Weltpremiere VW Arteon: ein neues Gesicht

Der VW Arteon will nicht mehr ein Ableger des Passat sein, wie sein Vorgänger der (Passat) CC. Er positioniert sich deutlich über dem Passat, aber unterhalb des China-Fahrzeugs Phideon. Die Nähe zum aktuellen Passat ist, insbesondere im Cockpit, allerdings unverkennbar. Die Eigenheiten zeigen sich dafür deutlich im Exterieur-Design, wobei sich der Arteon klar an der Sport Coupé-Studie von vor zwei Jahren orientiert.

VW Arteon R-Line Heck

VW Arteon übernimmt Frontgestaltung des Sport Coupé Concept

Auffällig ist dabei besonders die Front, welche fast 1:1 vom damaligen Concept Car übernommen wurde. Dabei wird die Motorhaube über ein zusätzliches Bauteil im Grill – welches man besser hätte weglassen sollen – weiter nach unten gezogen. Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer schwingen sich dabei sehr weit in die Karosse des Arteon hinein und bilden eine schwimmende Einheit mit dem Chrom-Grill. Während die „Elegance“ Variante die unteren Lamellen komplett nach außen hin auslaufen lässt, macht sich der „R-Line“ noch breiter. Hier werden seitlich zusätzliche Lufteinlässe aufgesetzt.

VW Arteon Elegance Front VW Arteon R-Line Front

Die Seitenlinie streckt sich deutlich, fällt in puncto Dynamik aber nur durch die hochgezogene Schulterlinie über dem hinteren Radlauf auf. Wo die Front sich klar und eindrucksvoll vom Vorgänger abhebt, zeigt die wichtige Seitenlinie kaum Veränderungen zum CC. Letzteres zieht sich auch am Heck weiter, wo den Designern scheinbar die Kraft ausging. Da glänzt der Arteon mit einer völlig neu gestalteten Front und belässt es (leider) dabei. Im Interieur zieht sich dann die Verwandtschaft zum Passat 1:1 durch, da hier dasselbe Cockpit verwendet wurde.

VW Arteon R-Line Cockpit VW Arteon Elegance Cockpit

Verwandtschaft zum VW Passat im Cockpit unverkennbar

Eine Änderung soll sich im Fond befinden, wobei hier mehr Platz als im Passat vorherrschen soll. Ob er jedoch an das enorme Platzangebot eines Skoda Superb heranreicht, bleibt zu bezweifeln. Auch mit dem Kofferraumvolumen von 563 bis 1.557 Liter liegt er unterhalb des Tschechen. Bei den Antrieben greift der VW Arteon einfach nur ins Regal und nimmt sich Triebwerke von 150 bis 280 PS heraus. Optional können (fast) alle Motoren an das neue 7-Gang-DSG geschraubt werden. Neben einem Head-up Display, verfügt der Arteon (vor dem Passat) auch über das neue 9,2 Zoll Discover Pro System mit Gestensteuerung.

Assistenten aus dem Audi-Bestand

Bei den helfenden Systemen übernimmt der VW Arteon Techniken, die bisher nur in Audi-Modellen zu finden waren. So kann der adaptive Tempomat auch direkt automatisch auf neue Geschwindigkeitsbegrenzungen durch Schildererkennung reagieren. Das Kurvenlicht funktioniert nun auch über die GPS- bzw. Kartengestützte Navigation und der Emergency Assist kann, bei Totalausfall des Fahrers, den Wagen automatisch am Wegesrand zum stehen bringen.

Der Vorverkauf startet bereits kurz nach der Weltpremiere in Genf. Dabei wird der Arteon im Juni 2017 in den deutschen Handel kommen.

VW Arteon R-Line Sitze VW Arteon R-Line VW Arteon Elegance Fondsitze VW Arteon Elegance Heck

Fotos: Volkswagen

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