Porsche will eigenes Schnelllade-Netzwerk errichten

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Zuerst belächelte man Tesla, nun macht man es ihnen 1:1 nach. Glaubt man den Informationen, die TopGear im Interview mit Porsche CEO Oliver Blume erfahren haben will, plant Porsche ein Netzwerk von eigenen Schnellladesäulen. Ähnlich dem Tesla Supercharger Netzwerk will Porsche eigene Ladestationen (auf-)bauen, die das Serienprodukt Mission E schnell mit Strom voll pumpen.

Ein Sportwagen braucht auch ein schnelles Ladenetzwerk

Das Porsche Mission E Konzept ist einzigartig, zumindest in der bisher vorgestellten Version. Insbesondere die 800 Volt Batterie wird der Knackpunkt der heutigen Ladeinfrastruktur. An sich ist es derzeit schier unmöglich den Elektrosportwagen (440 kW Leistung) angemessen (schnell) zu laden. Da scheint ein eigenes Netzwerk die einzig sinnvolle Lösung, die sich Porsche wohl auch durchaus leisten könnte.

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Die Entwicklung von eigenen Ladesäulen ist wohl schon in vollem Gange. Allerdings sucht man natürlich auch nach passenden Mitstreitern, die eine ähnliche hohe Ladeleistung benötigen. Mit einem Adapter sollen zumindest auch Tesla Modelle geladen werden. Allerdings muss sich Porsche mit anderen Herstellern über vieles einig werden. Darunter den Stecker-Standard, die Ladeleistung, sowie auch die Bezahlmethode.

Infrastruktur als Problem – Hersteller als Lösung

Allerdings, falls sich die Hersteller einigen, könnte man die schleppende durch die Bundesregierung gebremste Infrastruktur deutlich verbessern. Zumindest innerhalb der VW Gruppe scheint man sich einig zu sein. Denn aktuell entwickelt Porsche einen solchen Schnelllader für den gesamten Konkurrenz. Also auch für das kürzlich vorgestellte Volkswagen I.D. Concept und den für ebenfalls 2020 angesetzten Q6 e-Tron.

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Man sei bei Porsche in Kontakt mit Herstellern und Zulieferern rund um den Globus heißt es im Interview. Im Prinzip hat jeder das gleiche Bedürfnis, doch sich über die Details einig zu werden sei hart. Neben Tesla allerdings nennt Oliver Blume keine Namen. Allerdings wird gemunkelt, dass unweit von Zuffenhausen unter dem Label EQ gemeinsame Pläne geschmiedet werden.

Porsche Ladenetzwerk doppelt so schnell wie Tesla Supercharger

Immerhin die Ladesäule als solches ist ein Fertigungsgrund. Laut Porsche soll sie es ermöglich den Mission E innerhalb von 15 Minuten wieder auf 80% Kapazität zu laden. Das entspricht eine Reichweite von rund 400 Kilometer für den Zeitaufwand eines Kaffeestops. Was noch immer länger dauert als konventionelles Tanken, aber aktuellen Ladezyklen um Welten voraus ist. Um es in Relation zu setzen: das wäre etwa doppelt so schnell wie das Tesla Supercharger Netzwerk, welches wiederum selbst doppelt so schnell wie jedes andere Ladesystem auf der Welt ist. Die Zuffenhausener sind derzeit hingegen so clever keinen Zeitrahmen zu nennen, von daher wird es wohl noch ein paar Wochen, Monate und Jahre dauern, bis diese Technik serienreif ist.

Quelle: topgear

Ein Gedanke zu “Porsche will eigenes Schnelllade-Netzwerk errichten

  1. Der einzige Vorteil der 800V Technik ist der das die Zuleitung dünner sein kann (Ladekabel)!
    Neben dem spät entwickelten CCS Stecker ist dann das die nächste proprietäre Lösung um den Wettbewerb einzuschränken!
    => Porsche, nein Danke!

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