My Everyday Sportscar: Panamera Sport Turismo Fahrbericht

Man kann es nicht anders sagen als „well done“. Der Porsche Panamera Sport Turismo vereint zwei Kategorien perfekt ineinander. Und wäre er nicht so teuer, stünde er schon in der Garage. Ein Sportwagen für jeden Tag, für überall, für jeden, der es sich leisten kann. Und dabei ist der Sport Turismo nicht nur nah an der Limousine, sondern vor allem verblüffend nah am Concept Car von 2012. Fahrbericht.

Extrem nah am Concept Car – genau so soll es sein!

Besser hätten sie das Design nicht machen können. Schon 2012 stand ich auf dem Messe-Stand in Paris und hätte den Porsche-Offiziellen am liebsten direkt eine Anzahlung auf den Tisch gelegt. Und nun fünf Jahre später darf ich ihn fahren. Ein Wagen, der mich seit der ersten Begegnung nicht mehr losgelassen hat. Ein Wagen auf den ich fünf Jahre warten musste und der nun nicht im geringsten enttäuscht, sondern alle Träume auf einmal erfüllt. Sportwagen. Alltagsauto. Langstrecken-Bezwinger. Lademeister. Und nicht zuletzt Rennstrecken-Spielkind.

Porsche Panamera Sport Turismo Schriftzug

Gleich lang. Gleich breit: Panamera Sport Turismo

Nur die wenigsten, wenn überhaupt jemand wird diese Schönheit später auf die Rennstrecke packen. Doch was ein echter Porsche ist, der weiß auch mit Curbs, Schikanen und Haarnadeln umzugehen. Alleine jede noch so langsame Kurve beweist, der Sport Turismo ist mindestens genauso agil wie der Panamera selbst. Und der ist nicht zuletzt 100% Porsche. Im Cockpit lässt sich der Unterschied nicht ausmachen. Nicht nur weil es 1:1 aussieht, sondern auch gleichartig fährt. Die fünf Millimeter mehr in der Höhe merkt das Popo-Meter nicht wirklich.

Porsche Panamera Sport Turismo Seitenlinie

Vier plus ein Notsitz, aber extrem niedrige Ladekante

In der Standard-Ausführung merkt man es zumindest im Fond. Mit dem 4+1 Konzept bleiben die großen Einzelsitze im Fond zwar bestehen, dazwischen befindet sich statt Mittelkonsole aber eine kleine Sitzbahn. Mehr ein Notsitz wie man es aus dem Neunelfer kennt, aber er ist da. Im Heck lassen sich 25 bis 85 Liter mehr zuladen, was nicht gerade berauschend ist, aber er muss ja auch noch als Panamera erkennbar bleiben. Was sich allerdings signifikant geändert hat, ist die Ladekante, welche 14 Zentimeter niedriger misst als bei der Limousine. Somit lassen sich bei 63 Zentimeter jegliche Gegenstände weitaus leichter einladen.

Porsche Panamera Sport Turismo Front

Ist der Panamera Sport Turismo der beste Alltags-Porsche bisher?

Zur Testfahrt rief mal wieder der E-Hybrid. Die Kombination aus spontan ansprechendem 2,9-Liter V6 Biturbo und sofort antreibendem E-Motor hält Fahrer samt Portemonnaie bei Laune. Einerseits lautlos gleiten (bis zu 50 km weit). Andererseits mehr Power als der 4S und das vor allem aus noch niedrigeren Drehzahlen. Direkt und aggressiv im Sport Plus Modus, aber auch gelassen und zurückhaltend in Hybrid Auto oder gar in E-Power. Kann es etwas besseres geben? Schwer vorstellbar, aber es gäbe noch die Möglichkeit den V8-Biturbo mit dem Hybrid-Modul anzubieten. Im Panamera Turbo S E-Hybrid machen sie es schon, warum also nicht auch im Panamera Sport Turismo?

 Porsche Panamera Sport Turismo Heck

Video-Fahrbericht Porsche Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo

Text/Fotos: Fabian Meßner

Kommentar verfassen