The Transporter: Mercedes-AMG C63 S T-Modell

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Wenn Jason Statham damals schon gewusst hätte, dass neben BMW 7er und Audi A8, der perfekte fahrbare Untersatz mit ordentlich Dampf und viel Platz ein Kombi gewesen wäre, dann wäre die Filmreihe „The Transporter“ wohl anders verlaufen. Mit jenem Mercedes-AMG C63 S T-Modell hätte man die Drifts und Burnouts nicht einmal faken müssen, denn hier greifen 510 böswillige Pferde die Hinterreifen an. Und zwar nur die Hinterräder! Brutaler und schneller, kann man das Paket nicht abliefern!

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Das Herzstück der M177, ist fast baugleich mit dem M178, der im Mercedes-AMG GT seine Arbeit verrichtet. Einziger Unterschied die Nasssumpfschmierung gegenüber dem Trockensumpf im AMG GT. Ein Motor aus einem Sportwagen in einen Kombi verpflanzt! Das ist der Fluchtwagen, der später auch nicht mehr im Getümmel auffällt. Allerdings müsste man der Abgasanlage des 4,0-Liter V8 Biturbo da vielleicht noch einen Dämpfer verpassen, ansonsten werden die Cops doch wieder hellhörig.

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Damit das Paket auch nicht verrutscht, kann es im Kofferraum festgezurrt werden, Fahrer und Beifahrer werden von Performance-Sitzen im Sattel gehalten. Die Michelin Pilot Super Sport Pneus sorgen auf Temperatur weniger für qualmende Socken, sondern für Grip, sodass der Durchschnitts-Cop mit seiner Kiste überhaupt keine Chance mehr hat. Um diesen „harmlosen“ Kombi aufzuhalten, müssten die Cops schon mit einem E63 AMG aufrüsten!

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Zugegeben, wer genauer hinschaut, der wird den „harmlosen“ Kombi schnell enttarnen. Mit den roten Backen hinter den 19 Zöllern fällt dem durchschnittlichen Ticket-Schreiber doch auf, dass hier etwas nicht stimmt. Direkt vor einer Bank geparkt sieht es mit der tiefen Schnauze nicht so aus, als ob Mutti hier gerade ein Sparbuch für ihre Kids eröffnet. Und der Blick ans Heck verrät, was schon gemunkelt wurde, nicht nur das hier die Bezeichnung AMG blitzt und blinkt, sondern auch ein Kürzel, das einst auf dem Hubraum hinwies. Wer so clever ist und die Kennzeichnung abnimmt, der kann dennoch nicht die vier AMG-Endrohre verstecken. Aber sei es drum, Tickets kümmern damit ohnehin nicht, die gehören zur Tagesordnung. Wer knapp 900 Euro übrig hat, der kann sich den Kombi auch auf 280 km/h entriegeln lassen. Wer noch mehr braucht, der muss selbst in die Trickkiste greifen – allerdings gibt es dann keinen einfachen Umtausch mehr, denn die Garantie verfällt.

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Wenn die Crew eingestiegen ist muss es schnell gehen, denn schon beim ersten Zündfunken, dreht der Motor kurz hoch und lässt die Mukkies durch die aufgepimpte Abgasanlage spielen. Spätestens jetzt hat das Parkhörnchen schon die 110 auf der Kurzwahl gewählt und die Kollegen aus der Mittagspause geholt. Mit 4,1 Sekunden auf 100 km/h ist der Kombi vollgepackt schneller weg, als der Herr sich das Kennzeichen notieren konnte. Mit knallenden Explosionen und der V8-Symphonie verabschiedet sich das T-Modell von der Bank und bedankt sich für Taschen voll Geld. Nun aber schnell aus der Stadt, der absolute Todfeind des V8 Biturbo, denn Stopp&Go Verkehr heizt nur unnötig auf, ohne erkennbare Erfolge.

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Drum schnellstmöglich auf die kurvige Landstraße, hier kann der Kombi auch vollbeladen noch seine Grip-Vorteile ausspielen. Auf Temperatur beißen sich die Michelin Sportreifen in den Asphalt und sorgen für nicht endenden Vortrieb. Auch in den Kurven hängt der Kombi nicht im Gegenverkehr, sondern klebt auf seiner Spur, während die blickenden Lichter im Rückspiegel immer kleiner werden und nach Lalülala nur noch der eigene atemberaubende Motor zu hören ist.

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Einen Teil der Beute verleibt sich der C63 S direkt auch ein, denn mit nur 8,6 l/100km bewegt er sich nur in den feuchten Träumen der CO2-Beauftragten aus dem EU-Parlament. Zum anschließenden Tankstopp und der Fahrt in den Unterschlupf muss der Kombi nicht umgespritzt werden oder gar andere Nummernschilder verpasst bekommen, ein gefühlvoller Gasfuß reicht aus, um mit dem Mercedes-AMG C63 S T-Modell in der Masse unterzutauchen.

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Und falls die Cops doch wieder die Fährte aufnehmen, reicht der kurze Griff zum Dynamic-Schalter. Drei Mal wippen und schon wechselt der unscheinbare Kombi aus Comfort in den tief wummernden Race-Mode. And the Race is back on! Kurzum nicht nur das perfekte allzeitbereite Fluchtauto für Jason Statham, sondern für auch für jeden, der am Wochenende an die Familienentscheidung „Schwiegermutter-Besuch“ gebunden ist und dort angekommen sich schnell zum Ausflug auf die Rennstrecke wegstiehlt.

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Mercedes-AMG C 63 S T-Modell

V8-Biturbo (längs) 3.982 cm³
510 PS bei 5.500 – 6.250 U/min
700 Nm bei 1.750 – 4.500 U/min
4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h
VMax 280 km/h (elektr. Abgeregelt)
Kombinierter Verbrauch 8,6 l/100km (CO2: 200 g/km)
Testverbrauch 10,7 – 15,7 l/100km
Modellgrundpreis 86.037,00 Euro
Testwagenpreis 109.569,25 Euro

Text/Fotos: Fabian Meßner

13 Gedanken zu “The Transporter: Mercedes-AMG C63 S T-Modell

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