CES 2016: VW verfolgt große Ziele mit Studie BUDD-e

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug

Im Rahmen der CES 2016 in Las Vegas hat Volkswagen nicht nur eine Studie in Form des langersehnten „Mircobus“ vorgestellt, sondern auch einen neuen Modularen Baukasten für Elektrofahrzeuge kurz MEB (Modularer Elektrifizierungsbaukasten). Der Volkswagen BUDD-e setzt diese Technik auch ansprechend in Szene, kommt mit einem zukunftswürdigen Elektro-Antrieb, sowie neuen Technologien im Innenraum.

Der BUDD-e baut auf einem elektrischen Allradantrieb auf. Vorne leistet der Elektromotor 100 kW, der hintere gibt sogar 125 kW Leistung ab. Bei einer Batterie, wie in der Studie mit 92,4 kWh, ergibt sich so eine Reichweite von über 530 Kilometer (errechnet). Ferner soll BUDD-e die Vernetzung von Mensch und Maschine durch ein neues HMI (Human-Machine-Interface) verbessern und auf ein neues Level heben.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-4

Mit BUDD-e in die Zukunft fahren

Dabei können per Gestensteuerung nicht nur Elemente im Innenraum gesteuert werden, auch die Türen können per Gestensteuerung geöffnet werden. Dazu lässt sich von unterwegs auch das „Smart Home“ bedienen. Volkswagen selbst spricht beim BUDD-e vom „Reisen um das Jahr 2019 herum“, sodass wir uns ungefähr vorstellen können, wie weit das Concept Car noch von der Wirklichkeit entfernt ist. Ähnlich vieler anderer Elektro-Studien wird also vor 2020 nicht damit zu rechnen sein.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-6

Der Antrieb

Das BUDD-e Concept ist und bleibt ein Concept Car, dennoch gibt es auch hier nähere Leistungsdaten, die primär im Labor existieren und eine theoretische Hochrechnung sind. Die Reichweite der beiden Elektromotoren liegt bei 533 Kilometer (NEFZ), wobei der Allradantrieb vorne ein maximales Drehmoment von 200 Nm, hinten sogar 290 Nm entwickelt. Die beiden E-Maschinen mit 100 kW (vorne) und 125 kW an der Hinterachse reichen also in Theorie mehr als aus, um den BUDD-e zu bewegen. Die 92,4 kWh fassende Batterie ist platzsparend im Boden des BUDD-e untergebracht. Geladen wird diese per Induktion oder Stecker, wobei bei einer Ladeleistung von 150 kW (DC) die Batterie nach etwa 30 Minuten bis zu 80% ihres Füllstandes erreicht haben soll. Mit 180 km/h Vmax kann der BUDD-e mehr als ausreichend schnell fahren und sprintet in sieben Sekunden auf 100 km/h.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-10

Vergleich zur Serie

Im Vergleich zu aktuellen Modellen platziert sich der BUDD-e genau zwischen Multivan T6 und Touran. Denn mit 4.597 mm in der Länge steckt er genau dazwischen, alleridngs ist er mit 1.940 mm etwas breiter als die beiden. Die Heckklappe am Concept Car spendiert der T6, die Schiebetür ebenso. Neu ist dagegen eine Hinterachslenkung, welche den Wendekreis mit 11,5 Meter relativ akzeptabel hält.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-9

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-8

Das neue Human-Machine-Interface

Vorwiegend im Fokus steht beim BUDD-e die Vernetzung mit dem Menschen. So zeigt die Studie einige Neuerungen auf, welche noch etwas auf sich warten lassen werden, uns aber schon heute zeigen, wo die Reise hingeht. Ein Beispiel hierfür wäre die Navigation. Eine 3D-Navigationskarte wird durch zwei Displays projiziert, sodass eine Art „plastische“ Ansicht entsteht. Neben der weiterentwickelten Gestensteuerung könnte man in Zukunft auch mit dem Fahrzeug reden. So wird die Sprachsteuerung über den Befehl „Hello BUDD-e“ gestartet und darauf hin können Eingaben wie „Heizung bitte wärmer“ erfolgen und werden prompt vom Fahrzeug umgesetzt. Dabei kann das Fahrzeug auch die Sitzposition anhand der Stimme erkennen und so etwa nur diesen Bereich der Klimatisierung anpassen.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-5

Der BUDD-e verfügt nicht mehr, wie heute noch üblich, über Außenspiegel, sondern gibt die Sicht via „e-Mirror“ für den Fahrer wieder. Zwei Außenkameras liefern die Bildern und stellt diese auf zwei Panelen dar, auf der Fahrerseite misst dieses 7,9 Zoll, auf der Beifahrerseite 5,9 Zoll. Ein neues Lenkrad wurde der Studie ebenso spendiert, jenes verfügt nur noch über haptisches Feedback und kommt völlig ohne Knöpfe aus. Beim Berühren der Flächen bekommt der Fahrer ein haptisch spürbares „Pre-Sensing“, wodurch er die Funktion lokalisieren kann. Sobald er jetzt die Funktion aktiviert, erhält er ein haptisch nochmals stärkeres Feedback. Visuelles Feedback erfolgt über das Active Info Display.

volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-3 volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-2 volkswagen-budd-e-concept-car-ces-2016-elektrofahrzeug-7

Fotos: Volkswagen

Kommentar verfassen