NAIAS 2017: Kia Stinger – worauf wir gewartet haben

Premiere Kia Stinger Front

Kia versteht es zwar heiße Studien vorzustellen, doch in Serie verfallen die Fahrzeuge meist zu leichtem Durchschnitt. Der Kia Stinger ist da definitiv die Ausnahme, den basierend auf der Kia GT Studie zeigen die Koreaner auf der NAIAS 2017 eine Fließheck-Limousine der besonderen Art. Und diesmal stimmt nicht nur das Design, sondern auch der Antrieb.

Kia Stinger kommt noch 2017 nach Europa

Ende des Jahres kommt der Kia Stinger in den USA, sowie auch Europa in den Handel. Hoffentlich bringen die Koreaner dann auch die vorgestellte Variante nach Europa und nicht nur einen langweiligen Dieselantrieb. Denn der Kia Stinger wurde auf der Nürburgring Nordschleife abgestimmt. Nicht mit einem Hybrid-Modell, sondern wie Kia es beschreibt mit einem „Hochleistungsmodell“. Das große Glück dabei war im Dezember 2014 die Verpflichtung von Albert Biermann. Jener hatte mit der M GmbH sein Zelt schon öfters an der Nordschleife aufgeschlagen. Nun sollte der Stinger nicht nur mit dem Design von Peter Schreyer glänzen, sondern auch durch Fahrleistungen.

Fließheck Kia Stinger

Mit einem Radstand von 2,91 Meter übertrifft der Kia Stinger nicht nur Audi A4, Infiniti Q50 oder BMW 4er Gran Coupé, sondern auch den Lexus GS oder Mercedes-Benz CLS. In der Länge misst das Modell 4,83 Meter und 1,87 Meter in der Breite exklusive Spiegel. An der Vorderachse setzt man auf eine MacPherson-Konstruktion, während am Heck eine Mehrlenkerachse zum Einsatz kommt. Beides nicht Top-of-the-Art, aber Kia will es zum funktionieren gebracht haben. Ferner gibt es mit dem Kia Stinger erstmals für die Koreaner adaptive Dämpfer.

Zwei sportliche Antriebe – beide auch für Europa?

Unter der Haube brodelt – hoffentlich auch in Europa – ein 3,3-Liter V6 Twin-Turbo (Lambda II) mit 365 PS bei 6.000 Touren. Das maximale Drehmoment des Aggregats liegt bei 510 Nm. Die Sportlimousine gibt die Kraft an die Hinterräder, die dafür sorgen, dass der Stinger in 5,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Interessant ist die Spitzengeschwindigkeit von 269 km/h, wobei er locker die Wettbeweber überspringt. Weiter ist auch ein kleiner 2,0-Liter Vierzylinder erhältlich, der mit 255 PS (353 Nm) wahrscheinlich primär Europäer begeistern kann. Übertragen wird die Kraft über das 8-Gang-Automatikgetriebe, welches erstmals im K900 eingesetzt wurde. Für Sicherheitsfanatiker ist auch ein optionaler Allradantrieb verfügbar. Bei den Modellen mit Heckantrieb kommt ein mechanisches Sperrdifferential zum Einsatz.

Kia Stinger Innenraum

Das Design des Kia Stinger ist mehr als gelungen. Kraftvolle Formen an der Front vereint mit eleganten Linien an der Seite und am Heck. Damit könnte Kia wirklich einen echten Hit in der teuren Premium-Klasse landen, obwohl der Stinger wohlt weitaus günstiger sein sollte als die Konkurrenz.

Fotos: Kia

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