Das Ende des Yeti ist der Neuanfang des Skoda KAROQ

Skoda KAROQ Prototyp

Der Skoda KAROQ wird am 18. Mai seine Premiere feiern. Ab diesem Zeitpunkt ist das einzigartige Modell Skoda Yeti Geschichte und wir bekommen ein weiteres SUV aus dem VW Konzern mit dem MQB. Doch der kleine Bruder des Kodiaq hat auf 4,38 Meter Länge mehr als eine Hand voll neuer Technik für die Marke Skoda mit dabei.

Einige Technik-Neuheiten für die Marke Skoda

Neben etwa den Voll-LED-Scheinwerfern, die auch schon der Kodiaq hat, gibt es aber noch weitaus mehr, was den Abgang des einmaligen Yeti-Designs etwas abschwächt. Als erstes Skoda-Modell gibt es das digitale Cockpit, Skoda nennt es „frei programmierbares, digitales Instrumentenpanel“ und auch den neuen 1.5 TSI evo. Das Design allerdings ist weit weg von den Eigenheiten des Vorgängers. Denn statt einem Nachfolger des Yeti, gibt es mit dem Skoda KAROQ eher einen weiteren Ableger des Kodiaq. Denn abgesehen von den Abmessungen, lässt sich kein klares Erkennungsmerkmal des KAROQ finden, welches ihn vom Kodiaq unterscheidet. Schade.

Skoda KAROQ Prototyp Seitenansicht

Radstand identisch mit dem Seat Ateca – aber mehr Cleverness

In der Länge misst das Kompakt SUV 4.382 mm (Vergleich Tiguan: 4.486 mm / Ateca: 4.363 mm), in der Breite ohne Spiegel 1.841 mm. In der Höhe liegt der Wert bei 1.605 mm. Der Radstand variiert, je nach Antrieb. Beim Modell mit Frontantrieb liegt er bei 2.638 mm, beim Modell mit Allradantrieb 2.630 mm. Somit ist der Radstand identisch mit dem Seat Ateca. Mit 521 Liter Kofferraumvolumen überragt der Karoq hier aber knapp das spanische Pendant, welches auf der gleichen Linie im Skoda-Werk gefertigt wird. Der Skoda ist – typisch Skoda eben – zudem sehr viel variabler. So sollen sich – höchstwahrscheinlich optional – die Sitze komplett ausbauen lassen, wodurch ein Ladevolumen von 1.810 Liter entsteht.

Hierfür notwendig ist die optionale VarioFlex-Rückbank. Durch verschieben der Sitze lässt sich das Kofferraumvolumen von 479 bis 588 Liter variieren. Oder eben komplett vergrößern statt der üblichen 1.630 Liter ohne die Sonderausstattung. Wie auch im VW Golf 7.2 wird es im Skoda Karoq nur noch Touchdisplays in diversen Größen geben. Das Topsystem Columbus ist dabei auch mit einem LTE-Hotspot bestellbar. Selbst in Verbindung mit dem Basissystem Swing kann (optional) Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink in den Karoq einziehen.

Skoda KAROQ Prototyp Heck

Erstes Skoda-Modell mit 1.5 TSI evo und digitalem Cockpit

Auch bei den Fahrassistenten fährt der Karoq groß auf mit etwa dem Parkassistent, dem Lane Assist oder Stauassistent. Ein Anhänger mit bis zu zwei Tonnen Gewicht kann nicht nur problemlos gezogen werden, sondern auch kinderleicht eingeparkt werden dank Anhängerassistent. Bezüglich dem digitalen Cockpit heißt es seitens Skoda es würde die Anzeigen „nach individuellen Wünschen gestalten“ lassen.

Bei den Motoren bietet Skoda insgesamt fünf Stück an, zwei Benziner und drei Diesel. Der stärkste 2.0 TDI mit 190 PS ist dabei serienmäßig mit 7-Gang-DSG und 4×4 Allradantrieb kombiniert. Alle anderen Motoren werden serienmäßig über ein 6-Gang-Schaltgetriebe kontrolliert, können aber auch mit einem 7-Gang-DSG bestellt werden. Dabei reicht die Spanne vom kleinen 1.0 TSI Dreizylinder mit 115 PS über den 150 PS 1.5 TSI evo (mit Zylinderabschaltung), sowie den 1.6 TDI mit 115 PS und den klassischen 2.0 TDI mit 150 PS. Für verbesserte leichte Offroad-Eigenschaften steht optional eine Fahrprofilauswahl zur Verfügung, welche sich lediglich auf die elektronischen System reduziert.

Nach dem Premiere am 18. Mai in Stockholm wird der neue Skoda Karoq noch im zweiten Halbjahr 2017 in den Handel kommen. Die Preise stehen noch aus, könnten sich aber sehr stark am Seat Ateca orientieren.

Fotos: Skoda

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