Fahrbericht Suzuki Ignis 1.2 AllGrip – der Elefantenschuh

Suzuki Ignis Front Scheinwerfer

Wie hebt man sich im A-Segment von seinen Mitstreitern ab? Man verpasst einem bekannten Namen – Suzuki Ignis – ein polarisierendes Design und auf Wunsch Allradantrieb. Das Micro-SUV oder auch der Elefantenschuh hebt sich nicht nur durch sein eigenständiges Design von der Konkurrenz ab, sondern durch die Suzuki-Allradkompetenz.

AllGrip: Nicht nur ein Name, sondern ein Versprechen

Hinter dem Label Allgrip verbirgt sich nicht etwa ein elektronischer Helfer, der über Bremseingriffe so tut, als könnte er helfen. Nein es ist ein wahrhaftiger Allradantrieb basierend auf einer Visko-Kupplung an der Hinterachse. Zwar arbeitet der Allrad-Ignis auch primär mit der Vorderachse, aber so ein AWD ist doch mehr als „Nice to Have“. Sobald die Regelsysteme Schlupf an der Vorderachse erkennen, wird Antriebsmoment durch die Visko-Kupplung an die Hinterachse geschickt. Im konventionellen Betrieb kommt dies so gut wie kaum vor, abgesehen von Nässe. Durch die 180 Millimeter Bodenfreiheit ist das Einsatzgebiet des Ignis allerdings ausweitbar auf matschige Feldwege und das Unterholz. Da kann kein anderer dieser Größe mithalten.

2017 Suzuki Ignis

Dieser Größe bedeutet im Fall des Suzuki Ignis eine Länge von 3,70m und eine Breite von nicht einmal 1,70m. Im Innern passen dabei vier Personen gut rein, denn die Rückbank lässt sich nicht nur verschieben, sondern zählt auch zwei große Einzelsitze. Der Kofferraum nimmt etwas ab, sollte man sich für Allgrip entscheiden, reicht aber für den Stadt-Shopping-Trip aus.

Vierzylinder-Sauger statt Dreizylinder-Turbo

Die Besonderheit beim Ignis: ein Motor. Es steht nur der 90 PS starke 1,2-Liter Vierzylinder-Sauger zur Wahl. Dessen Vorteil wiederum ist ein Testverbrauch von 5,5 bis 5,7 l/100km. Was nicht allzu weit von der Norm entfernt ist. Hinzu kommt, dass sich ein solcher Verbrauch mit der Dreizylinder-Turbo-Konkurrenz nicht reproduzieren lässt. Punkt Effizienz und Langlebigkeit geht definitiv an den Suzuki. Beim Antritt liegen die Turbo-Aggregate logischerweise wieder vorne.

Suzuki Ignis Heckansicht

Das Fahrwerk des Ignis ist typisch A-Segment eher weich als straff. Flotte Kurven oder schnelle Autobahnfahrten zehren nicht unbedingt an den Nerven, doch größere Fahrzeuge wirken hier sicherer. Dennoch ist der Ignis eine Empfehlung, durch seinen Look und den ehrlichen Motor. Allerdings werden Extras wie etwa die Rückfahrkamera durch die sehr dicke C-Säule zur Pflicht.

Suzuki Ignis Cockpit

Video-Fahrbericht Suzuki Ignis 1.2 AllGrip

Text: Fabian Meßner
Fotos: Suzuki

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