Für Fahrer, nicht Sammler: Porsche 911 Carrera T

Porsche lässt mit dem neuen 911 Carrera T einen lang vergessenen Buchstaben als Zusatz wieder aufleben. Eine puristische, leichtere Fahrmaschine „nicht für Sammler, sondern für Fahrer“ wie Zuffenhausen es selbst bezeichnet. Nur deutlich mehr Leistung als der 911 T von 1968 hat er dafür schon.

T für Touring aber nicht mehr als „Einstiegsvariante“

Damals wie heute steht T für Touring. Anders ist allerdings der Leistungsunterschied. Früher war der 911 T mit 110 PS etwas schwächer als der 130 PS starke 2,0-Liter Vierzylinder im „Standard 911er“, zudem galt er als Einstiegsversion. Vor allem der letzte Punkt ist in 2017 anders, wobei der 911 Carrera ab 97.914 Euro zu bekommen ist, startet der 911 Carrera T bei 107.553 Euro in Deutschland.

911 Carrera T: Puristisch und sportlich

Vom Konzeptansatz bleibt man sich allerdings selbst treu. Weniger Gewicht, ein kürzer übersetztes manuelles Schaltgetriebe und Heckantrieb. Zudem gibt es noch ein leicht verändertes Äußeres sowie die mechanische Hinterachsquersperre. Die Leistung des 3,0-Liter Biturbo-Boxermotor im Heck ist mit 370 PS (272 kW) unverändert. Gleiches gilt für das Drehmoment von 450 Nm zwischen 1.700 und 5.000 Touren. Allerdings sprintet er dank weniger Gewicht, vor allem aber der kürzeren Übersetzung mit 4,5 Sekunden exakt ein Zehntel schneller auf 100 km/h. Mit dem optionalen PDK ist die Sprintzeit von 4,2 Sekunden identisch mit dem gewöhnlichen 911 Carrera.

Verzicht auf Überflüssiges

Serienmäßig verfügt der 911 Carrera T bereits über das PASM-Sportfahrwerk mit 20 Millimeter Tieferlegung, das Sport-Chrono-Paket, einen verkürzten Schalthebel und eine Stoffmittelbahn in Sport-Tex. Optional kann der Touring auch mit der für den 911 Carrera nicht erhältlichen Hinterachslenkung bestellt werden. Beim Thema Leichtbau hat man etwa bei Heck- und Fondseitenscheiben reduziert. Diese bestehen aus Leichtbauglas, die Türtafeln sind nur noch mit Öffnerschlaufen bestückt. Große Einsparungen sind allerdings erst durch den Verzicht des PCM und der Rücksitze möglich. Damit bringt der leichtere T 1.425 Kilogramm auf die Waage, was laut Porsche 20 Kilogramm weniger als ein vergleichbarer 911 Carrera sind.

Äußerlich nicht nur für die Kenner ersichtlich

Optisch differenziert er sich durch eine andere Bugspoilerlippe, graue Außenspiegel, die grauen 20 Zoll Räder, sowie die 911 Carrera T Schriftzüge oberhalb des Schwellers und am Heck. Hinten vor allem fällt dann die Sportabgasanlage (Serie) in schwarz auf. Generell lässt sich der Carrera T in schwarz, Lavaorange, Indischrot, Racinggelb, Weiß, Miamiblau, sowie in den Metallic-Lacken Carreraweiß, Tiefschwarz und GT-Silber wählen.

Innen kann man die 4-Wege-Sportsitze auch gegen Vollschalen auswechseln lassen, blickt aber vor allem auf eine leergeräumte Mittelkonsole mit dem verkürzten Schalthebel. Die Bestellformulare sind bereits geöffnet, geliefert wird dann im Januar 2018.

Fotos: Porsche

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