Neuer VW Tiguan: erster Eindruck und Sitzprobe

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Der neue VW Tiguan feierte auf der IAA 2015 seine Weltpremiere, allerdings soll es hier nun nicht um die bis zu 240 PS starken Motoren oder den auf 615 Liter angewachsenen Kofferraum gehen. Sondern um den ersten Eindruck, den das Kompakt-SUV auf der Messe hinterlassen hat. Die Version mit langem Radstand konnte leider noch nicht zur Sitzprobe herhalten, allerdings kommt der Tiguan XL auch erst 2017 in den Handel. Daher vorerst nur einen genaueren Blick auf den neuen VW Tiguan mit fünf Sitzen.

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Die Sitze als solches sind scheinbar ein wichtiger Faktor der Veränderung gewesen. Subjektiv betrachtet sind die fünf Sitze nun weicher gepolstert, was natürlich den Reisekomfort auf allen Sitzplätzen enorm verbessert. Insbesondere die vier äußeren Gestühle laden zu langen Fahrten ein. Der mittlere Sitz im Fond kann auch einen Komfort-Gewinn vorweisen und kann sogar größere Personen beherbergen, da nach oben hin ausreichend Platz vorhanden ist. Drei normalgewachsene Personen sollten hier problemlos sitzen können.

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Die Klapptische sind so aus dem Touran bekannt und gehören wohl zu einem Optionspaket. Insgesamt ist bei den hier gezeigten Modellen wohl etwa mit einem Preis von um die 50.000 Euro zu rechnen. Das Cockpit ist ein Mix aus Golf, Touran und Passat. Soll heißen es kommt beispielsweise das Active Info Display als Option vor, welches so bisher dem Passat vorbehalten war. Ebenso der 2,0-Liter Biturbo Diesel mit 240 PS, damit einher geht auch die Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen. Die offene und vertikale Gestaltung der Mittelkonsole kennen wir so aus dem Touran.

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Dadurch wächst der Innenraum des Tiguan gegenüber dem Vorgänger auch optisch. Laut Datenblatt sind es an jedem Punkt auch ein paar messbare Millimeter mehr. Eigentlich unterscheidet sich die Mittelkonsole nur an einem „dicken Punkt“ vom Touran. Dort findet sich ein kleiner Drehsteller für den 4Motion Allradantrieb. Dabei wird der Elektronik „vermittelt“ – als ob die das nicht selbst wüsste – auf welchem Untergrund sich der Tiguan bewegt.

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Direkt dahinter ein erfreulich riesiges Ablagefach, dass theoretisch für zwei Becher / 0,5-Liter Flaschen oder viel Krims-Krams genutzt werden kann. Per Knopfdruck fahren die zwei Halter für die Flaschen heraus und lassen sich mit relativ geringem Kraftaufwand wieder in die „Parkposition“ drücken. Selbst wenn zwei Flaschen dort hineingesteckt werden, ist noch etwas Platz für beispielsweise eine Tüte voll süßer Leckereien.

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Wer die, in meinen Augen optisch ansprechendere R-Line wählt, der bekommt auch ein dezent verändertes Interieur. Zum einen ersichtlich am Lenkrad, welches eine tiefere Nabe hat und an die R-Modelle erinnern soll – angeblich soll in zwei Jahren das Tiguan R Coupé folgen. Zum anderen an den Sitzbezügen. So ist für die R-Line eine an den Wangen mit Mikrofaser (Alcantara) bezogene Sitzanlage möglich. Jenes Material wirkte im ersten Eindruck allerdings nicht sonderlich hochwertig, doch vielleicht wird da bis zum Marktstart im April 2016 noch nachgebessert. Die großen Ablagen, beispielsweise in den Türen, bleiben dabei natürlich erhalten und werden nicht sportlich (kleiner) dezimiert.

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Der große optische Unterschied zwischen R-Line und Offroad (Optik) Variante ist wohl die Frontschürze. Ähnlich dem GLC trägt die Offroad-Variante unten herum eine Plastik-Verkleidung, die entfernt an einen Kuhfänger erinnert. Die Heckschürze hingegen ist bei beiden Modellen gleich, abgesehen davon, dass die R-Line eine lackierte Schürze besitzt. Der Dachkanten-Spoiler ist bei der R-Line an der Unterseite schwarz lackiert und fällt minimal größer aus.

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Kurz gesagt der neue Tiguan ist eine Verbesserung in jede Richtung und zu bemäkeln gab es bisher wenig. Die Technik, sowohl unter dem Blech, als auch die zu bedienenden Elemente sind alle unlängst bekannt. Alle Knöpfe dort, wo sie in Touran, Passat und Golf auch sitzen. Was sich an der Fahrweise des neuen Tiguan geändert hat, werden wir wohl erst Anfang nächsten Jahres erfahren.

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Noch mehr Bilder des neuen VW Tiguan:

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Text/Fotos: Fabian Meßner

5 Gedanken zu “Neuer VW Tiguan: erster Eindruck und Sitzprobe

  1. Ein sehr schönes Auto! Fahre den Nissan Quashqai und dieses Auto ist mein Traum und ist optisch noch mal eine Nummer schöner! VW Qualität pur!

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