Porsche 911: Plug-in Hybrid für den nächsten 911er

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Neben der 911 Turbo Premiere auf der NAIAS gab Chefingenieur Dr. Erhard Mössle bekannt, dass weiterhin am Sechszylinder-Boxermotor festgehalten wird, allerdings auch die Entwicklung in Richtung eines Plug-in Hybrid-Antrieb für den Porsche 911 in Betracht gezogen wird. Ferner macht der Porsche-Ingenieur kein Geheimnis mehr daraus, dass ein Elektro-Sportwagen in der Entwicklung steckt.

Porsche 911: Sechszylinder-Boxer bleibt – Plug-in Hybrid kommt

Die große Herausforderung besteht darin überhaupt alles in die Karosse des Porsche 911 hineinzubekommen. Wenn im Heck weiterhin der Boxermotor mit sechs Zylindern installiert ist, muss erst eine Lösung gefunden werden, wo die Batterie und der Elektromotor Platz finden. Eine solche Veränderung würde allerdings frühestens mit einer ganz neuen Generation möglich werden. Denn aktuell wäre es nicht möglich die Batterie bspw. in den Boden zu packen. Ein zusätzlicher Elektromotor bspw. an der Vorderachse würde zudem den aktuellen vorderen Kofferraum verkleinern. So stellt auch Mössle klar, dass solche Änderungen, wie etwa ein 911 Plug-in Hybrid frühestens mit der nächsten Modellgeneration umgesetzt werden. Eine Patentanmeldung hierfür gibt es seitens des Sportwagenherstellers immerhin schon.

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Kernkompetenz künftiger Performance-Antriebe liegt bei Porsche, nicht Audi

Mössle sieht noch einiges an Potential für den Sechszylinder-Motoren, welcher auch in einem künftigen 911 Plug-in Hybrid der Hauptantrieb sein sollen. Dabei betont er, dass auch in Zukunft die Performance des 911er im Vordergrund stehen würde. Dazu gab Mössle preis, dass die Entwicklung für künftige Hybrid-Performance-Fahrzeuge der VW Gruppe in Zuffenhausen / Weissach vorangetrieben wird. Grund hierfür sei zum einen der 918 Spyder, sowie der Doppelsieg bei den 24-Stunden von Le Mans. Indirekt wird damit natürlich Audi ausgestochen. In Ingolstadt kann man sich so anderen Dingen, wie etwa Infotainment widmen.

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Gegenwart macht Hoffnung für Zukunft des Porsche 911

Mit dem neuen 911 Carrera S hat der Sportwagenhersteller eindrucksvoll bewiesen, dass er auch unter widrigen Umständen noch einen kernigen Sportwagen bauen kann. Der nicht nur deutlich schneller und dynamischer ist als sein Vorgänger, sondern auch dessen typische Charakteristik eines freiatmenden Saugmotors behält. Die absehbare Zukunft, so Mössle, sei auch mit dem Sechszylinder-Boxer bestreitbar. Daran wird in Zuffenhausen und Weissach für den Porsche 911 festgehalten. Für die neuen 718 Modelle ist dies wieder eine andere Geschichte.

Quelle: car&driver

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