Meine Highlights der IAA 2015

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Noch vor zwei Jahren war die Internationale Automobil Ausstellung ein relativ langweiliges Pflaster: es fehlten die Diamanten, die Schönheiten, kurz gesagt die Highlights. Ganz anderes in diesem Jahr, so wurden unzählige neue Fahrzeuge vorgestellt und darunter nicht nur SUVs. Statt keiner Highlights, wie noch bei der letzten IAA 2013, habe ich nun direkt mehrere nennenswerte Highlights gefunden. Wer will kann sich diese in Frankfurt ab dem 17. September auch selbst näher anschauen. Hier ein erster Blick auf Serienfahrzeuge und Showcars der IAA 2015.

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Zunächst die Franzosen, die seitens Renault Premiere von Talisman und Mégane feiern. Ist es die Neugeburt der Marke? Ich weiß es nicht, in jedem Fall sollten die beiden Modelle der Marke als solches einen Schub verpassen, doch ob es im von deutschen Herstellern geprägten Deutschland reicht, wage ich aktuell noch zu bezweifeln. Dafür müssen die Preise attraktiv (tief) sein. Weiter zu Peugeot, dort wurde das Concept Car Fractal vorgestellt. Ein quasi Überhang-loser Crossover aus Kompaktfahrzeug, Cabrio (teilweise Textil-Bezug am Dach) und Sportwagen.

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Der Innenraum, von einem Rennwagen inspiriert, reduziert sich auf das Wesentliche. Lenkrad, ein paar Knöpfe und zwei ordentliche Sitze. Auf der Rückbank findet sich auch etwas, wie Sitze, allerdings will hier sicherlich keiner sitzen. Das Design ist interessant und aufregend zugleich. Gefühlt das zehnte Mal zeigt Peugeot eine sportliche Studie, obwohl beispielsweise der RCZ dem Sparkurs zum Opfer fallen wird. Vielleicht ist am Ende doch noch nicht alles entschieden und wir bekommen wieder ein sportliches Coupé aus Frankreich.

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Von Frankreich einen großen Sprung zu Skoda. Die Tschechen haben ganz unscheinbar und fast schon etwas heimlich den Superb Combi vorgestellt. Allerdings nicht so, wie wir ihn bereits gefahren sind. Nein 15 mm tiefer, mit satten schwarzen Felgen und RS-Sitzen. Der Superb Sport Line bringt doch endlich, zumindest optisch, den RS-Touch in die Mittelklasse. Zwar ändert sich an der Leistung nichts, doch die sportlichen Sitze aus dem Octavia RS können sich auch im Superb sehen lassen.

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Alleine schon aufgrund der bescheidenen Präsentation ist der Superb Sport-Line ein Highlight für mich. Nicht zuletzt, weil ich mir gut vorstellen kann, dass sich einige ein solches Auto erhofft hatten. Auch wenn gerne ein Allradantrieb mit 300 PS unter dem Blech auf uns warten könnte. Immerhin gibt es für die Limousine mit der kleinen, schwarzen Abrisskante ein kleines Bonbon.

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Vielleicht die wichtigste Neuerung auf der IAA 2015 überhaupt, könnte die zweite Generation des VW Tiguan sein. Technisch ein Mix aus VW Golf und Passat werden dem Kompakt-SUV die Motoren mit bis zu 240 PS, sowie leichtere Bauteile aus dem MQB zu Teil. Der 4Motion Allradantrieb, der sich per kleinem Drehrad auch situationsbezogen einstellen lässt, ist keine Neuerfindung aus Wolfsburg, dafür das Design des Tiguan 2.0.

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Revolution statt Evolution ist hier endlich das Thema. Aus rund wird eckig, aus verspielt wird ernst. Die Krönung findet sich dann in der R-Line, welche selbst das SUV als solches aufs Korn nimmt. Ein tiefer gelegter, bulliger, aggressiver Tiguan, der zwar noch immer mit Allrad zu bekommen ist, dafür mit weniger Bodenfreiheit.

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Doch er ist ein echter Hingucker und nicht nur aufgrund der R-Line Details, wie den größeren Lufteinlässen und dem dadurch verstärkten bösen Blick. Nein auch wegen der generellen Formveränderung ist der neue Tiguan ein Highlight, wenn nicht sogar das Highlight für das SUV-Land Deutschland.

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Sei es die stark ausgeprägte Sicke (offiziell als Tornado-Linie bezeichnet), die sich an der Seite bis zum vorderen Radlauf zieht oder vielleicht doch, die kräftig gezeichnete Motorhaube mit zwei „Streben“. Mehr dazu in kürze im einen weiteren Bericht über den Tiguan.

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Aus Stuttgart kommen gleich mehrere Highlights. Das S-Klasse Cabrio ist mit Sicherheit ein Highlight für diejenigen mit dem dicken Geldbeutel. Für die Normalsterblichen ist der „eher“ bezahlbare Mercedes-AMG C63 in der Coupé Variante der Dampfhammer to have. Es ist schwerer als das M4 Coupé, es ist aber auch schön anzusehen und das auch ohne AMG-Teile. Schick und elegant zeigt sich das C-Klasse Coupé und daneben wartet das C63 Coupé nur darauf, dass endlich einer den Schlüssel rumdreht.

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Das Concept IAA ist wahrscheinlich zukunftsweisend, allerdings optisch eine eher schwer zu verdauende Kost. Mal sehen, wie viel Gorden Wagener davon in künftige Serienmodelle überträgt. Auch nach dem ersten echten Eindruck hoffe ich doch, es wird mehr CLA/CLS als das, was wir dort auf der IAA sehen.

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Gorden Wagener am ausgefahrenen Heck des Concept IAA

Das Beste zum Schluss – hört man in Untertürkheim sicherlich nicht allzu gerne. Doch das überraschende „bäm“ Modell kommt aus Zuffenhausen. Nein nicht der neue 911 Carrera, der muss erst noch technisch beweisen, was der neue Motor kann. Ich rede von der Porsche Mission E: ein Concept Car, welches mit seinem Antrieb in weit entfernten Galaxien spielt. Porsche hat den Elektro-Sportwagen schlechthin präsentiert, doch genau überlegt, wird dies nicht morgen oder übermorgen passieren.

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Die Batterie-Technologie (800 Volt Batterie und 15 Minuten-Aufladung), die Porsche sich für den Sportwagen mit reinem Elektroantrieb vorstellt, ist noch in weit von der (bezahlbaren) Serienreife entfernt. Aber: das Design ist doch wohl mal der Hammer, oder nicht? Eine flache Flunder, die im weitesten Sinne an den Panamera erinnert, dabei aber eine völlig neue Formsprache mit sich bringt.

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Eine klare und reine Front, welche nur minimal von Kühlschlitzen gezeichnet ist. Sonst gibt es keine Verspieltheit oder Anekdoten an die aktuelle Baureihe. Ein von Aerodynamik getriebenes Concept Car mit einem klaren Heckabschluss mit breit darauf rankendem Porsche Logo und einer komplett mit links nach rechts durchlaufenden Lichtleiste. So kann Porsche problemlos in die Zukunft stromen!

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Text/Fotos: Fabian Meßner

3 Gedanken zu “Meine Highlights der IAA 2015

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