Jaguar I-Pace Concept in den Startlöchern

Mit Spannung wird der erste rein elektrische SUV von den Briten erwartet. Im September auf der IAA könnte die Serienversion des Jaguar I-Pace vorgestellt werden. In München bestätigten die Briten noch einmal die bereits bekannten Details. 

Noch ein „Concept“ – Interessierte können sich bereits registrieren

Geändert hat sich an der Bezeichnung „Concept“ am Ende des Namens nichts und dennoch können sich Interessenten bei Jaguar registrieren lassen. Die Serienproduktion soll Anfang 2018 starten und bereits Ende 2018 bei den Händlern stehen.

Dabei hat sich an den von uns bereits veröffentlichten technischen Daten nichts geändert. So verfügt der sportliche SUV über zwei selbst entwickelte Elektromotoren mit einer Systemleistung von 294 kW (400 PS) und ein Drehmoment von 700 Nm. In nur vier Sekunden schafft dieser den Sprint von 0 auf 100 km/h.

DC-Ladeleistung liegt bei 120 kW

Die flüssigkeitsgekühlte Batterie mit einer Kapazität von 90 kWh wurde eigenes von Jaguar Land Rover entwickelt. Lediglich die Zellen liefert LG. Für bis zu 500 Kilometer elektrische Reichweite nach NEFZ soll dies genügen. Neu ist jedoch die Information, dass der I-Pace über eine DC-Ladeleistung von bis zu 120 kW verfügt und nicht wie bisher bekannt nur über 50 kW. Bei der AC-Ladeleistung hält man sich allerdings weiterhin bedeckt.

Von Grund auf wurde der Jaguar I-Pace neu entwickelt und nicht von einem Verbrenner abgeleitet. Dabei floss dennoch die Erfahrung aus dem F-Type und F-Pace mit ein. Weshalb Jaguar auf die bewährte Doppelquerlenker-Aufhängung vorn und Integral-Link-Aufhängung hinten setzt.

Produziert wird dieser bei Magna in Graz. Der I-Pace läuft dort gemeinsam mit anderen Modellen vom Band, womit Jaguar flexibel auf die Nachfrage reagieren kann. Starten könnte dieser nach ersten Informationen zu einem Basispreis von knapp unter 80.000 Euro.

Einsatz in der Formel E liefert wichtige Erkenntnisse

Seit dieser Saison ist Jaguar als „Panasonic Jaguar Racing“ unterwegs. Die FIA Formel E liefert Jaguar Land Rover wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung noch leistungsfähigerer Elektroantriebe, die dann in spätere Serienmodelle einfließen werden.

Die Chassis- und Batteriesysteme in der Formel E sind standardisiert, sodass die Teams nur mit ihren eigenen E-Motoren, Spannungswandlern und Getrieben konkurrieren können. Diese Freiheiten im Reglement helfen JLR die Entwicklung des Elektroantriebs in den verschiedenen Bereichen wie Thermomanagement, Batterieeffizienz und Getriebe zu beschleunigen. Beide Elektrofahrzeuge verwenden aus diesem Grund Permanentmagnet-Elektromotoren sowie die Pouch-Zellen-Batterietechnologie.

Als erstes elektrifiziertes Serienfahrzeug profitiert daher der Jaguar I-Pace davon. Am kommenden Wochenende zeigt Jaguar den I-Pace beim Formel E-Rennen in Berlin der Öffentlichkeit.

Fotos: JLR

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