Seat Elektroauto könnte bereits 2019 an den Start gehen

Eigentlich will Volkswagen selbst den „Neustart“ anführen. Im Jahr 2020 soll es soweit sein und der I.D. in Form eines reinen Elektroautos auf der neuen MEB Plattform auf den Straßen rollen und surren. Lauscht man allerdings Luca de Meo, seines Zeichens Chef von Seat, könnten die Spanier schon ein Jahr früher ihr Produkt auf der Markt bringen. Kommt ein kompaktes Elektroauto mit spanischer „emoción“ also schon 2019?

Bisher Zurückhaltung bei alternativen Antrieben gepflegt

Im Zuge der Vorstellung des neuen Seat Ibiza in Barcelona war Seat-Chef Luca de Meo wie immer offen für Gespräche. Dabei nimmt er oft kein Blatt vor den Mund, um darzustellen, dass man bei Seat problemlos den Vorsprung im Konzern lebt. Schlussendlich, so liest es sich, wartet de Meo nur darauf, ein Go seiner Kunden zu hören, Bisher hätte man sich zurückgehalten – die Technik des e-Golf stände Seat zur Verfügung – weil die Kundschaft zu jung und damit „zu arm“ für ein solches Produkt war.

MEB ist fertig entwickelt – Seat Elektroauto kann entwickelt werden

Nun aber wartet Luca de Meo nur auf „großes Interesse“ der Kunden und der Launch eines Seat Elektroauto könnte schon 2019 ins Haus stehen. Die Grundstruktur des neuen MEB (Modularer Elektrifizierungsbaukasten) ist seit letztem Monat abgeschlossen, so VW-Entwicklungschef Frank Welsch. Die VW Kernmarke würde dementsprechend den anderen Marken nun auch die Technik zur Weiterentwicklung bereitstellen. Während Skoda sich bisher noch passiv gab – nichts vor 2021 – steht Audi deutlich unter Druck endlich das versprochene große Elektro-SUV zu bringen. Seat hatte sich bisher noch gar nicht dazu geäußert und geht, wie so oft, das Thema direkt mit Vollgas an.

Seat nach neuem MQB A0 auch mit MEB zuerst dran?

Sollte der VW Vorstand den Spaniern das „Go“ geben, würde das Seat-Elektroauto rund ein Jahr vor dem von VW angepeilten Ziel des eigenen Modells in den Handel kommen. Der Seat Ibiza bekam nun bereits vor dem neuen Polo die neuen MQB A0 Plattform, dafür gab es für das Leon Facelift weitaus weniger Technik als für das Golf Facelift. Ob sich Volkswagen als Marke wohl in der voraussichtlich weiterhin wichtigen Kompaktklasse auch „elektrisch“ die Wurst vom Teller nehmen lässt?

Seat Elektroauto bringt direkte Vorteile bei den Flottenemissionen

Seat selbst kämpft hingegen einen eigenen Kampf gegen die Flottenemissionen. Laut de Meo entstände durch ein EV ein „unmittelbarer Vorteil“ nach dem nun bereits die Dieselverkäufe zurückgehen. Dabei will de Meo auch direkt die Möglichkeit von Hybrid-Fahrzeugen überspringen und die Emissions-Vorteile der Elektrofahrzeuge für seine Flotte nutzen.

Quelle: automotive news europe

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