Porsche baut Elektro-Sportwagen – investiert 700 Millionen Euro

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Der VW Konzern muss eigentlich sparen, doch davon ist bei Porsche nichts zu spüren. Der Aufsichtsrat der Porsche AG hat der „Mission E“ grünes Licht gegeben und damit einer Investition von ca. 700 Millionen Euro zugestimmt. Ferner entstehen durch die Entwicklung des reinen Elektro-Sportwagens über 1.000 neue Arbeitsplätze.

Wo das Geld herkommt ist schnell errechnet. Die Marke Volkswagen hat ihre Investitionen für das nächste Jahr um eine Milliarde Euro zurückgeschraubt. Für Porsche geht es dabei weniger darum Elon Musk und Tesla zu ärgern, sondern man wäre in Zuffenhausen gerne der Vorreiter in puncto Elektro-Sportwagen. Für Porsche sind 2,9 Sekunden auf 100 km/h -Tesla Model S im Ludicrous Mode – demnach überhaupt keine Konkurrenz! Aber auch die Fahrbarkeit soll mit der Mission E auf eine sportliche Stufe getrieben werden. Vom Tesla Model S beispielsweise existieren hunderte Videos der Längsbeschleunigung, doch auf Video festgehaltenen querdynamische Beschleunigungen sind eher selten.

Das Werk in Zuffenhausen wird demnach für den Sportwagen 2.0 ausgebaut. Das Motorenwerk wird vergrößert, eine neue Lackierei, sowie eine eigene Montagehalle neu errichtet. Zudem wird der existierende Karosseriebau vergrößert. Weissach, als Entwicklungszentrum, ist auch von der Investition betroffen.

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Die Mission E auf der IAA in Frankfurt präsentierte sich mit folgenden Eckdaten: 440 kW Spitzenleistung (entspricht 598 PS), vier Einzelsitze und eine Beschleunigung von unter 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Reichweite soll dennoch bei „mehr als 500 Kilometern“ liegen, auch bei sportlicher Fahrweise, so ließ es der damalige Porsche-Chef Matthias Müller verlauten. Deutlich interessanter ist die angestrebte Batterie-Technik, die 800-Volt-Batterie im Bauch des Concept Cars. Basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie soll das Concept Car mittels Schnelllade-Vorrichtung innerhalb von 15 Minuten zu 80% der Kapazität aufgeladen sein. Die Lademöglichkeit per Induktion wurde ebenso präsentiert, ist zum Produktionsstart des zukunftsträchtigen Vehikel aber auch schon überfällig.

„Wir nehmen die Herausforderung der Elektromobilität konsequent an. Auch bei rein batteriebetriebenen Sportwagen bleibt Porsche seiner Philosophie treu und bietet unseren Kunden das sportlichste und technologisch anspruchsvollste Modell im Segment.“ -Porsche-Vorstandsvorsitzender Dr. Oliver Blume

Ob die Technik und damit auch das Elektro-Fahrzeug von Porsche so schnell kommt, wie es noch auf der IAA hieß, bleibt fraglich. Da alleine für konventionelle Fahrzeuge zwischen vier und sieben Jahren entwickelt wird, kann es noch etwas dauern, bis der Porsche durch Zuffenhausen surrt.

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