Nissan GT-R Facelift: Außen pfui, Innen hui

2017 Nissan GT-R

Laut Nissan ist es die aufwändigste und umfangreichste Überarbeitung des Nissan GT-R seit der Markteinführung im Jahr 2007. Auf der New York Auto Show haben die Japaner das Facelift mit nunmehr 570 PS vorgestellt. Nur die Nismo Variante ist mit 600 PS noch stärker. Vor allem aber das Innenleben wurde aufgebessert und dem Preis von rund 100.000 Euro angemessen aufgewertet.

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2017 Nissan GT-R: der 3,8-Liter Twin-Turbo bleibt

Unter der langen Motorhaube des Supersportwagen brodelt der 3,8-Liter Twin-Turbo Sechszylinder mit 419 kW (570 PS). Das maximale Drehmoment liegt bei 633 Nm. Damit ist er in Zahlen dem Nismo GT-R etwas unterlegen. Gleichzeitig gibt es, allerdings auch Veränderungen, die sich positiv auf die noch stärkere Variante auswirken könnten. Nunmehr setzt Nissan auf variable Steuerung der Zündzeitpunkte in jedem einzelnen Zylinder und mehr Schub der beiden Turbolader. Das Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe soll ebenfalls verbessert worden sein und sich nun durch „sanftere und ruhigere“ Gangwechsel auszeichnen. Wer will das denn bitte bei 570 PS? Am Heck glotzen die neuen Titan-Auspuffschalldämpfer hervor. Der Sound: wie immer brachial und markerschütternd. Die Karosse wurde weiter versteift, sodass sich das Kurvenverhalten ebenso verbessert haben soll. Schlussendlich macht das Facelift des Nissan GT-R dem Nismo wohl schon genug Angst. Trotz aller Upgrades soll er auch leiser und komfortabler im Innenraum geworden sein.

2017 Nissan GT-R Heck

Schönerer Innenraum

Endlich wirkt auch (zumindest auf den Bildern) der Innenraum dem Kaufpreis angemessen. Neues Armaturenbrett und Instrumententafel sind zwei Punkte, die verbessert wurden. Ebenso wie der Einsatz von höherwertigem Leder. Die Mittelkonsole wurde von 27 auf elf Knöpfe entschlackt, wodurch die Steuerung von Audio- und Navigationssystem deutlich einfach geworden sein soll. Die Wippen zum manuellen Gangwechsel sind nun direkt mit dem Lenkrad verbunden.

2017 Nissan GT-R Cockpit 2017 Nissan GT-R Mittelkonsole

„Der neue GT-R bietet ein Fahrerlebnis, das das Herz des Fahrers höher schlagen lässt – jederzeit und überall. Wir haben die Leistungsgrenzen erneut ausgereizt, die neue Version ist potenter denn je. Gleichzeitig heben wir das gesamte Fahrerlebnis mit weiteren Verbesserungen auf ein völlig neues Niveau. Wir sind stolz, den ultimativen GT-R vorzustellen, der atemberaubende Performance, ungekannte Kultiviertheit und eine reiche Rennsport-Geschichte miteinander verbindet.“ – Hiroshi Tamura, Chief Product Specialist des GT-R

2017 Nissan GT-R Sitze

Zugegeben der Laie erkennt wohl kaum, ob es sich nun um das Facelift des Nissan GT-R handelt oder die erste Version von 2007. Die Hauptveränderungen finden sich, in positiver Hinsicht, im Innenraum. Doch auch das Äußere hat man leicht aufgespritzt. Nissan nennt es den „V-Motion“- Kühlergrill in mattem Chromfinish inklusive Netzmuster. Die Lufteinlässe sind größere dimensioniert, wodurch die Luft in höheren Mengen in den Motorraum gelangt. Veränderungen an der Aerodynamik, hauptsächlich am Heck, halten den Nissan GT-R auch bei hohem Tempo stabil auf der Straße. „Katsura Orange“ ist erstmals für den Nippon-Bomber als Lackierung verfügbar, innen gibt es in der „Prestige Edition“ den Semi-Anilinleder-Bezug (offenporiges Glattleder). Bestellt werden kann ab April (wohl etwa um die 100.000 Euro) und beim Händler steht das Facelift des Nissan GT-R im Sommer 2016.

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Fotos: Nissan

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