Alles Wichtige rund um den neuen 911 GT2 RS

2018 Porsche 911 GT2 RS Heck

Lange war er verschwunden, fast ähnlich lang in der Entwicklung und nun gegen Ende der 991-Lautzeit kommt der einmalige Über-Sportler Porsche 911 GT2 RS. Die Premiere feierte er bereits auf der Bühne neben Forza 7. Final konnte man ihn nun in Goodwood beim Festival of Speed 2017 betrachten. Hier nochmal alle wichtigen Infos zum 700 PS Supersportler zusammengefasst.

Der legendäre Antrieb im 911 GT2 RS

Das Herzstück ist der 3,8-Liter Biturbo-Boxermotor im Heck mit einer Leistung von 515 kW respektive 700 PS. Bei einem Leergewicht von nur 1.470 Kilogramm reicht das aus für eine 2,8 Sekunden Zeit auf 100 km/h. Der Vortrieb des Hinterradgetriebenen Supersportler endet erst bei 340 km/h. Im Gegensatz vom Vorgänger, der noch auf der 997 Baureihe aufbaute, sind das 80 PS mehr und mit 750 Nm Drehmoment auch hier ein Zuwachs um 50 Nm.

2018 Porsche 911 GT2 RS

Basis für diese Leistungen ist der Antrieb im 911 Turbo S, dort mit 580 PS. Um noch mehr Leistung aus dem Motor zu bekommen hat man in Weissach einige Veränderungen vorgenommen. Schritt eins waren größere Turbolader. Schritt zwei ist ein neues Kühlsystem, welches die Ladeluftkühler mit Wasser bespritzt. Die Folge sind geringere Temperaturen und somit schlussendlich eine konstant hohe Leistungsausbeute. Bevor die Abgase uns mit Gänsehaut erfüllen, wandern sie durch eine leichte Titan-Abgasanlage, welche sieben Kilogramm weniger wiegt als die des 911 Turbo S. Das 7-Gang-PDK wurde zudem nochmals optimiert und an die Leistung angepasst.

Rennsport-Fahrwerk und mehr Aerodynamik als ein GT3-Rennwagen

Wo der Motor nicht weit vom Rennsport weg ist, muss auch das passende Fahrwerk her. Neben UHP-Reifen hat man sich direkt einem Rennsport-Fahrwerk bedient. Hinzu kommt beim 911 GT2 RS noch eine spitz abgestimmte Hinterachslenkung. Hinter den 20 bzw. 21 Zoll großen Felgen warten Carbon-Scheiben darauf verzögern zu dürfen. Die Luft muss sich entweder um den GT2 RS schlängeln oder wird aktiv genutzt, um den Sportwagen an den Asphalt zu drücken oder den Antrieb zu nähren. Größere Lufteinlässe und mehr Aerodynamik-Bauteile weisen derzeit nicht mal die GT3 Versionen auf.

2018 Porsche 911 GT2 RS Flügel

Das Thema Gewicht war ebenso essentiell. So bestehen die vorderen Kotflügel, die Radhausentlüftungen, die Schalen der Außenspiegel, Elemente des Hecks und die Fondseitenteile, wie auch weitere Interieur-Bauteile aus CFK (kohlefaserverstärktem Kunststoff). Weiter ist die Fronthaube aus Carbon, das Dach aus Magnesium.

Weissach-Paket reduziert Gewicht um weitere 30 Kilogramm

Doch Porsche wäre nicht Porsche, wenn da noch mehr ginge. Mit dem Weissach-Paket lassen sich – ähnlich dem 918 Spyder – nochmal 30 Kilogramm einsparen. Um die ungefederten Massen zu reduzieren kommen dann Magnesium-Räder zum Einsatz. Zudem sind noch mehr Bauteile aus CFK oder Titan. Etwa das Dach, die Stabilisatoren und die Koppelstangen an beiden Achsen in diesem Fall aus Carbon. Optisch ist das Weissach-Paket relativ einfach am zentralen Dekorstreifen aus Sichtcarbon am Dach und Kofferraum-Abdeckung zu erkennen.

2018 Porsche 911 GT2 RS Sitze

Innen ist rotes Alcantara der Leitfaden. Hinzu kommen Teile aus Sichtcarbon, etwa die Vollschalen-Sitze. Mit einem optionalen Chrono-Paket wird PCM um die Performance-Anzeigen, etwa Rundenzeiten, erweitert. Der neue 911 GT2 RS ist ab 285.220 Euro zu bestellen. Exklusiv den GT2 RS Kunden vorbehalten ist ein spezieller Chronograph, welcher ein Preisschild von 9.450 Euro trägt.

2018 Porsche 911 GT2 RS Cockpit

Fotos: Porsche

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