Wer wird Europa’s Auto des Jahres 2016?

vw-passat-alltrack-larissa-video

Wer folgt dem Peugeot 308 (2014) und dem VW Passat (2015) auf den Thron des Car of the Year Award? Jedes Jahr vergibt eine Jury von „nicht unbedingt Autombil-Journalisten“ den Preis für das Auto des Jahres in Europa. Aus insgesamt 35 Nominierten stehen nun die sieben Finalisten fest, wer davon die besten Chancen hat in einer kurzen Analyse.

European Car of the Year 2016 – Die Finalisten

In alphabetischer Reihenfolge ohne dabei eine Wertung zu implizieren die sieben Finalisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Jury besteht übrigens aus den unterschiedlichsten Journalisten, meistens haben diese mit dem Thema Automobil zu tun, doch aus deutscher Sicht trifft das nicht immer zu. Im letzten Jahr hat beispielsweise auch eine Redakteurin des Kicker Magazin (Fußball), sowie diverse Tageszeitungen wie etwa die FAZ oder Süddeutsche mitentschieden. Bei den Engländern sitzt nur in der Jury, wer sich auch 24/7 mit vier Rädern beschäftigt. Immerhin ist es keine Leserwahl und so annähernd relevant.

Audi A4

Man könnte sagen er ist der Passat 2.0 und hat damit die besten Chancen. Doch statt MQB steckt der MLB darunter, die Ingenieure haben die Mittelklasse-Limousine in ihrer fünften Generation optisch nahezu unverändert ins Rennen geschickt, dafür mit technischer Raffinesse. Der Jury wird es mit Sicherheit gefallen, auch da er sich in den meisten Tests als „hervorragend“ auszeichnete. Ähnlich den Vorjahres-Gewinnern Peugeot 308 und VW Passat wäre dies eine „Publikumsnahe-Lösung“. Fazit: hat Chancen auf eine Top 3 Platzierung.

neuer-audi-a4

BMW 7er

Die automobile Luxus-Klasse von BMW kämpft zweifelsohne ganz vorne mit. Viele technische Neuheiten, eine leichtere Karosse und viel Schnick-Schnack für eine gut betuchte Kundschaft. Wenn es alleine gegen die S-Klasse gehen würde hätte der Bayer die Nase wohl vorne. Doch insgesamt, das zeigt die Historie, werden eher „bezahlbare“ Autos auf das Treppchen gewählt. Fazit: die pure Überlegenheit kostet den BMW 7er den Sieg.

bmw-7er-g12-m-sportpaket-1

Jaguar XE

Jaguar hat sich mit dem XE wieder in die Mittelklasse vorgewagt und vergleicht sich dabei gerne mit dem BMW 3er. Die Vergleiche fallen positiv, wie negativ für die Katze aus. Manchmal gewinnt er gegen den 3er und manchmal verliert der Jaguar XE gegen den Primus. Er ist ein guter, heranwachsender Konkurrent für die deutsche Premium-Klasse, doch für die Jury wird er sich hinter dem Audi A4 anstellen müssen. Fazit: die Konkurrenz ist zu hart für die Katze, da wird es maximal die Top 5 sein.

jaguar-xe-20d-r-sport-testbericht-7232

Mazda MX-5

Der kleine Roadster hat sich bis in die finalen Sieben vorgekämpft. Klatscht in die Hände! Der Mazda MX-5 ist zumindest der emotionalste Teilnehmer des Finales. Doch um Emotionen geht es bei Europa’s Auto des Jahres leider nie. Wenn der Spaß zu Preis Faktor eine Rolle spielen würde, dann wäre der MX-5 die Nummer eins in Europa. Fazit: sicherlich gut für eine Überraschung.

mazda-mx5-nd-sportsline-bilstein-test-2

Opel Astra

Ganz ehrlich, der neue Opel / Vauxhall Astra ist ein extrem heißer Kandidat. 2013 gewann der aktuelle VW Golf 7, da wäre es doch an der Zeit für Opel nun mit dem neuen Astra nachzuziehen. In den ersten Tests hat er sich schon bewiesen und keiner hatte wohl erwartet, dass der neue Opel Astra so gut werden würde. Fazit: kämpft mit um den Sieg – wer das nicht glaubt, liest am besten den Fahrbericht!

opel-astra-k-testbericht-2

Skoda Superb

Das größte Raumangebot zum kleinsten Preis. Der Skoda Superb in der dritten Generation ist der Flottenkönig der Mittelklasse. Der „abgespeckte“ Passat hat zwar nicht ganz so viele technische Raffinessen, wie der Vorjahressieger, dafür zahllose clevere Ideen im Innenraum. Fazit: wenn der Preis höher gewertet wird, verweist der Superb den Audi A4 auf die Plätze.

skoda-superb-dritte-generation-testbericht-6343

Volvo XC90

Das neue Flaggschiff der Schweden, welches Anfang 2015 vorgestellt wurde. Eine Innovation in sich, doch viele ziehen den Audi Q7 vor. Für mich ist es keine große Überraschung, dass der Audi Q7 nicht bei den Finalteilnehmern steckt und dafür der Volvo XC90. Allerdings ist die Konkurrenz im Finale hart. Wahrscheinlich zu hart für den Schweden, dem ähnlich dem BMW der hohe Preis im Weg stehen wird. Er hat ein paar Punkte, wie etwa die dritte Sitzreihe (auch im Plug-in Hybrid), die ihn herausstechen lassen. Doch insgesamt wird er es in diesem Finale sehr schwer haben. Fazit: Die Top 5 sind ihm sicher, alles weitere entscheidet die Jury.

Volvo-xc90-d5-awd-testbericht-4145

Wenn ich gezwungen wäre mich festzulegen, dann wäre es am Ende ein ganz haarscharfes Duell zwischen dem Opel Astra, Skoda Superb und Audi A4. Ich bin kein Fan des Ingolstädters, wohl aber die halbe Jury. Die beiden anderen Modelle bieten zu einem sehr vertretbaren Preis eine Menge Auto an. Nach Punkten wird es wohl spannender denn je. Der Sieger, also das European Car of the Year 2016, wird auf dem Genfer Autosalon 2016 im März gekürt.

Fotos: Audi, BMW

Kommentar verfassen