Zoom-Zoom 2030: Mazda will CO2-Ausstoß um 50 Prozent senken

2017 Mazda6 Kombi Front

Mazda ist einer der wenigen Hersteller, welcher nichts von Downsizing hält. Auch das oft proklamierte „Rightsizing“ trifft bei den Japanern nicht ganz zu, denn gegenüber fast allen Hersteller, setzt Mazda nach wie vor, bei Benzinmotoren, nicht auf Turboladung. Aktuell und auch zuletzt zeigt sich, man hätte die Entscheidung nicht besser treffen können. Doch auch in Zukunft hat Mazda Pläne, die gegen jeden Trend laufen, aber für sich genommen für ideal sind.

Zoom-Zoom 2030 oder Gegen den Strom

Mit dem Plan für das „Nachhaltige Zoom-Zoom 2030“ geben die Japaner einen Ausblick bis 2030 und darüber hinaus. Eine Zeitspanne, die andere Hersteller nicht öffentlich überblicken lassen wollen. Im kommenden Jahr 2018 wird es dabei extrem ruhig, aber 2019 kommen viele neue Technologien auf einen Schlag.

Ein Highlight ist dabei definitiv die neue Motorengeneration Skyactiv-X. Dabei handelt es sich um einen Benzinmotor, welcher wie ein Diesel mit Luftüberschuss und Kompressionszündung arbeitet. Wenn keiner die Idee vorher kopiert, ist Mazda damit weltweit der erste Serien-Hersteller. Gegenüber etwa Volvo, die den Diesel nicht weiterentwickeln wollen, wird Mazda die nächste Skyactiv-D Generation ab 2020 vorstellen. Parallel sollen ab 2019 stufenweise teil- sowie auch vollelektrische Fahrzeuge eingeführt werden.

Der neue Skyactiv-X Motor

Beim Benzinmotor mit Kompressionszündung wird in erster Linie ein homogen-mageres Kraftstoff-Luft-Gemisch wie beim Diesel selbst entzündet, wenn es im Brennraum komprimiert wird. Laut Mazda sollen dabei die NOx-Rohemissionen trotz magerer Verbrennung „vergleichsweise“ niedrig liegen. Ein wichtiger Faktor für die Verbrennung ist SPCCI. SPark Controlled Compression Ignition erzeugt durch eine Zündkerze die Kompressionszündung mittels eines zusätzlichen Druckanstiegs. Auf einen Schlag werden damit zwei Probleme der Großserienfertigung eines Benziner mit Kompressionszündung eliminiert. Maximierung des Betriebsbereichs, in dem Kompressionszündung möglich ist, sowie ein nahtloser Übergang zwischen Betrieb mit Kompressions- und Fremdzündung

Kurz gesagt werden im Skyactiv-X Motor Vorzüge von Benzin und Diesel in Form von Performance und Ökologie vereint. Mittels „Luftzufuhr-Einheit“ (Supercharger) spricht der Motor früher an, zudem soll das Drehmoment zwischen zehn bis 30 Prozent über dem eines aktuellen Skyactiv-G Motor liegen. Die Effizienz des Motors selbst steigt im Vergleich um 20 bis 30 Prozent. Der Verbrauch liegt dabei, laut Mazda, sogar unterhalb eines aktuellen Skyactiv-D Dieselmotors.

CO2-Reduzierung in allen Feldern

Für die Maßnahmen der CO2-Reduzierung sieht Mazda nicht nur den Punkt „Automobil“, sondern auch den kompletten Prozess. Dabei es auch um die Energieförderung, die -gewinnung, sowie die Verarbeitung und der Transport der Energieträger. Der ganzheitliche Prozess soll berücksichtigt werden. Bis 2030 sollen somit die unternehmensweiten „wheel-to-wheel“ CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden, gegenüber den Vergleichsweiten von 2010. Bis 2050 soll sogar eine Reduzierung um 90 Prozent erreicht werden.

Mazda verschreibt sich in diesem Zug auch der weiteren „Forschung und Entwicklung, um den Verbrennungsmotor so weit wie möglich zu perfektionieren.“ Dabei ist auch die schrittweise Elektrifizierung der einzelnen Antriebe ein Punkt, welcher zur Reduzierung des CO2-Ausstoß beitragen soll. Der Ansatz für die Elektrofahrzeuge ab 2019 ist zudem interessant. Hier will sich Mazda auf Märkte bzw. Regionen fokussieren, welche einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien aufweisen oder bestimmte Fahrzeuge aussperren.

Mazda Co-Pilot Concept soll 2025 Serie in allen Fahrzeugen sein

Bezüglich autonomer System geh Mazda kleine, vorsichtige Schritte. Somit sollen ab 2025 alle neuen Fahrzeuge mit autonomen System ausgerüstet sein, die allerdings dem Fahrer die wesentliche Fahrzeugkontrolle überlässt. Zur Vermeidung von Unfällen werden bereits ab 2018 weitere i-Activsense Systeme serienmäßig verbaut, welche Unfälle verhindern können.

Nicht zuletzt wird dabei die KODO-Designsprache weiterentwickelt und der Fahreindruck wesentlich verbessert. So bleibt das „Jinba-Ittai“ Gefühl weiterhin erhalten und der Fahrer soll noch mehr in den Fokus, wenn nicht gar in die Fahrzeugzentrale rutschen.

Timetable: Mazda

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