Mild-Hybrid: Neuer VW Golf mit 48-Volt-System für 2016 geplant?

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Gegen Ende nächsten Jahres soll der neue VW Golf erstmals gezeigt werden. Doch was wird sich tun? Inwieweit trägt die Abgas-Problematik dazu bei, dass ein Umschwung statt finden wird? Geht es nach Insidern, dann wird der neue VW Golf (8.Generation) insbesondere für die USA ordentlich am Antrieb verbessert. Demnach soll der Kompakt-Primus schon Ende nächsten Jahres ein 48-Volt-Hybrid-System an Board haben.

Da hatte der Dieselantrieb in den USA gerade einen kleinen Aufschwung erlebt und auf einmal ist alles wieder zu Nichte gemacht worden. Daher wird mit der 8.Generation Golf direkt ein anderer Weg eingeschlagen, der in den USA vielleicht sogar eher fruchten könnte, als die großen Bemühungen den Diesel-Motor anzupreisen. Durch eine dezente Elektrifizierung auf Basis eines 48 Volt Hybridsystems – schon getestet in Form eines Audi Prototypen – soll der kleine 1.0 TSI Dreizylinder zu „echten“ Verbräuchen von 4,5 bis 4,7 Liter auf 100 Kilometer kommen. Dabei ist wie gesagt nicht der Normverbrauch gemeint, der heute schon darunter liegen sollte, sondern ein fassbarer Wert, der im Alltag so zu verfolgen ist. Gelingen soll dies durch den elektrischen Verdichter, sowie das besagte 48-Volt Netz, welches Energie kurzzeitig speichern und wieder abgeben kann. Die Batterie hierfür sollte eine kostenoptimierte Bleibatterie sein, die mit Energie beispielsweise aus einem Bremsvorgang gespeist werden kann. Dieser Mild-Hybrid wird keine Auflademöglichkeit per Steckdose oder ähnlichem besitzen.

Mit dem im Verhältnis größer dimensionierten Drehstromgenerator wird der Motor unterstützt und kann so „on Demand“ etwas mehr Leistung / Drehmoment liefern. Andersherum funktioniert der Prozess ebenso, dass der Motor den Generator antreibt, der wiederum Energie in der Batterie parkt. Damit können nicht nur die elektronischen Geräte im Auto (Infotainment, Klimaanlage, etc.) angetrieben werden, sondern auch der elektrische Verdichter, wodurch schon früher (und effizienter) mehr Drehmoment zur Verfügung steht. Kurz gesagt kann der 1.0 TSI Dreizylinder damit hinsichtlich seiner Performance und Effizienz optimiert werden, sodass dies nicht nur im Labor zu spüren ist.

Da jene Technik im Verhältnis auch eher günstig ist – kein großer Elektromotor oder Lithium-Ionen-Batterie notwendig – sollte der neue VW Golf (MK8) in dieser Form ähnlich einem modernen EU6-Dieselmotor ausgeschrieben werden. Vielleicht sogar noch etwas günstiger, da VW die klassischen Dieselmotoren jetzt noch mit der AdBlue-Harnstoff-Geschichte ausrüsten muss.

Rendering: RM Design

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