Kompaktklasse startet Mercedes-Benz Design-Revolution

Es ist schon ein Weilchen her, dass im Design von Revolution gesprochen wurde. Auch wenn es einige oft immer wieder falsch interpretieren. Zuletzt war meist nicht mal mehr eine Evolution zu erkennen. Doch in Stuttgart feilt man an der künftigen A-Klasse und startet damit eine „konsequente Umsetzung der Designsprache“. Gemeint ist damit die „Sinnliche Klarheit“, welche Gorden Wagener schon seit längerem in Skizzen und Konzepten präsentiert.

Nächste A-Klasse repräsentiert die nächste Designrichtung

Und mit der neuen A-Klasse soll es nun soweit sein. Auch ein Beweis dafür, wie wichtig inzwischen die kompakte Baureihen für den einstigen Hersteller von Mittel- und Oberklasse Fahrzeugen geworden ist. Doch die Uhren ticken heute anders in Stuttgart, die letzte Revolution (A-Klasse von 2012) untermalte dies. Aus dem Rentner-Wägelchen ist ein hipper Kompakter geworden, der die Jugend plötzlich zum Benz bewegte. Vor der „Design-Wende“ war der durchschnittliche Mercedes-Käufer auf dem besten Weg zum Rentenalter. Der Schnitt hat sich nur leicht in die späten Vierziger und frühen Fünfziger verändert, aber es werden auch Kunden unter 30 Jahren in den Statistiken geführt. Früher ein Unding, heute der Antrieb der Designer.

Aesthetics A vermittelt Eindruck für künftiges Design der Kompaktklasse

2012 waren es Sicken und Kanten, die der Marke zur Verjüngung halfen. Heute präsentiert das Design-Team die Skulptur „Aesthetics A“, eine Art Limousine im Kompakt-Segment. Was daraus später wird, wissen wir bereits: die A-Klasse Limousine. Fraglich nur, ob diese China vorbehalten bleibt, oder ähnlich der A3 Limousine auch nach Europa kommt.

„Form und Körper bleiben, wenn man Sicken und Linien extrem reduziert. Wir haben den Mut, diesen Purismus umzusetzen. In Verbindung mit perfekten Proportionen und sinnlicher Flächengestaltung hat die kommende Kompaktklasse-Generation das Potential, eine neue Designära einzuleiten. Design ist auch die Kunst des Weglassens: Die Zeit der Sicken ist vorbei.“ – Gorden Wagener, Chief Design Officer der Daimler AG

Die Designer nutzen unsere Vorstellungskraft ohne dabei die Grundform durch Sicken, Linien oder ähnliches zu verfälschen. Überspannte Flächen, welche im Winkel zueinander stehen ergeben den durch Licht und Schatten konturierten Körper. Die Skulptur „Aesthetics A“ zeigt nicht nur, wo es mit der A-Klasse hingehen wird. Diese Art der Formensprache können wir auch von anderen Modellen erwarten.

Der Predator Grill im neuen A

Runder soll das neue Design werden. An der Front, zumindest der A-Klasse, laut Wagener mit einem „Predator Grill“. Es soll aggressiv wirken und einen förmlich anspringen. Der Trapez-artige Grill wird größer, der Stern prägnanter. Das neue Design soll weiter untermauern, dass Mercedes-Benz die Luxus-Verkäufe anführt und in München, sowie Ingolstadt kein Design-Preis zu gewinnen ist.

Fotos: Mercedes-Benz

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