Peugeot-Chef Picat: SUV-Boom hat Limits

Maxime Picat Peugeot

Crossover, SUVs, CUVs und andere komische Namensbildungen markieren den kräftigen SUV-Boom, der seit knapp fünf Jahren die Autoindustrie bestimmt. Doch Maxime Picat, Chef bei Peugeot, sieht bereits das Ende des SUV-Boom vor dem geistigen Auge. Er glaubt das Maß sei in den kommenden fünf Jahren voll und die Käuferschaft würde sich nach etwas Neuem, noch nie dagewesenem umsehen. Laut Picat sei man bei Peugeot schon über den SUV-Boom hinaus und wäre auf der Suche nach „The Next Big Thing“.

Peugeot plant noch mit SUVs, aber auch Neuem

Maxime Picat gibt zu, dass der SUV-Boom für eine absehbare Zeit (in etwa drei bis fünf Jahre) noch anhalten wird. Auch deshalb sind in den nächsten 12 Monaten die Modelle Peugeot 3008, sowie Peugeot 5008 für eine Überarbeitung angemeldet. Allerdings, so Picat, entstehe eine Nische, besetzt von Leuten, die sich schon nach etwas anderem sehnen. Bei Peugeot soll an der Antwort gearbeitet werden, denn nach den SUVs wäre nicht der Weg zu „normalen“ Fahrzeugen wie ein Kombi oder eine Limousine an der Reihe. Geht es nach dem Franzosen, dann werden wir (wieder) eine neue Art von Fahrzeugen sehen. Da wir bis zu diesem Tag eigentlich schon alles gesehen haben, bin ich durchaus gespannt, was Picat meint. Er spricht von „etwas anderem, etwas schöneres“ (als ein SUV, ein Kombi oder einer Limousine). Es kommt natürlich ganz darauf an, welche Marken man sich im jeweiligen Segment anschaut, denn jeder hat ein schwarzes Schaf in der Garage.

Picat auf der Suche nach „The Next Big Thing“

Interessanterweise vermerkt Picat, dass SUVs von Natur aus ineffizient sind. Kein gutes Omen für Flottenemissionen und dennoch bauen alle SUVs, als gäbe es kein Morgen. Laut dem Franzosen seien die SUVs am Ende ihrer Wandelbarkeit angekommen, viel könne man daraus nicht mehr machen. Auch wenn einige nun mit SUVs inklusive faltbarem Stoffdach um die Ecke kommen. Irgendwann war auch die Glanzzeit der Coupés und Cabriolets vorbei – gebaut werden noch immer die meisten – so soll es auch mit den SUVs geschehen, meint der Franzose.

Im letzten Jahr entfielen 23% der verkauften Fahrzeuge in Europa auf SUVs, sowie Crossover. Eine relativ geringe Zahl, die falsch sein muss, ein Blick aus dem Fenster lässt eine deutlich höhere Zahl erahnen. In Nordamerika entfallen immerhin realistische 35% auf SUVs und Co., „Experten“ und Analysten gehen davon aus, dass es bis 2020 etwa jedes zweite Fahrzeug ist, welches als SUV aus dem Verkaufsraum rollt. Wer hat nun Recht? Die Analysten und selbst erklärten Experten oder der Franzose, der sein Geld damit verdient Autos gewinnbringend an den Mann zu bringen?

Quelle: autocar

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