Opel Ampera-e: Praxisnah rund 350 Kilometer Reichweite

Aus Rüsselsheim erreichen uns die finalen Werte zum Opel Ampera-e. Laut NEFZ bringt es der neue Stromer auf 520 Kilometer. Im realen Betrieb sind so nach (individueller) Fahrweise in Theorie 350 bis 400 Kilometer erreichbar. Nur die E-Profis schaffen wohl auf anhieb mehr als 400 Kilometer. Aber Opel lässt nun auch tiefere Einblicke in die Soft- und Hardware des Hoffnungsträgers zu.

Der Alltagsstromer steht bereit – bald auch in Deutschland

Fünf Passagiere sollen sich angenehm auf 4,17 Meter Länge platzieren können, dabei ist auch noch Platz für 381 Liter Gepäck. Wer keine Fond-Passagiere transportiert kann das Volumen auf 1.274 Liter erweitern.

„Wir bringen mit dem Ampera-e ein hundertprozentig alltagstaugliches Elektroauto auf den Markt. Der Ampera-e ist kein Öko-Luxus, kein Spielzeug, kein reiner Zweitwagen. Opel zeigt, dass dank innovativster Technologie Elektromobilität auch für ein viel breiteres Publikum erreichbar ist.“ – Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann

In Norwegen können die Kunden bereits bestellen. Worauf nun bereits 3.400 Fahrzeuge entfallen. Dort allerdings wird die E-Mobilität anders gelebt und vor allem von der Politik gestützt. Hierzulande müssen wir noch immer auf den offiziellen Preis warten. Die letzte Info war „unter 40.000 Euro“, was meist nichts anderes heißt als 39.990 oder 39.995 Euro. Damit ist aber in jedem Fall nur die Basisversion gemeint, Extras lassen sich auch in den Ampera-e stopfen.

Die Technik im neuen Opel Ampera-e

Herzstück des Stromers ist die 60 kWh Lithium-Ionen Batterie aus 288 Zellen. Aufgeteilt in acht Module zu je 30 Zellen und zwei weitere Module zu je 24 Zellen. Eingelassen in den Unterboden entsteht dabei ein fahrdynamisch wichtiger und guter, tiefer Schwerpunkt. Ausgerüstet ist der Ampera-e für Ladesäulen bis 50 kW, wobei er sich dabei in 30 Minuten für rund 150 Kilometer Reichweite laden lässt. Opel bzw. GM gibt acht Jahre Garantie oder 160.000 km Laufleistung auf die Batterie allein. Wie lange die Garantie das gesamte Fahrzeug umfasst ist nicht bekannt. Die NEFZ-Reichweite liegt bei nun offiziellen 520 km. Im neuen WLTP-Zyklus sinkt die Reichweite allerdings auf realistische 380 km nach ersten Schätzungen.

Angetrieben wird der Stromer von einem 150 kW (204 PS) starken E-Motor, welcher sein maximales Drehmoment von 360 Nm vom Start weg auf die Achse schickt. Stadtgeschwindigkeit ist damit innerhalb von 3,2 Sekunden erreicht. Auf Tempo 100 km/h benötigt der Ampera-e 7,3 Sekunden. Um die Reichweite nicht zu sehr zu gefährden ist die Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h begrenzt.

Was Aufpreis kostet will Opel noch nicht verlauten lassen

In der Formulierung ist nicht klar erkenntlich, ob Opel schon serienmäßig Assistenten verbaut oder nicht. Darunter fallen ein automatischer Parkassistent, welcher längs und quer einparken kann, wobei der Fahrer nur noch die Pedale bedienen muss. Mit dabei ist eine Rückfahrkamera mit 130 Grad Blickwinkel. Auf der Sicherheitsseite gibt es einen Frontkollisionswarner, einen Spurhalte-Assistent, welcher auch korrigierend zwischen 60 und 150 km/h eingreift. Er kann aber nur punktuell helfen und nicht dauerhaft unterstützen. Hinzu kommt ein Fernlicht- und Schilderassistent, welcher über die Kamera hilft nicht den Überblick zu verlieren. Und nicht zu vergessen für ein E-Auto wichtig der Fußgängerwarnton, welcher bis 30 km/h aktiv ist.

Der 10,2 Zoll große Touchscreen ist allerdings in jedem Fall serienmäßig an Board und steuert fast alles im Ampera-e. Neben Opel OnStar mit 4G/LTE Hotspot gibt es auch eine definitiv optionale Bose Anlage. Nicht fehlen darf am E-Auto auch eine App, über welche sich das Fahrzeug aus der Ferne überwachen lässt bzw. den Ladestatus anzeigt oder auch eine Vorklimatisierung unterstützt.

Fotos: Opel

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