Audi Q2 und Q4 können kommen: Tausch-Geschäft mit FCA

Audi Q2 kommt 2016

Nach langem hin und her hat sich FCA (Fiat Konzern) von Audi Chef Rupert Stadler breitschlagen lassen die Markennamen Q2 und Q4 freizugeben bzw. gegen einen Markennamen des VW Konzern zu tauschen. So darf der neue City-Crossover als Audi Q2, wie geplant auf den Markt kommen. Hinzu kommt, dass jenes TT-Crossover-Concept auch als Coupé-hafter Ableger des neuen Q3 als Audi Q4 auf den Markt kommen wird.

Audi Q2 kommt noch dieses Jahr

Für Audi war dies nun allerhöchste Eisenbahn, denn der Q2 soll noch in diesem Jahr kommen. Der Audi Q2 baut dabei auf dem MQB auf, wird dabei allerdings nicht arg viel größer sein als ein Audi A1 mit fünf Türen. In Form und Farbe muss man sich jenen Audi Q2 in etwa wie einen Mazda CX-3 vorstellen. Der Q1-Name bleibt damit für den Baby-Crossover auf Basis des neuen A1 übrig.

Design des Audi Q2 noch unbekannt

Zum Audi Q2 existiert bisher nur eine skizzenhafte Zeichnung, der Q4 allerdings wurde uns schon als TT Crossover (TT Offroad Concept) präsentiert. Basierend auf dem nächsten Q3 wird dessen Architektur genutzt, um daraus eine Coupé-Silhouette zu generieren. Das ist allerdings nichts, was wir nicht schon von BMW oder Mercedes-Benz gesehen hätten. Zumal Range Rover den Evoque schon seit Jahren so platziert. Hinzukommt, dass Audi sich in diesem Zusammenhang auch die SQ-Namen für alle Modelle, also Q1 bis Q9, gesichert hat.

Audi Q4 - TT Offroad Concept

Was hat FCA vom Tausch-Deal?

Laut Rupert Stadler soll kein Geld von Audi zu FCA oder andersherum geflossen sein. Er sagt aus, dass beide Konzerne etwas gefunden hätten, dass sie gebraucht haben. Es ist davon auszugehen, dass FCA im Gegenzug einen Markennamen aus dem VW Konzern „erhalten“ hat bzw. in Zukunft verwenden darf, den die Italiener schon länger begehren. Audi hat dabei beispielsweise schon 2001 und 2003 italienische Bezeichnung für die Avantissimo und Nuvolari Konzepte genutzt. Das italienische Wort für „vier“, dementsprechend quattro, wird Audi nicht hergeben. Obwohl da auch nur eine Hang-On-Allradlösung der aktuellen Haldex-Generation steckt, wird dieser Markenname als etwas „besonders wertvolles“ gehandelt. Quasi unbezahlbar. Seit 1997 besitzt Audi die Bezeichnung „Duo“, doch das hat kaum Gewicht.

Deutlich interessanter und sehr wahrscheinlich ist der Name „Bora“. Von 1999 bis 2004 hat VW diesen Namen genutzt, um eine auf Golf-Basis gebaute Limousine zu vertreiben. Inzwischen als Jetta im Handel, kann Volkswagen problemlos auf „Bora“ verzichten. Bevor Maserati in eine finanzielle Krise rutschte, wurde „Bora“ an zwei Coupés genutzt. Von 1973 bis 1974, sowie von 1975 bis 1980. Doch durch besagte finanzielle Schwierigkeiten konnten die Namensrechte nicht erneuert werden. Woraufhin es ein leichtes für VW war sich diesen für die Golf-Limousine zu sichern. Mit „Lupo“, italienisch für Wolf, besitzt Volkswagen noch einen weiteren Namen, der für FCA interessant sein könnte.

In der unentgeltlichen Einigung ist verzeichnet, dass FCA weiterhin „Q2“ für das elektronische Differential nutzen darf. „Q4“ hingegen, was zuletzt für den Allradantrieb im Ghibli und Quattroporte stand, wird aktuellen Infos nicht mehr weiter verwendet.

Fotos: Audi

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