Opel Ampera-e teurer als Nissan Leaf und BMW i3

Opel Ampera-E gelb

Opel hat den Ampera-e zur Bestellung in Norwegen freigegeben. Was wir davon schon heute lernen können: der Opel Ampera-e wird nicht billig. Denn in Norwegen ist der Rüsselsheimer, der nur ein Chevrolet Bolt mit neuem Label ist, teurer als der Nissan Leaf und der BMW i3.

Opel teurer als Premium-Stromer!

Der Ampera-e startet in Norwegen bei 299.900 Kronen, was umgerechnet 33.236 Euro wären. Das ist immerhin schon weniger als die Schätzung von rund 35.000 Euro als der Preis des Chevrolet Bolt bekannt wurde. Zum direkten Vergleich der Nissan Leaf kostet in Norwegen 204.990 Kronen (22.718 Euro), während der BMW i3 bei 267.500 Kronen (29.645 Euro) startet.

Öffnet man hierzuland einen BMW Konfigurator, dann startet der i3 bei 34.950 Euro. Der Nissan Leaf ist mit der 24 kWh Batterie dahingegen schon ab 23.365 Euro zu haben. Wenn Opel nun diese Staffelung aus Norwegen auch auf Deutschland überträgt, wird der Basispreis schon fast an der Vierzigtausend-Grenze kratzen. Allerdings gibt Opel Sales-Chef Peter Christian Kuespert selbst zu, dass in Norwegen der größte und wichtigste Markt für Elektrofahrzeuge vorherrscht. Nicht zu vergessen, dass dort E-Fahrzeuge im Vergleich zu Luxus-Fahrzeugen verhältnismäßig „billig“ zu haben sind.

Preis laut Opel nicht auf andere Länder übertragbar

Weiter heißt es aus den Opel-Kreisen, dass man keinesfalls den Preis aus Norwegen auf andere Länder übertragen sollte. Warum? Weil In Norwegen spezielle Steuer-Vorteile für E-Fahrzeuge gelten und der Markt sehr verlockend für E-Fahrzeuge ist. Der Ampera-e soll „erschwinglich“ sein / werden. Schauen wir uns die fehlenden Vorteile in Deutschland an, was die E-Fahrzeuge betrifft, wird der Opel Ampera-e wohl weitaus teurer als die bisher geschätzten 35.000 Euro.

Nachdem Norwegen im Frühling die ersten Fahrzeuge bekommen hat, folgen Deutschland, Frankreich, die Niederlande und die Schweiz in exakter Reihenfolge. Weitere europäische Länder folgen dann später in 2017 oder 2018, sobald das Produktionsvolumen hochgefahren wurde.

In Deutschland nur beim „e-Agent“ zu erwerben

Während der Opel Ampera-e in Norwegen bei jedem Opel-Händler wie ein gewöhnliches Fahrzeug verfügbar sein wird, ist in allen anderen Regionen ein spezieller „e-Agent“ dafür zuständig. Der Ampera-e misst in etwa die Größe eines Corsa, bietet innen so viel Platz wie ein Astra und kostet (zumindest in Norwegen) fast so viel wie ein Insignia.

Quelle: ane

Fotos: Opel

2 Gedanken zu “Opel Ampera-e teurer als Nissan Leaf und BMW i3

  1. Also wenn ich mir ein Größeres (vom Innenraum) und ein mit über 50% höherer Reichweite ausgestattetes Auto als den Mitbewerbern hole gehe ich einfach mal davon aus das es mehr kostet, ist doch irgendwo logisch…

    • Ehrlich gesagt nicht, ich wäre von einer aggressiveren Preistaktik ausgegangen. Zumal der Leaf im Test mit 30kWh Batterie schon gezeigt er kann 230 km von seinen 250 NEFZ-km erreichen. Beim Ampera-e schwanken selbst die NEFZ-Angaben aktuell zwischen 400 und 600 Kilometer. Von daher muss der „Zwerg“ erstmal zeigen, dass jener Preis auch gerechtfertigt ist. Plus: derzeit ist nicht bekannt, ob die Batterie auch zum Leasing angeboten wird. Umso mehr man überlegt, umso teurer wird das Ganze 🙁

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