Neuer Kia Optima: Ambitioniert auch als Plug-in Hybrid

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Im letzten Jahr konnte Kia die Mittelklasse-Limousine Optima weltweit 300.000 Mal verkaufen, in Deutschland waren es mit 374 Einheiten über das ganze Jahr 2014 eine eher überschaubare Zahl von Neuwagen. Das sind cee’d und Sportage mit fünfstelligen Verkaufszahlen deutlich erfolgreicher, dennoch will es der koreanische Autobauer mit dem neuen Kia Optima nochmal versuchen, setzt dabei auf einen Dieselmotor, sowie einen Benziner. Später soll noch, und hier wird es deutlich interessanter, ein Plug-in Hybrid folgen.

Warum wird es da interessanter, wenn Kia hier mit dem Elektro-Antrieb punkten kann, dann könnte man sogar deutsche Premium-Hersteller ausstechen, da die noch immer dem Zeitalter hinterherhinken. Beispielsweise ein Plug-in Hybrid, der einen Diesel- oder Benzinmotor als Basisantrieb nutz und dann mit der Batterie-Technik einen rein elektrische Reichweite von 60 bis 80 Kilometer überbrücken kann, könnte dem Optima einen Wettbewerbsvorteil bringen. Warum? Ganz einfach, der Preis wird ohnehin – egal wie teuer er wird – attraktiver sein als beispielsweise ein Audi A4 oder BMW 3er Plug-in Hybrid. Der aktuell noch vorläufige Wert von 2,1 l/100km und 49 Gramm CO2 pro Kilometer bremst die Vorfreude auf den Plug-in Hybrid allerdings, denn unter diesen Bedingungen wird er auch nicht mehr können, als die anderen.

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Zum Marktstart im vierten Quartal 2015 steht zunächst der überarbeitete 1,7-Liter Turbodiesel mit 141 PS und einem Drehmoment von 340 Nm, sowie ein 2,0-Liter Benziner mit 163 PS zur Wahl. Die CO2-Emissionen des 1.7 CRDi konnten von 128 auf 110 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Angeblich nun mit erhöhter Laufruhe und besserem Ansprechverhalten als zuvor. Der Turbolader mit variabler Turbinengeometrie sorgt durch einen neuen, elektronisch gesteuerter Aktuator für eine wirkungsvollere Motoraufladung. Das maximale Drehmoment steht so zwischen 1.750 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Das eigens entwickelte 7-Gang-DCT steht mit der Modellüberarbeitung auch dem Optima mit 1.7 CRDi Motor zur Verfügung, nur für den Diesel wird auch das adaptive Fahrwerk angeboten. Standardmäßig werden die Triebwerke mit einer Sechsgang-Handschaltung ausgeliefert.

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In der Länge misst die Limousine des D-Segment nun zehn Millimeter mehr und wächst damit auf 4.855 mm an, in der Breite sind es sogar 30 mm mehr als zuvor, sodass die Limousine ohne Außenspiegel 1.860 mm misst. Dominiert wird die Front natürlich von der „Tigernase“, allerdings fallen auch die seitlichen Lufteinlässe – ob Fake oder nicht sei mal dahingestellt – auf. Diese werden noch in der Mitte durch eine kleine Finne aufgetrennt, fast schon ein wenig Sportwagen-Look. Die Silhouette bleibt fast unverändert, während das Heck durch die neuen LED-Rückleuchten in die Breite gezogen wird. Jene ziehen sich auch noch in die seitliche Karossiere hinein und verleihen dem Heckabschluss mehr Schwung.

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Das Platzangebot ist entsprechend der vergrößerten Karosserie angewachsen, kann allerdings beispielsweise nicht gegen einen Skoda Superb auftrumpfen, auch wenn der Kofferraum nun 510 Liter schluckt. Dafür ist die induktive Ladestation (inkl. Überhitzungsschutz) für Smartphones (Ladeleistung 5 Watt) (festeingebaut, serienmäßig) ein cleverer Bestandteil des überarbeiteten Innenraums. Optional können die serienmäßigen sechs Lautsprecher gegen ein zehn Lautsprecher starkes JBL-Soundsystem mit 590 Watt ausgetauscht werden.

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Nicht nur, dass Kia einen Plug-in Hybrid plant, auch eine „sportliche Motorisierung“ sowie eine weitere Karossiere-Variante seien geplant. So soll eine dem Sportspace ähnliche Kombi-Form folgen.

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Fotos: Kia

2 Gedanken zu “Neuer Kia Optima: Ambitioniert auch als Plug-in Hybrid

  1. Ich will ja nicht meckern, aber welcher Plug-in schafft 80 Kilometer elekrische Reichweite? Ich tippe mal auf rund 50 km, das wäre derzeit die Norm. Im Vergleich mit dem Passat GTE vielleicht sogar weniger. VW schafft angeblich 1,6 l/100 km weil halt 50 km elektrisch (verkauft das übrigens ab 44.000 Euro). In der Praxis schaut das dann sowieso anders aus, spätestens nach den ersten 100 Kilometer bei dann leerem Akku 🙂

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