Technisch aufgerüstet: Der neue Kia Picanto

Kia Picanto GT Line Front

Die dritte Modellgeneration des Kia Picanto mischt die Klasse der Stadtautos ordentlich auf. Technik aus dem größeren Rio, samt autonomen Notbremsassistent und induktiver Ladeschale sorgt für deutlich mehr Attraktivität. Auch dessen 1,0-Liter Turbobenziner übernimmt der kleinste Koreaner, allerdings erst im vierten Quartal 2017.

Ein weltweiter Topseller in Neuauflage

„Jugendlich-dynamisch“ präsentiert sich der neue Kia Picanto heute in Frankfurt, wobei die große Premiere für den Genfer Autosalon angesetzt ist. Mit 100 PS gibt es nun im neuen Kia Picanto mehr Leistung als je zuvor. Doch der 1.0 T-GDI ist nur einer von insgesamt drei Benzinmotoren im Angebot. Der Vorgänger wurde weltweit über 1,4 Millionen Mal verkauft, auf Europa entfallen dabei mehr als 300.000 Stück. Diese Zahl will der Neue selbstverständlich toppen, was ihm durch die serienmäßige Garantie von 7 Jahren auch gelingen sollte.

Wie alle neuen Kia Modelle wurde das Design in Co-Existenz der beiden Designzentren geschaffen. Eines davon in Frankfurt, das andere in Namyang, Korea. Die Veränderungen lassen sich im Detail an der Tigernase oder auch an den eckigen Scheinwerfern erkennen. Der Radstand wuchs um 15 Millimeter auf 2,40 Meter an, der vordere Überhang wurde gleichzeitig um 25 Millimeter gekürzt. Bei der Länge von 3.595 Millimeter blieb allerdings alles beim Alten.

Kia Picanto GT Line Heck

Dritte Generation bringt GT Line auch im Stadtauto

Neben sechs neuen Metallicfarben umfasst der neue Kia Picanto auch 14 bis 16 Zoll Leichtmetallfelgen in unterschiedlichen Designs. Zudem kommen am äußeren noch Projektionsscheinwerfer mit LED-Blinkleuchten, sowie LED-Tagfahrlicht je nach Ausstattung. Die konventionelle Antenne wird im dritten Quartal einer neuen „Shark-Antenne“ weichen. Weiter individualisieren lässt sich der Picanto in der dritten Generation auch mit der GT Line, die sich etwa durch den Doppelrohrauspuff in Chrom darstellt.

Das Interieur ist ebenfalls überarbeitet, lässt Züge des erst kürzlich gefahrenen Kia Rio erkennen. Auch hiervon kennen wir bereits den (optionalen) 7-Zoll Touchscreen, welcher leicht aus der Mittelkonsole hervor steht. Wie es sich generell im A-Segment abzeichnet wird auch der Picanto nicht mehr als Dreitürer angeboten. Diese Entscheidung wurde bereits in der Entwicklung getroffen, bringt uns wiederum einen deutlich um 55 Liter (255 Liter) gewachsenen Kofferraum, obwohl die Außenmaße fast unverändert blieben. Insgesamt konnte das Volumen auf 1.010 Liter gesteigert werden. Ein deutliches Plus gegenüber dem Vorgänger mit 870 Liter.

Kia Picanto Innenraum dritte Generation

Gewichtseinsparung und neuer Turbo-Benziner im neusten Kia Picanto

Am Fahrwerk wurden durch neue Bauteile etwa an der Hinterachse 1,8 Kilogramm eingespart. Zudem ist die Lenkung mit einer neuen Zahnstange versehen, wodurch jene in der Übersetzung direkter wurde. Der Wendekreis des Picanto ist von 9,6 auf 9,4 Meter geschrumpft. Neben dem schon erwähnten 100 PS (172 Nm) Turbomotor werden noch zwei Saug-Benziner angeboten. Der 1,2-Liter Vierzylinder mit 84 PS und einem Drehmoment von 122 Nm, sowie dem 1,0-Liter Dreizylinder mit 67 PS und 96 Nm Drehmoment.

Fotos: Kia

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