case, also möglichen Gewinn für VW in schwarzen Zahlen, gibt, steht noch aus. Neben den Testläufen mit dem wohl stärksten Serien-Polo aller Zeiten, geht es vor allem um die Kosten-Nutzen-Rechnung. Parallel zu den Ingenieuren rauchen daher wohl auch die Köpfe der Marketing- und Vertriebsmenschen.

Technisch stellt der Polo R kein Problem dar

Ralf Kölling, Leiter Kleinwagen, gab gegenüber Autocar immerhin schon zu, dass im Polo ausreichend Platz für die notwendige Kühlung wäre. Auch da man inzwischen mit dem MQB die gleiche Plattform nutzt, könnte der Haldex-basierte Allradantrieb unter den Polo passen. Die Zunahme von Gewicht und schlussendlich auch Kosten würde ihn in diesen Punkten aber zu nah an den Golf bringen.

Crossover T-Roc R geht vor

Die „R-Version“ des EA 888 ist auch ein heiß geliebtes Produkt der anderen Konzern-Mitglieder. Sowohl Seat als auch Skoda wollen den Antrieb in diverse Modelle einbauen. Seat hat mit dem Cupra 300 auch eine gut funktionierende Vorderachse (mit den dazu notwendigen Reifen) aufgebaut. Dies könnte hilfreich für die Serienfertigung des Polo R sein. Wenn auch gleich ein möglicher Polo R wieder ähnlich limitiert (2.500 Stück) sein könnte wie auch schon 2013 die 220 PS starke WRC-Variante. Als erstes wird allerdings der T-Roc R produziert, der mehr oder weniger den Scirocco R ersetzen wird.

Quelle: autocar

Foto: Volkswagen

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