Plant Audi den Ausstieg in der LMP1 und Le Mans?

WEC Nürburgring Testlauf Audi R18 Le Mans Rennwagen

Kaum gewinnt man nicht mehr, will man die Koffer packen. Der Sportsgeist bei Audi war auch schon einmal besser in Form, wobei es beim Rückzug aus Le Mans und damit dem LMP1-Geschäft wohl eher um den Diesel-Antrieb geht. Alleine von 2004 bis 2014 stand, mit einer Ausnahme 2009, immer Audi auf dem Treppchen ganz oben in Le Mans nach 24 Stunden Rennzeit. Nun gewinnt Porsche zwei Mal hintereinander und die Audi Sport Jungs scheinen die Lust verloren zu haben.

Zwei Marken in Le Mans – das wird teuer

Audi will von offizieller Stelle noch nichts dazu sagen, es wird allerdings gemunkelt, dass sich Audi Sport zum Ende des Jahres 2017 komplett vom WEC Rennzirkus verabschieden will. Immerhin einmal könnte man einen Sieg in Le Mans dann noch in Angriff nehmen. Den Gerüchten nach kommt der Ausstieg aus der WEC Serie allerdings aus Kostengründen. Nach der Diesel-Affäre muss an jeder möglichen Ecke Geld eingespart werden und das Porsche und Audi für je mehr als 200 Millionen Euro gegeneinander antreten scheint pro Saison mehr als kostspielig. Egal wie am Ende das Rennen in Le Mans ausgeht, eine Marke wird immer verlieren.

Marketing-Problem Diesel-Motor im LMP1 Audi R18 e-tron quattro

Nicht nur die Kosten spielen hier eine Rolle. Audi fährt mit dem R18 TDI in der WEC Serie und in Le Mans. Ein höchst effizienter Diesel-Motor treibt den LMP1-Renner an. Doch in der Kommunikation ist dies ein ebenso heikles Thema. Effizienz hin oder her, laut einer Entscheidung der VW Group, will man keinen Diesel-Motor mehr im Rennsport präsentieren. Zudem hat der der neue Chef Matthias Müller bereits angekündigt die Gesamtzahl der Dieselantrieb innerhalb des Konzern zu kürzen. Dafür sollen mehr Benzin-Hybrid-Antriebe folgen. Nicht zu vergessen die Vielzahl von Elektrofahrzeugen, die der VW Konzern plant.

Bedeutet das Aus in Le Mans den Neustart in der Formula E?

Für den Ausstieg von Audi aus der LMP1-Serie spricht auch die neue Regelung für 2018. Dann nämlich gilt die 10 Megajoule Regel, was Audi zwingen würde den 3,7-Liter V6 Diesel extrem zu arbeiten. Noch fällt der Audi R18 e-tron quattro unter die 6 Megajoule Regel. So müsste Audi daran arbeiten ein zweites Hybrid-System in den Rennwagen zu basteln, etwa so wie Porsche es mit dem 919 Hybrid macht. Die Einsparungen haben sich bereits dieses Jahr gezeigt, denn sowohl Audi als auch Porsche sind nur mit zwei Wagen in Le Mans angetreten, statt wie zuvor je drei. Außerdem soll darüber nachgedacht werden ebenfalls das DTM-Programm umzustrukturieren.

Ein paar Euros vom WEC-Programm könnten auch dafür genutzt werden, Audi in die Formula E neben Jaguar, Mercedes und BMW zu bringen. Doch das ist bisher reine Spekulation.

Quelle: autocar

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