CES 2017: der selbstfahrende BMW 5er

Der neue BMW 5er kommt erst im Februar in den Handel, doch in Las Vegas, Nevada fährt er schon. Von alleine. Allerdings vorerst nur zu Showzwecken. Im Rahmen der CES 2017 in Las Vegas führt BMW einen Prototypen zum voll-autonomen Fahren vor. Jener nutzt die neueste Technologie der Münchner, um sich selbst den Weg durch die Party-Stadt zu bahnen.

Der fast endlos vernetzte Wagen der Zukunft

Unter dem Claim der vernetzten Mobilität stellt BMW dar, wie Vernetzung zwischen Fahrzeug, Fahrer und Umgebung aussehen kann. Dabei setzen die Bayern auf diverse digitale Dienste, die sich mit BMW Connected und Open Mobility Cloud Plattformen verknüpfen. Ferner wird auch die Integration in das Eigenheim dargestellt, als sogenannte „Touchpoints“.

BMW 5er Prototyp benötigt vordefinierte Strecken

Noch agiert der Prototyp nur auf vorher definierten Streckenabschnitten. Demnach ist BMW derzeit auf dem Entwicklungsniveau von Audi angekommen. Noch ist also Luft nach oben, besser gesagt zu den Stuttgartern. Der Prototyp kann selbstständig über die Längs- und Querführung bestimmen, sodass der Fahrer sich entspannt zurücklehnen kann. Die Fahrerassistenzsysteme, die im 5er Prototyp die Arbeit für Bremsen, Beschleunigen und Lenken übernehmen, sind schon heute in Serienfahrzeugen eingesetzt. Allerdings ist die Sensorik und Regelungstechnik etwas weiterentwickelt, vor allem die Software geht derzeit einen Schritt weiter.

Alles mit jedem und überall vernetzt

Mehr ins Detail will BMW derzeit leider nicht gehen. Dafür zeigt sich auf der CES 2017 die Schnittmenge zum vernetzten Alltag. Die BMW Augmented Gesture Control, eine Weiterentwicklung der Gestensteuerung, ermöglicht es per Fingerzeig mehr Informationen zu sichtbaren Gebäuden oder Orten zu visualisieren. Damit wird der durch den autonomen 5er zum Mitfahrer gewordene Fahrer wieder interaktiv. Ferner wird die Sprachsteuerung für solches Features genutzt. Gemeinsam mit Microsoft Cortana umgesetzt findet sich so der digitale Assistent im Auto wieder. Cortana kann beispielsweise eine passende Restaurantempfehlung für einen anstehenden Termin aussprechen, sowie dort einen Tisch reservieren.

Auf dem Weg kann online auch mittels der Connected Dienste etwas bestellt werden, was schlichtweg durch Amazon Prime Now auch in den Wagen bzw. entlang der Route geliefert wird. Der Passenger Mode – dann ist der autonome Fahrzustand aktiv – erlaubt es auch dem Fahrer Amazon Prime Video zu nutzen. Dabei wird etwa die Innenbeleuchtung gedimmt oder die Sonnenrollos geschlossen.

Fotos: BMW

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