Formel 1 für die Straße: der AMG Hypercar Antrieb

Es war klar, dass Mercedes-AMG etwas ganz besonderes zum 50. Geburtstag bringen würde. Als klar war es wird ein Hypercar trieb es vielen Freudentränen in die Augen. Doch was Mercedes-AMG mit dem Project One auf die Straße bringt ist kein Hypercar, sondern ein Formel 1 Rennwagen mit Straßenzulassung und zugegebenermaßen mehr Komfort durch eine geschlossene Kabine.

275 Stück verfügbar und schon über 1.000 Anfragen

Erst im September auf der IAA in Frankfurt wird das Fahrzeug wohl final präsentiert. Im Rahmen des 24h Rennen am Nürburgring präsentierte man nun den Antrieb. Hier wird direkt klar, dass Mercedes-AMG nichts anderes als die absolute Herrschaft in diesem Segment anstrebt. Egal ob man für Pagani die Motoren baut oder Koenigsegg einfach nur verrückte Fahrzeuge baut. Wenn man mit den 275 Stück des Hypercar an den Start geht, dann nicht um mit zu fahren, sondern an der Spitze zu liegen.

Formel 1 Motor plus viele Elektromotoren

Der erste Blick auf den Antrieb erstaunt. Ein Mix aus Respekt und Ehrfurcht. Allen 275 künftigen Eigner gegenüber. Die Systemleistung des Antriebs soll bei rund 1.000 PS liegen. In der Klasse für die sich Project One bewirbt nichts besonders. Wohl aber, wie sich die Leistung zusammensetzt. Herzstück ist der 1,6-Liter V6 Turbomotor. Aus dem Formel 1 Weltmeisterauto (W 08)! Als Mittelmotor platziert dreht das Aggregat bis maximal 11.000 Umdrehungen pro Minute.

Doch das war nicht alles. Hinzukommen drei 120 kW starke Elektromotoren. Zwei an der Vorderachse und einer direkt an der Kurbelwelle. Doch noch immer nicht genug. Ein weiterer 80 kW starker E-Motor sorgt dafür, dass der Turbolader das Wort Turboloch nie kennenlernt. Für ausreichend Saft sorgen zwei große Batterien, deren Energiegehalt noch nicht bekannt ist. Aber beide basieren auf 800 Volt Technik und speichern die elektrische Energie durch Rückgewinnung, unter anderem auch über den Turbolader. Rein elektrisch soll das Hypercar auch fahren können, allerdings wohl nur maximal 30 Kilometer. Das sollte reichen, um aus der Garage zu rollen, um dann vor dem Haus die Nachbarn aus dem Schlaf zu rütteln.

Kein Hypercar; ein Formel 1 Wagen mit Kennzeichenhalterung

Wie zudem zusehen setzt das Hypercar auf eine Rennwagen ähnlich Aufhängung mit horizontal statt vertikal montierenden Federbeinen. Weiter wird auf ein Aktivfahrwerk gesetzt, welches jedes Rad einzeln ansteuern kann. Auch die aus dem GT bekannte Hinterradlenkung wird eingesetzt. Also Karosse wird man viele Aerodynamik-Bauteile, aber vor allem viele Leichtbauteile sehen.

Fotos: Philipp Deppe (mb passion); Detail-Ansicht Mercedes-AMG

2 Gedanken zu “Formel 1 für die Straße: der AMG Hypercar Antrieb

  1. Meine Fresse, was für eine Dinosaurier-Technik. Ein 1,6 l Motor mit über 700 PS. Die Lebensdauer dürfte eher bei 1.000 km als bei 10.000 km liegen. Da kommt ja ein einfaches Tesla Model S 100P weiter. Und ist mit 2,6 Sekunden als 7-sitzige Familienlimousine auch nicht wirklich langsam auf 100 km/h.

    • Angeblich, laut Motorsport-Abteilung, hält der AMG-Motor länger als jener der Konkurrenz 😉
      Zumal es bei dem Basis-Preis sicherlich ein gutes Service-Angebot gratis dazu gibt 😀

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