Plant Volkswagen den WRC-Ausstieg schon Ende 2016?

Volkswagen Polo WRC 2016 Wales Rally

Erst streicht Audi das WEC Programm und nun soll auch Volkswagen das erfolgreiche WRC Programm aus Kostengründen einsparen. Beim morgigen Chef-Treffen in Wolfsburg soll Matthias Müller wohl den Rückzug aus der FIA World Rally Championship verkünden. Und das obwohl Volkswagen mit dem Polo WRC seit dem Antritt 2013 alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab.

Vorbereitung für Saison 2017 nutzlos

Der Schritt kommt, obwohl die WRC-Mannschaft mitten in den Testläufen für die Saison 2017 steht. Demnach soll es ähnlich wie bei Audi mit der WEC laufen. Kein „Abschiedsjahr„, wie erst die Gerüchte hießen, sondern ein konsequenter Schlussstrich. Mehr oder weniger mit sofortiger Wirkung soll Volkswagen sich, nach dem vierten Titel in Folge, aus der WRC zum Ende der Saison 2016 zurückziehen. So heißt es zumindest aus Vorstandsnahen-Quellen laut dem britischen Magazin autocar.

WRC-Einsparung bringen Geld für Elektro-Projekte

Auch mit der Meldung zum WEC-Ausstieg von Audi waren die Briten gut eine Woche früher informiert. Nun könnten wir in diesem Fall schon morgen Klarheit haben, wenn sich der Vorstand in Wolfsburg versammelt. Auch wenn die WRC Saison nicht ganz so teuer ist, wie die 200 Millionen Investition in die jährliche WEC-Teilnahme, lässt sich hier Geld einsparen. Viel Geld, was einerseits in die Entwicklung der groß angekündigten Elektroflotte fließen wird und andererseits vor allem für die Schadensersatzzahlungen in den USA gebraucht wird.

Erfolgreicher also Ogier im Polo WRC geht es kaum

Erst vor kurzem hat das Team um den Polo WRC in Wales den vierten Meisterschaftstitel in Folge feiern dürfen. Insgesamt 41 Siege sind es seit dem Wiedereintritt in die World Rally Championship 2013 gewesen, vier Herstellertitel und vier Fahrertitel. Besser hätte es einfach nicht laufen können. Und doch steht der Punkt „Einsparung durch Kürzung des Motorsport-Programm“ ganz oben auf der Tagesordnung für die morgige Besprechung.

So spannend die Saison 2017 nun mit dem neuen FIA-Reglement werden könnte, so durchschnittlich könnte sie ohne die rasend schnellen Auftritte von Sebastien Ogier und Co. werden. Da kann Citroen Racing sich merklich einfacher und lockerer in der World Rally Championship zurückmelden, als zunächst gedacht.

Foto: Kräling für Volkswagen Motorsport

Kommentar verfassen