Alle wichtigen Infos zur neuen Mercedes-Benz X-Klasse

Mercedes-Benz X-Klasse POWER

Die neue Mercedes-Benz X-Klasse hat am vergangenen Abend ihre Weltpremiere in Kapstadt, Südafrika gefeiert. Der Pick-up aus der Daimler-Schmiede teilt sich einiges, wenn nicht gar viele Teile mit dem weitaus kostengünstigeren Nissan Navara. Aber man behält sich auch ein paar typische Premium-Features vor, um den kräftigen Preisaufschlag zu rechtfertigen

X-Klasse startet ab 37.294 Euro in Deutschland

Die Basis der neuen X-Klasse startet bei 37.294 Euro in Deutschland, das sind etwa 10.000 Euro mehr als für einen vergleichbaren Nissan Navara aufzubringen sind. Bei Mercedes gibt es dafür die Variante PURE, die sich als „Workhorse“ versteht und noch nicht den angestrebten Lifestyle verkauft. Hier dreht sich alles primär um die Arbeitsaufgabe des Pick-up, der mit Leiterrahmen, Mehrlenker-Hinterachse, Einzelradaufhängung vorne und Schraubenfedern rundum, für den harten Einsatz geboren wurde.

Darüber platzieren sich die X-Klasse in der Ausführung Progressive und Power. Die erste Variante bringt schon einen Hauch mehr Lifestyle in den robusten Pick-up, während die letzte Variante sich an Käufer mit Interesse an Style und Performance richtet. Auch innerhalb der Ausstattung soll sich der individuelle Kunde austoben können.

Drei Ausführungen aber immer mit SUV-Gesicht

Das Gesicht erinnert dabei immer stark an die SUV-Familie von Mercedes-Benz. Allerdings ist die untere Schürze in der Pure Variante nicht lackiert, während sie ab Progressive in Wagenfarbe ausgeführt ist. Bei Power kommt noch ein in Chrom gehaltener Unterfahrschutz hinzu. Die X-Klasse fährt auf 17, 18 oder 19 Zoll großen Felgen vor.

Mercedes-Benz X-Klasse Progressive

Cleveres Detail an der X-Klasse: LED-Lichter können das Ladebett beleuchten, zudem findet sich auf dem Ladebett auch ein 12-Volt-Anschluss für den Betrieb von Zusatzgeräten. Die Heckklappe kann statt 90 Grad, auch optional um 180 Grad geöffnet werden. Die maximale Zuladung oder auch Nutzlast liegt bei 991 bis 1.042 Kilogramm. Was je nach Ausstattung etwas weniger ist als der Nissan Navara, der von 1.047 bis 1.203 Kilogramm zuladen kann. Anhängen können beide bis zu 3,5 Tonnen.

Die Abmessungen der X-Klasse

Fahrzeuglänge 5.340 mm
Fahrzeugbreite 1.920 mm
Fahrzeughöhe 1.819 mm
Radstand 3.150 mm
Ladebettlänge 1.587 mm
Ladebettbreite 1.560 mm
Ladebetthöhe 474 mm
Maximale Zuladung 1.042 kg
Anhängelast gebremst (je nach Motorisierung und Ausstattung) 1.650–3.500 kg

Mercedes-Benz X-Klasse mit Premium-Interieur

Im Cockpit der X-Klasse lässt sich der Premium-Charakter dann nicht mehr verstecken. Hier bieten sich die Vorzüge aus C- und V-Klasse, mit etwa dem großen Comand Online System oder auch einem sportlichen drei-Speichen-Lenkrad. Neben der bekannten Artico-Ledernachbildung sind auch Dekore in Aluminium-Schliff oder Holznachbildung erhältlich.

Die Motoren sind 1:1 aus dem Nissan bekannt, mit einer Ausnahme. Im Sommer 2018 folgt ein V6-Dieselmotor, exklusiv für die X-Klasse. Der Selbstzünder leistet 190 kW (258 PS) und bringt ein Drehmoment von 550 Nm mit sich. Der X 350d wird serienmäßig mit 7-Gang-Automatik und 4MATIC Allradantrieb angeboten. Darunter platzieren sich die zwei Leistungsstufen des aus dem Nissan bekannten 2,3-Liter Turbo-Diesel. Der X 220d bietet sich mit 163 PS an, während der X 250d dem Aggregat dank Biturbo-Aufladung 190 PS entlockt. Beide Modelle sind ab Werk mit Hinterradantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet. Optional können beide auch mit Zuschaltbarem Allradantrieb bestellt werden, nur der 190 PS Biturbo-Diesel kann mit 7-Gang-Automatik bestellt werden. Mit dem X 200 ist auch ein einziges Benzinmodell mit 165 PS erhältlich, jener allerdings ausschließlich als Linkslenker. Die Diesel-Motoren sind sowohl als Rechts- als auch Linkslenker erhältlich.

Mercedes-Benz X-Klasse

Breitere Spur als Nissan, aber weniger Bodenfreiheit

Gegenüber dem Nissan hat man nochmals die Spur ordentlich verbreitert auf 1.632 Millimeter vorne und 1.625 Millimeter hinten. Das soll der X-Klasse ein deutlich besseres Fahrverhalten liefern als gewöhnlichen Pick-ups. Die Bodenfreiheit misst übrigens 202 Millimeter (sechs Millimeter weniger als beim Nissan), kann aber optional um weitere 20 Millimeter aufgestockt werden.

Offroad-Eigenschaften Mercedes-Benz X-Klasse

Wattiefe 600 mm
Bodenfreiheit Vorderachse 202 mm

Hinterachse 221 mm bei Fahrwerk mit erhöhter Bodenfreiheit

Böschungswinkel vorne/hinten 28,8°/23,8°

30,1°/25,9° bei Fahrwerk mit erhöhter Bodenfreiheit

Maximale Schräglag 49,8°

49° bei Fahrwerk mit erhöhter Bodenfreiheit

Rampenwinkel 20,4°

22° bei Fahrwerk mit erhöhter Bodenfreiheit

Maximale Steigfähigkeit 100%

Fertigung der Mercedes-Benz X-Klasse bei Renault-Nissan

Die Allradversionen zum Markstart sind mit zuschaltbarem AWD ausgestattet. Ab Mitte 2018 steht auch ein permanenter AWD zur Verfügung. Alle 4MATIC-Varianten haben eine Low-Range-Untersetzung, können gegen Aufpreis auch noch mit einer Differenzialsperre verfeinert werden. Gefertigt wird die X-Klasse für Europa im Nissan-Werk in Barcelona, während die X-Klasse für den lateinamerikanischen Markt ab 2019 im Renault-Werk in Cordoba, Argentinien, gebaut wird.

Die Basisversion umfasst bereits sieben Airbags sowie das i-Size Befestigungssystem für zwei Kindersitze. Zudem ist ein aktiver Brems-Assistent, der Spurhalte-Assistent und ein Verkehrszeichen-Assistent im Angebot. Weitere Features sind etwa die Anhänger-Stabilisierung, ein Tempomat, sowie LED-Scheinwerfer (optional) mit je sechs LEDs. Gegen Aufpreis ist zudem eine Rückfahrkamera, sowie eine 360-Grad-Kamera erhältlich.

Fotos: Daimler AG

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