PSA kürzt 400 Jobs in erstem Astra-Werk

Carlos Tavares hat es angekündigt, die Produktion der Opel / Vauxhall Fahrzeuge ist nicht im geringsten so effizient wie in den Vorzeige-Werken von PSA. Darum lässt der PSA-Boss nun Taten auf Worte folgen, wobei rund 400 Arbeiter im Nordwesten Englands, genauer gesagt Ellesmere Port, in der Astra-Produktion gehen müssen.

Ellesmere Port eine von zwei Astra-Produktionsstätten

Tavares hatte schon vor längerem verkündet, dass auf den ersten Blick die aktuellen Opel und Vauxhall Produktionen nicht effizient genug wären. Seine genauen Worte waren zudem weitaus härter und versetzen nicht nur den obersten Opel-Angestellten einen kleinen Schock. Um nun wieder im Wettbewerb mitmischen zu können, will PSA insgesamt 400 Stellen alleine im Ellesmere Port Werk streichen.

Der Markt bzw. besser gesagt die Nachfrage lässt nach, demnach werden die Kürzungen über „freiwillige Entlassungen“ geregelt. Für’s Erste wird die Doppel-Schicht auf eine einzelne gekürzt. Die Produktion in Ellesmere Port zählt 1.667 Angestellte und ist eine von zwei Astra-Produktionsstätten in Europa. Die andere in Gliwice, Polen, ist derzeit wohl noch nicht von den Kürzungen betroffen. Einschlagender dürfte zudem der Satz eines PSA-Offiziellen sein, wonach die Produktion ihre Performance verbessern müsste, um auch in Zukunft zu bestehen.

Zukunft des englischen Werks nach 2021 ungewiss

Was kurzum in Frage stellt, ob diese Produktionsstätte als solche in Betrieb bleibt nachdem die Produktion des aktuellen Astra K in 2021 beendet wird. PSA hat Versprechen bis zu diesem Punkt gegeben, aber nicht darüber hinaus. Allerdings war die Zukunft von Ellesmere Port ohnehin schon in Frage gestellt, als UK den Brexit in die Wege leitete. Denn die Produktion baut auf Zulieferer aus der EU, schlussendlich kommt nur ein Viertel aller Teile aus UK.

Eigentlich ist UK ein starker Markt für Vauxhall bzw. Opel Modelle, doch nicht nur der Auto-Markt in UK ist abgeschwächt auch die Verkäufe von Vauxhall sind in den ersten neun Monaten des Jahres um 20 Prozent zurückgegangen. Bis August haben die Astra-Verkäufe in ganz Europa um 2,6 Prozent abgenommen. Wichtig für Opel sind nun profitable Zahlen mit den neuen Crossover-Modellen Crossland und Grandland X.

PSA hat gegenüber Ellesmere Port Zugeständnisse gemacht, stellt aber auch klar heraus, dass die Produktion dort um ein vielfaches teurer sei als in den Benchmark Produktionen der PSA Gruppe in Frankreich.

Quelle: ane

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