Weltpremiere VW T-Cross Breeze: eine frische Brise aus Wolfsburg?

VW T-Cross Breeze Studie Front

Nein Volkswagen will kein eigenes Evoque Cabriolet bauen, viel mehr ist die Studie T-Cross Breeze ein Ausblick auf ein weiteres SUV der Marke, welche neben Tiguan und Touareg bald drei weitere SUVs bauen wird. Im Concept Car VW T-Cross Breeze verschmilzt ein etwa Polo-großes SUV mit einem Cabrio. Insbesondere das 300 Watt Soundsystem von BeatsAudio, als auch das touch-sensitive Cockpit repräsentieren die nahe Zukunft der preiswerten Volkswagen Fahrzeuge.

VW T-Cross Breeze Studie Heck

T-Cross Breeze steht für Neuanfang der Marke und SUV-Offensive

Schon jetzt macht man bei Volkswagen keinen Hehl daraus, dass jene T-Cross Breeze Studie den Ausblick auf ein sehr, sehr kompaktes SUV gibt. Das kleinste, dass die Marke anbieten wird, zumindest auf absehbare Zeit. Exakt 4.133 mm misst die Studie in der Länge, die Breite (ohne Außenspiegel) ist mit 1.798 mm angegeben. So platziert sich die Studie unterhalb des T-Roc, Tiguan, Tiguan XL, einem noch nicht näher bekannten Mittelklasse-SUV und dem Touareg. Allerdings bleiben Tiguan XL, sowie das neue Mittelklasse-SUV den Europa-fernen Märkten wie China und Nordamerika vorbehalten.

VW T-Cross Breeze Studie Gecshlossen

Trotz der typischen „Vier-Meter-Klasse“ wirkt das Cabriolet im offenen Zustand doch wie ein Golf Cabrio. Das Verdeck liegt auf dem Kofferraum auf, die Seitenlinie ist klar gezeichnet. Die 19 Zöller werden flankiert von leichter Schutzpanzerung aus Plastik. „Leichtes Terrain“ soll er damit spielerisch überstehen heißt es. Durch den Frontantrieb sind dem T-Cross Breeze die Grenzen wohl selbst am besten klar.

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Heck und Front sind dafür interessanter, auch, was künftige SUVs der Marke betrifft. Volkswagen sieht im Tiguan (Marktstart April) schon den Umbruch, was die optische Aufmachung der hauseigenen SUVs betrifft. Geht es nach der Studie wird in Zukunft mit breiter Brust in jedes Segment einmarschiert. Über einige Studien hinweg zeigt sich Volkswagen inzwischen mit dem neu gestalteten Grill und den flachen Scheinwerfern, es kann also nicht mehr lange dauern, bis dieses Gesicht in Serie geht. Die darunter platzierten viereckigen LED-Tagfahrlichter sind allerdings neu und allem Anschein nach den SUVs vorbehalten. Das Gesicht macht aus heutiger Sicht einen leicht futuristischen Eindruck. Sollte der Volks-Wagen nun wieder mutiger auftreten? Das Heck nimmt dabei die Formen der Front in den Rückleuchten wieder 1:1 auf. Ansonsten fehlt dem Hintern leider Neues; unter dem Kofferraum lassen sich laut VW bis zu 300 Liter Gepäck verstauen.

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Viel neues Technikspielzeug im Cockpit

Das Cockpit hingegen macht deutlich mehr Eindruck. Nicht wegen der 300 BeatsAudio-Anlage mit digitalem Verstärker. Definitiv wegen den touch-sensitiven Flächen, wodurch die Studie T-Cross Breeze fast gänzlich ohne Knöpfe auskommt. Nur ein paar Kippschalter, etwa für die Fensterheber, die Parkbremse oder das Verdeck sind noch übrig geblieben. Nach der Studie Golf R Touch zeigt sich das neue Innenraum-Konzept aus Wolfsburg zum ersten Mal in einem Fahrzeug der Kleinwagenklasse und damit in einem „bezahlbaren“ Rahmen. Oder auch im typischen „Brot und Butter“-Auto.

VW T-Cross Breeze Studie Cockpit

VW T-Cross Breeze Studie Touch Oberfläche

Beide Displays (Active Info Display und Head Unit) sind dabei weitestgehend frei zu konfigurieren. Das Active Info Display, erstmals in einer Studie dieser Fahrzeugklasse, verhält sich dabei exakt gleich, wie auch im Passat oder neuen Tiguan. Auf dem großen Infoscreen in der Mittelkonsole verwendet Volkswagen ein System aus Kacheln, welches sich frei nach den Belieben des Fahrers visualisieren lässt.

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Drei Zylinder reichen aus

Als Antrieb reicht der Studie T-Cross Breeze dem Segment entsprechend ein 1.0 TSI Dreizylinder mit 110 PS (81 kW) aus. Sein maximales Drehmoment von 175 Nm stemmt er bereits ab 1.500 U/min ausschließlich auf die Vorderachse. Mit 1.250 Kilogramm ist die Studie immerhin angenehm leicht, weshalb der kleine Motor ausreicht, um den Sprint auf 100 km/h in 10,3 Sekunden zu erledigen. Theoretisch reicht der 40 Liter Tank für 800 km (5,0 l/100km laut NEFZ).

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Meinung zur Studie T-Cross Breeze

VW sagt selbst aus, man wolle in jedem Segment ein „spannendes SUV“ liefern. Stellt sich die Frage, wann ist es zuviel? Gerne als Cabriolet-SUV zu einem erschwinglichen Preis, wie es Volkswagen für den T-Cross Breeze (noch) verspricht. Dann herrscht zumindest kurzzeitig etwas Abwechslung im überschwemmten SUV-Markt. Irgendwann ist der Markt übersättig von SUVs. Die Studie als solches zeigt nette Ideen, ein paar davon äußerlich, doch viele davon im Innenraum. Hoffentlich wird auch ein passendes Reinigungstuch für die touch-sensitiven Flächen mitgeliefert.

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Fotos: Volkswagen

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