Neuer Land Rover Discovery in den Startlöchern

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Land Rover bastelt derzeit an der fünften Generation des Land Rover Discovery, der schlussendlich auch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird. Die Veränderungen werden, zumindest aus Sicht der Traditionsmarke, bahnbrechend sein. Eine Vorschau auf das neue Modell gab bereits die Studie Discovery Vision Concept, welche einen niedrigeren, geschmeidigeren Disco zeigte. Mit aufgewertetem Innenraum steht weiterhin der praktische Faktor im Vordergrund.

Im Handel wird der neue Discovery wohl erst gegen Ende des Jahres sein, dann aber auf leichten Füßen. Denn gegenüber der vierten Generation, auf dem Markt seit 2009, wird der neue deutlich abspecken. Dabei wird der neue Disco mit sieben Sitzen die „Krönung“ der Discovery Baureihe sein. Laut Design-Chef Gerry McGovern, soll jene nämlich auf „mindestens drei“ Modelle ausgebaut werden. Da wir bereits den Discovery Sport kennen (Ersatz für den Freelander), fehlt uns da nur ein weiteres Modell. Dabei könnte ein mögliches drittes Modell noch darunter platziert werden, dafür beobachtet Land Rover den noch immer wachsenden SUV-Markt.

Leichtbau

Gebaut wird das neue Modell im Solihull Werk von JLR, wobei der neue Discovery auf eben jener Aluminium-Monocoque-Struktur der Range Rover Palette aufbaut. Alleine dies sollte gegenüber dem aktuellen Leiterrahmen einiges an Gewicht einsparen, sodass das immense Leergewicht von 2.622 Kilogramm ein Ende hat.

Antriebe

Bei den Antrieben wird sich auch etwas tun, hierbei liegt der Fokus wohl fast ausschließlich auf dem 3,0-Liter SDV6 Diesel, welcher beispielsweise auch im Range Rover Sport eingesetzt wird. Dessen Überarbeitung bekommt Priorität, während eventuelle Hybrid-Antriebe bei JLR erst im nächsten Jahrzehnt erwartet werden. Später könnten, wenn es mit dem Leichtbau funktioniert, auch die Ingenium-Vierzylinder-Motoren in den neuen Disco einziehen. Allerdings wird seitens der englischen Medien stark damit gerechnet, dass jene Motorenfamilie weiter ausgebaut wird, sodass auch ein V6 so gut wie sicher scheint.

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Design

Im Hinblick auf die visuelle Aufmachung, will sich Land Rover stark am Concept Car der New York Motor Show orientieren. Ähnlich aussehende Prototypen wurden auch schon gehäuft um das Headquarter abgelichtet. Laut McGovern war die Studie sehr wichtig, denn man wollte zeigen, dass Variabilität für das Fahrzeug enorm wichtig sei, genauso wie man es im Innenraum nutzen können muss. Zusammengefasst soll der neue Disco deutlich sportlicher und moderner werden, dabei aber keinesfalls Einbußen bei den praktischen Faktoren haben. Die Prototypen, welche um Midlands herum gesichtet werden, zeigen bisher nur kleine Veränderungen an Front- und Heckschürze auf. Trotz klarer Trennung, soll der Disco näher an die Range Rover Modelle rücken und das vor allem durch bessere Materialen und den neuen Look – ob man sich damit nicht gerade der (Offroad-) Kundschaft entgegen stellt?

Technik

Weiterhin soll der Discovery natürlich führend bleiben, was die unbefestigten Straßen angeht, doch auch technisch könnte das neueste Modell einige Feinheiten mit auf den Weg bekommen. So könnte ein Laser-System in den Disco einziehen, welches aufgrund der vorliegenden Straßenbedingungen automatisch das Feder-Dämpfer-Setting anpasst, sowie die Bodenfreiheit. Ob die „transparente Motorhaube“ dann schon serienreif ist, bleibt fraglich. Jene würde Bilder von der Kamera an der Frontschürze nehmen und diese auf die Motorhaube projizieren, damit der Fahrer eine bessere Sicht auf die kleinen Dinge des Lebens hat. Die Möglichkeit den Disco via Knopfdruck (von außen) alleine einparken zu lassen, scheint da deutlich wahrscheinlicher.

Foto: Land Rover

Quelle: autocar

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