Opel/Vauxhall für 1,3 Mrd. Euro an PSA Gruppe verkauft

Es war das Thema der letzten Wochen und einen Tag vor dem Start des Genfer Autosalon ist der Deal durch: General Motors verkauft das gesamte Opel/Vauxhall Unternehmen in Europa inklusive Finanzierungsunternehmen an die PSA Gruppe. Nun stellt sich direkt eine große Frage, war dies nun der Todesstoß für den Opel Ampera-e?

Wird der Opel Ampera-e nun direkt von Chevrolet in Europa verkauft?

Der Opel Ampera-e ist keine „Eigenentwicklung“ der Rüsselsheimer, vielleicht haben sie etwas mitgewirkt, aber die Grundsteinlegung fand seitens General Motors statt. Dort wird auch das Schwestermodell Chevrolet Bolt produziert. In den USA. Dort sollte auch der Opel Ampera-e produziert werden, auch derselben Linie nur mit anderen Emblemen. Etwas anderes ist der Ampera-e nicht, außer einer europäischen Version des Bolt.

Da Opel/Vauxhall nun von GM getrennt sind steht die angepriesene Elektro-Zukunft von Opel nun in den Wolken. Muss Opel nun jedes einzelne Fahrzeuge vorab von GM kaufen oder waren die Rüsselsheimer so clever den Stromer im Deal zu berücksichtigen oder bekommen wir direkt den Chevrolet Bolt angeboten? Immerhin verkauft Chevrolet, wenn auch nur geringfügig, Fahrzeuge in Europa.

Opel/Vauxhall Kauf für PSA Gruppe ein reines Schnäppchen

Die PSA Gruppe kann sich dabei nur freuen, denn für ein bisschen Spielgeld von 2,2 Mrd. Euro wird man nun die Nummer zwei in Europa. Die PSA Gruppe hat im vergangenen Jahr 2016 einen Umsatz von 17,7 Mrd. Euro gemacht, da wird Opel samt Vauxhall für 1,3 Mrd. und GM Financial für 0,9 Mrd. Euro einfach mal eben aus der Portokasse bezahlt. Dabei wird auch GM Financial übernommen, welches wiederum in ein neu gegründetes Joint Venture mit BNP Paribas eingegliedert wird.

„(…) Wir haben vor, auf den Markenidentitäten von PSA und Opel/Vauxhall aufzubauen und die Unternehmen in diesem Sinne zu führen. Wir haben bereits gemeinsam ausgezeichnete Produkte für den europäischen Markt entwickelt. Daher wissen wir, dass Opel/Vauxhall der richtige Partner ist. Wir sehen dies als eine natürliche Fortentwicklung unserer Beziehung und wollen diese auf eine neue Ebene heben.“ – Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von PSA

Zukunft mit PSA Gruppe auch im Hinblick auf Elektrifizierung

GM und PSA wollen weiter gemeinsam an Elektrifizierungstechnologien arbeiten heißt es seitens Opel. Vereinbarte Liefervereinbarungen für Holden und Buick-Modelle sollen fortgeführt werden. PSA wird dabei wohl Brennstoffzellensysteme von einem GM/Honda Joint Venture beziehen.

Kommentar verfassen