Next Level S-Klasse: Chauffeur wird zum Passagier

Die neue Mercedes-Benz S-Klasse kommt. Langsam aber sicher bahnt sich die Enthüllung der W222 Modellpflege an. Nicht nur „Next Level“ Stuff in den Scheinwerfern, sondern auch High-End-Features in der Fahrerassistenz. So das sich der Chauffeur ähnlich zurücklehnen, wie der Boss im Fond. Auf ein paar neue Features wirft die Daimler AG inzwischen ein kleines Licht.

Neue S-Klasse kommt im Herbst

Im Herbst fährt die neue Mercedes-Benz S-Klasse vor (in den Handel). Dann schon mit einer Ladung voller neuer Fahrerassistenz-Systeme oder deren Weiterentwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den „aktiven Abstands-Assistent“ Distronic, sowie den aktiven Lenk-Assistent. Systeme, die wir schon kennen – beispielsweise aus der E-Klasse W213 – die mit dem W222 aber auf ein neues Level gehoben werden. Hierbei wird nun die Geschwindigkeit (automatisch) vor Kurven und auch Kreuzungen angepasst.

„Wir nähern uns dem Ziel des automatisierten Fahrens konsequent und schneller, als viele vermuten. Die neue S‑Klasse kann ab Herbst den Fahrer nochmals erheblich besser unterstützen als alle bisherigen Systeme.“ – Dr. Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren und Aktive Sicherheit bei Mercedes-Benz

Verbesserungen an Sensoren, Kameras und Radarsystemen

Um diese Systeme umzusetzen waren Verbesserungen an den Kamera- und Radarsystemen notwendig. Diese sind ungemein wichtig für die Überwachung des Verkehrsumfelds. Weiter spielen nun Karten- und Navigationsdaten in die Helfer mit ein. Das neue Distronic kann dabei auf Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehr und auch Mautstationen reagieren. Ist die entsprechende Passage absolviert, wird danach wieder auf die zuvor eingestellte Geschwindigkeit beschleunigt. Ist im Navi eine Route programmiert kann der W222 MoPf auch darauf reagieren und vor einer Autobahnausfahrt ein leichtes Bremsmanöver einleiten. Selbiges gilt für Kreuzungen, die auch durch den Blinker nochmals bestätigt werden.

Wie auch im W213 kann der Abstands-Assistent auf der Autobahn von Null bis 210 km/h Abstand und Geschwindigkeit regeln. Im Eco Modus reagiert der Lenk-Assistent besonders auf Landstraßen so, das nun auch hier ein teil-autonomes Fahren möglich ist. Zudem wird der „Ausrollvorgang“ etwa bei Gefälle cleverer im Eco Modus durch auskuppeln genutzt.

Systeme aus dem W213 weiterentwickelt

Der Spurwechsel-Assistent aus dem W213 wird so auch 1:1 im W222 MoPf eingesetzt. So kann der Fahrer durch Benutzen des Blinkerhebels einen Spurwechsel einleiten. Zwischen 80 und 180 km/h kann die neue S-Klasse so selbstständig die Spur wechseln, insofern die Sensorik und die Navigationsdaten dafür das ok geben. Im Stau kann die neue S-Klasse logischerweise selbsttätig unterwegs sein und das auch nach einem maximal 30 Sekunden Stopp, sodass die Luxus-Limousine wieder von alleine anfährt.

Ein Sicherheitsrelevantes Feature ist der Aktive Nothalt-Assistent, welcher das Fahrzeug in der eigenen Spur vollständig zum Stehen bringt, sollte der Fahrer überhaupt nicht mehr reagieren. Zuvor wird der Fahrer optisch und akustisch gewarnt bzw. aufgeweckt. Unterhalb von 60 km/h wird zudem automatisch der Warnblinker aktiviert, um den folgenden Verkehr zu warnen. Falls der Fahrer noch vor dem Stillstand wieder eingreift wird die Aktion abgebrochen.

Für Park-Muffel ist der Park-Assistent an Board. Jener kann in Längs- wie Querparklücken Ein- und Ausparken. Weiter gibt es auch noch den Remote Park-Assistent, welcher das Fahrzeug via Smartphone auch ohne Fahrer hinter dem Steuer ein- oder ausparkt.

Foto: Daimler AG, W222 (aktuelles Modell)

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