ABT-Date mit dem neuen Audi RS3

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Wie kompensiert man zu viel Gewicht? Ganz klar mit mehr Leistung, die helfen dem Audi RS3 (8V) endlich zu einer konkurrenzfähigen Performance. Statt serienmäßig 367 PS verschafft ABT sportsline dem Hot Hatch über 20% mehr Leistung und das nur durch den Einsatz eines neuen Motorsteuergeräts. Zeit für eine kleine Testfahrt mit dem 430 PS starken ABT RS3.

Das unter „ABT Power New Generation“ vertriebene Steuergerät ist dabei die erste Leistungsstufe, die es für den neuen Audi RS3 (8V) zu erwerben gibt. Denn es soll bald noch die „Power S“ Variante folgen, die dann auch die 300 km/h knacken darf. Technisch würde das die 430 PS Variante wohl auch schon schaffen, diese darf aber nur bis 285 km/h laufen. Was in Zahlen gesprochen noch immer fünf km/h mehr sind, als bei Audi optional möglich. Von der 250 km/h Werksabriegelung ausgegangen ist es natürlich ein deutliches Plus an Vortrieb. Doch, wie wirken sich die nackten Zahlen schlussendlich auf der Straße aus?

Die gut 150 Kilogramm mehr, die der RS3 gegenüber einem Golf R mit sich bringt verschwinden leider nicht einfach. Das Gefühl einen der schwersten, schnellen Kompaktwagen zu bewegen bleibt damit (leider) erhalten. Der zusätzliche Zylinder kann es nicht sein, der für das zusätzliche Gewicht zuständig ist, dennoch verwunderlich bauen doch beide auf dem MQB und der Haldex-5-Kupplung auf. Ist es der „zusätzliche Luxus“, welcher das Leistungsgewicht auf 4,34 kg/PS (Golf R: 4,90 kg/PS) setzt. Einige Vergleichstests schrieben dem Golf R schon eine bessere Performance, als auch eine sportliche Leichtigkeit zu.

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Nach dem ABT-Date steht das Leistungsgewicht (ohne Sonderausstattung) bei 3,70 kg/PS und da ist die Edelstahl-Schalldämpferanlage noch gar nicht mit einberechnet. Den Klang des Fünfenders verändert die 3.990 Euro teure Anlage nur dezent, dafür die Optik extrem. Statt zwei ovalen Blenden, die vier Stummel-Röhren verstecken müssen, glänzen nun vier schwarz verchromte Endrohre mit ABT sportsline Schriftzug am Heck des RS3.

Subjektiv betrachtet bringt das 4.290 Euro teure Steuergerät gerade im Zwischenspurt mehr Dampf in den RS3. Auf der Haben-Seite steht die klar verbessere Leistung von 430 PS (316 kW) bei nun 5.800 bis 6.800 Touren. In der Serie erreicht der 2.5 TFSI (CZGB) seine Leistung von 270 kW bereits bei 5.550 Umdrehungen pro Minute. Beim maximalen Drehmoment bleibt die Leistungskurve unverändert, sie steht eben nur etwas höher im Diagramm. Maximal 530 Newtonmeter (Serie: 465 Nm) wirken bei 1.625 bis 5.550 U/min auf die Kurbelwelle.

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So verbessert sich das Ansprechverhalten im unteren bis mittleren Drehzahlbereich deutlich, der Reihen-Fünfzylinder spurtet besser aus dem Keller heraus und reagiert spontaner auf den Kickdown. Bei idealen Bedingungen spurtet der RS3 nun in 4,1 Sekunden aus der Startbox (mit Launch Control), bei herbstlichem Regenwetter klappt es nicht ganz mit der Bestzeit. An der leicht untersteuernd ausgelegten Karosse ändert das Leistungs-Update leider nichts, dafür müssen weiterhin die 255er Pneus an der Vorderachse aufgezogen werden – oder Audi müsste dem RS3 mal eine Quersperre spendieren.

Lohnt sich also Tuning? Nicht direkt im Sinne einer „Wertsteigerung“ aber im Dienste der Performance-Steigerung. Der Fünfzylinder-Turbomotor spricht im RS3 (8V) von ABT sportsline besser an und lässt erahnen, was die Ingenieure derzeit noch vorbereiten. Im Kampf gegen andere Hot Hatches, wie etwa Civic Type R, Golf R oder auch A45, sieht es durch das ABT-Date besser für den RS3 aus. Wer also einen hat und inzwischen schon unzufrieden ist, sollte einen Besuch in Kempten in Betracht ziehen. Und der Invest lässt sich mit Sicherheit wieder „einfahren“ 😉

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Fotos: ABT sportsline

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