Neuer Biturbo-Diesel feiert Premiere im Opel Insignia

Obgleich der vielen Diesel-Diskussionen, darauf haben wohl die meisten gewartet: einen großen 2,0-Liter Biturbo-Diesel für den Opel Insignia. Nach dem Turbodiesel mit 170 PS (400 Nm) bietet Opel nun auch ein neu entwickeltes Triebwerk mit zweifacher Aufladung an. Das Resultat sind 210 PS und ein sattes Drehmoment von 480 Newtonmeter.

Der direkte Vergleich der 2,0-Liter Dieselmotoren

2.0 Diesel 125 kW (170 PS) 400 Nm 5,2 l 136 g/km
2.0 BiTurbo 154 kW (210 PS) 480 Nm 6,9 l 183 g/km

Der neue Top-Diesel kann für alle Varianten des Insignia bestellt werden. Also nicht nur den Grand Sport oder Sports Tourer, sondern auch den Country Tourer, welcher zugleich ebenso seine Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt feiert. Bei 4.000 U/min bringt der neue Biturbo-Diesel seine volle Leistung von 154 kW. Das maximale Drehmoment von 480 Nm stemmt er bereits ab 1.500 Touren auf die Kurbelwelle. Im Grand Sport reichten dem Biturbo 7,9 Sekunden auf 100 km/h und erst bei 233 km/h ist Ende.

Serienmäßig mit 8-Gang-Automatik und Allradantrieb

In jedem Fall serienmäßig ist mit dem Biturbo-Diesel nicht nur die 8-Gang-Automatik, sondern auch das Allradsystem mit Torque Vectoring. Gegenüber dem 170 PS Mono-Turbodiesel sollen sich laut Opel nicht nur die Fahrbarkeit, sondern auch die Laufeigenschaften verbessert haben. Interessanterweise gibt Opel schon den im WLTP-Zyklus gemessenen Verbrauch an. Jener liegt im Fall des Grand Sport kombiniert bei 7,5 – 8,0 l/100km, was 196 bis 209 Gramm CO2 pro km entspricht. Auch im Biturbo-Diesel kommt die AdBlue-Einspritzung zur Abgasreinigung zum Einsatz.

Die Funktionsweise des neuen 2,0-Liter Biturbo-Diesel

Die zwei Lader sind im Diesel in Reihe geschaltet. So wird die Ansaugluft im ersten Lader vorverdichtet, bevor sie in den zweiten Lader geleitet wird. Dieser VTG-Lader wird im Abgasstrom angetrieben. Durch den VTG-Lader ist das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen bereits hoch, gleichermaßen aber bei hohen Drehzahlen viel Leistung vorhanden. Per VTG werden dann die Schaufeln fast parallel zur Strömung gestellt und damit der Abgasgegendruck gesenkt, wodurch der Verbrauch sinkt.

Bevor die nun heiße, hochverdichtete Luft in die Brennräume geleitet wird, strömt sie durch den Ladeluftkühler. Im Brennraum wird in bis zu zehn Sequenzen Diesel mit 2.000 bar durch Sieben-Loch-Düsen eingespritzt. Der Ladedruck wird je nach Drehzahl und Last aufwändig durch die von einem elektrischen Aktuator gesteuerte variable Turbinengeometrie sowie drei Bypass-Ventile geregelt. Um schlussendlich nicht nur Laufruhe, mehr Leistung und Drehmoment aus dem Aggregat zu zaubern, hat man auf eine geschmiedete Kurbelwelle gesetzt. Zudem eine Ausgleichswelleneinheit, eine zweigeteilte Ölwanne und eine versteifte Schwungscheibe. Die Wasserpumpe wird zudem nur bei thermischem Bedarf zugeschaltet. Der Motor wird auf derselben Linie wie der bekannte 2,0-Liter Turbodiesel in Kaiserslautern gefertigt.

Fotos: Opel

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