Der Rebel im Segment: Toyota C-HR Hybrid Test

Toyota C-HR Hybrid grau

Wer ein SUV will kann sie alle haben in Farben und Formen. Grenzen gibt es nicht. Da noch etwas „Neues“ mit einzubringen ist schwer, gelingt aber im Fall des Toyota C-HR Hybrid. Das Crossover vereint ein SUV mit einem Coupé, stützt sich dabei auf die neue TNGA Plattform und bringt vor allem die fahrdynamischen Vorteile eines Coupé mit in das Segment.

Neue Plattform, neues Design, neue Wege: Toyota C-HR Hybrid

Die Toyota New Global Architecture – kurz TNGA – ist der Dreh- und Angelpunkt des C-HR. Erst damit wird das Crossover zum Coupé in mehrerlei Hinsicht. Man hätte auch einfach den RAV4 zum Coupé umbauen können, doch damit hätte man eher weniger die angepeilte junge Kundschaft vom Hocker gerissen. Es brauchte etwas völlig neues. Ein weißes Papier, wie man so schön sagt. Darauf ist der Toyota C-HR Hybrid entstanden und bringt nicht nur neue optische Züge ins Segment, sondern auch mehr Dynamik, als gedacht.

Toyota C-HR Cockpit

Der tiefe Schwerpunkt der neuen Plattform macht den C-HR agil und wendig, was man ihm äußerlich gar nicht zutrauen würde. Denn er wirkt bullig, kräftig, muskulös und stämmig. Vorne, wie hinten läuft die Karosserie zu einer leichten V-Form zu. Untermalt wird dies an der Front besonders durch die (optionalen) LED-Scheinwerfer. Auch am Heck trägt der „Coupé High-Rider“ mächtig auf. Gar schon „fette“ Radhäuser stellt das Crossover hier vor. Doch auch der langgezogene Dachkanten-Spoiler hat es in sich. Schon in den ersten Sekunden will dieser Wagen einfach nur polarisieren und vielleicht auch etwas provozieren.

Toyota C-HR Hybrid Front

Typisch Toyota: Hybrid muss sein

Bei den Antrieben geht es dahingegen Toyota-typisch eher zurückhaltend zur Sache. Ein kleiner, effizienter 1,2-Liter Turbomotor mit 116 PS oder das bekannte Hybrid-Triebwerk mit 122 Pferden. Letzteres wurde überarbeitet und macht besonders in der Stadt den Stopp-and-Go-Verkehr entspannter. Mit ein wenig rekuuperierter Energie rollt es sich schon viel sauberer durch die Innenstädte. Der Übergang zwischen E-Motor und Verbrenner ist sanfter denn je, der Verbrauch bei eisigen Temperaturen etwas höher als angegeben.

Toyota C-HR Heckansicht

Als Fahrer findet man sich indes in einem völlig neu gezeichnetem Cockpit wieder. Gemäß dem Coupé-Anteil im Namen ist die Dachlinie flach, der Sitz dank des Crossover aber eher hoch. Ergo fühlt man eng umfasst von Sitzen und Armaturen. Jene sind deutlich zum Fahrer geneigt und stellen diesen in den Fokus. Alles ist neu, der Bildschirm, die Armaturen, die Gestaltung, auch die Dekor-Highlights.

Kurz gesagt hat Toyota das Rad nicht neu erfunden, aber ein überhäuftes Segment mit neuem Leben erfüllt. Mehr dazu auch im Video-Fahrbericht.

Video-Fahrbericht Toyota C-HR Hybrid

Fotos: Toyota

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