Bereit für Monte Carlo? Skoda Yeti 1.4 TSI 4×4 im Test

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Um die Monte zu gewinnen braucht es mehr als ein turboaufgeladenes Triebwerk und Allradantrieb. Und dennoch trägt der Skoda Yeti Monte Carlo 1.4 TSI 4×4 DSG mit Stolz die Plakette der Monte Carlo Rallye am Radlauf. Immerhin ein paar Umbauten bringt er mit: andere Felgen, zweifarbige Lackierung, Sportsitze und Carbon-Dekorleisten, für den Leichtbau versteht sich. Reicht es für die Rallye-Teilnahme oder muss der kleine Skoda Yeti die Damen in Monte Carlo zum shoppen fahren?

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Viel Platz und Cleverness auf wenig Raum: die Tugend des Skoda Yeti

Platz dafür wäre genug. Mit mindestens 510 Liter Volumen gehen, obwohl der Skoda Yeti nicht groß ist (4.222 m lang), mehr als genug Einkaufstüten von Luxus-Designern in den Kofferraum. Selbst die kleinen Schmuckschatullen lassen sich Rallye-Sicher in Netzen verstauen. Und wenn es dann bei der Monte doch mal wieder etwas zu schmutzig wurde, einfach die Wendematte im Kofferraum drehen und die verdreckten Treter auf der Gummimatte abstellen.

Skoda Yeti Kofferraum Skoda Yeti Wendematte

Übrigens, wenn man im Skoda Yeti neben seinem Co-Pilot auf weitere Passagiere verzichtet, lassen sich bis zu 1.580 Liter vollpacken. Vorher allerdings müssen die Sitze der Rückbank raus. Pro Sitz mit drei Handgriffen erledigt. Schneller als mancher Reifenwechsel. Und wenn es ganz hart kommt, kann der Skoda Yeti sogar einen Pferdeanhänger ziehen. Wobei in Monte Carlo eine Yacht wohl passender wäre, doch da reicht es mit maximal 1.800 Kilogramm Anhängelast nicht ganz für.

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1.4 TSI 4×4 6-Gang-DSG: nicht die ideale Wahl

Ziemlich beeindruckend, was der 150 PS starke 1.4 TSI mit 4×4 Allradantrieb auf dem Papier leistet. Eine ganz andere Frage ist natürlich, wie er sich dann noch fährt. Mit allen mechanischen Feinheiten ausgerüstet überträgt der Yeti Monte Carlo seine Leistung über ein 6-Gang-DSG auf einen modernen Allradantrieb der fünften Haldex-Generation. Die elektronisch geregelte Drehmomentverteilung mit Mehrlamellen-Haldex-Viscokupplung sorgt dafür, dass der Yeti primär die Vorderräder benutzt. Das Gaspedal muss schon tief am Teppich kleben und die Traktion an der Vorderachse mies sein, damit der „permanente Allradantrieb“ zu Tage kommt. Dann aber ist auch ein kurzer Druck, ein Anschieben zu spüren. Auf matschigem Untergrund wird er gar zur kleinen Wühlmaus, kommt aber ähnlich des kleinen Nagetiers, irgendwann an seine Grenzen. Früher als jedes Rallye-Auto.

Skoda Yeti 6-Gang-DSG Skoda Yeti Offroad Knopf

Was taugt der Skoda Yeti als Monte Carlo Edition?

Ist die logische Folge, dass der Skoda Yeti trotz Monte Carlo Ansprüchen nur zum Shopping taugt? Quatsch! In dem kleinen SUV steckt weitaus mehr, als es der Name oder die Ausstattung oder gar die Optik vermuten lässt. Er ist ein robustes kleines Kerlchen, das mehr als freudig über nasse Feldwege pflügt. Der Motor tritt manchmal verzögert an, da fehlt dem 1.4 TSI einfach die Kraft aus dem Drehzahlkeller – wie etwa ein Dieselmotor sie hat – doch das verzeiht man dem kleinen Wonneproppen gerne.

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Weitere Fahrbericht zur Vorstellung des Skoda Yeti Facelift oder dem Urgestein mit Kuller-Augen können wir euch ebenso liefern, wie ein umfassendes Video zum Skoda Yeti Monte Carlo.

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Mehr dazu auch in unserem Video-Fahrbericht

Text/Fotos: Fabian Meßner

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