Vergleich: BMW 4er Coupé oder Mercedes-Benz C-Coupé

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Vor kurzem wurde endlich nach langem Warten das neue Mercedes-Benz C-Klasse Coupé vorgestellt. Es tritt direkt mit dem BMW 4er Coupé in Konkurrenz, denn auch hier gibt es diverse Derivate, wie etwa ein Cabriolet oder die M-Variante mit enorm viel Power. Jene sogar als Cabriolet, bei Mercedes allerdings wird es das Coupé von AMG wohl nur geschlossen geben. Zeit für einen ersten Vergleich der beiden Premium-Coupés.

Warum fehlt hier das Audi A5 Coupé. Naja nicht nur, dass es etwas in die Jahre gekommen ist, auch der scheidende RS5 spielt hier kaum eine Rolle, da nicht wirklich bekannt ist, ob er weitergeführt wird. Ferner sollte demnächst auf Basis des Audi A4 eine Neuauflage des Coupés folgen, die keine großen Überraschungen bereithält. Zurück zum Kampf zwischen Stuttgart und München. Preislich geben sich die beiden rein gar nichts. Das 4er Coupé startet bei knapp 36.000 Euro, während der noch aktuelle C204 zu knapp 34.000 Euro verkauft wird, sollte das neue C-Klasse Coupé den preislichen Unterschied wohl „vernichten“.

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Das Interieur ist BMW-typisch leicht auf den Fahrer ausgerichtet, selbst der Beifahrer hat hier kaum noch etwas zu melden. Anders dagegen bei Mercedes, hier darf der Beifahrer auch noch den Dreh-Drück-Steller bedienen und einen Blick auf den Bildschirm werfen. Bei BMW ist dieser zwar hinter den fahrrelevanten Bedienelementen, wie etwa Handbremse, Fahrerlebnis-Schalter und Schaltknauf angeordnet, dennoch richtet er sich visuell eher an den Fahrer. Generell betrachtet wirkt der Innenraum des C-Coupé mehr dem Jahr 2015 zugeschrieben, während BMW noch immer in die Zeit zurück hängt, was die optische Aufarbeitung von Lüftungsdüsen, Schaltern und Hebeln betrifft.

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Ob man besser mit dem Comand Online System oder BMW’s iDrive zu Rande kommt, ist wohl eine Sache der Einstellung. Nach ein wenig Übung gelingt es meist mit beiden Systemen sein Ziel zu finden. Allerdings bietet BMW nach aktuellem Stand mehr Vernetzung an, sei es durch den Concierge Service oder die Möglichkeit im Internet zu surfen (ohne sein Smartphone als Router zu benutzen). Auf der anderen Seite bietet das C-Klasse Coupé für den Komfort-Anspruch auch eine Luftfederung, bei BMW gibt es maximal eine adaptive Dämpfer-Verstellung. Ist eben ein sportliches und kein komfortables Fahrzeug. Kurz gesagt, wer etwas sportliches will greift zum 4er Coupé, wer Komfort möchte zum C-Coupé.

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Spannend wird wohl der Kampf BMW M4 Coupé gegen das Mercedes-AMG C63 S Coupé. Es treffen 431 PS (550 Nm) aus einem Reihensechszylinder Biturbo auf einen V8-Motor mit innenliegender Biturbo-Aufladung, der 510 PS (700 Nm) leistet. Fahrdynamisch konnte München bisher jedem Vergleich strotzen, doch Affalterbach hat aufgeholt. In diversen Vergleich der Limousinen (M3 F80 vs. C63 W205) ging Mercedes-AMG mehr oder weniger siegreich vom Platz. Der M3 als roh, unverfälscht, pur und herausfordernder beschrieben, musste sich nicht nur einmal gegen den allgemein tauglicheren, im Alltag verträglicheren C 63 geschlagen geben. Wie aber endet dieses Duell bei den Coupés, denn wirklich „Alltagstauglich“ muss diese Art von Karosserie ohnehin nie sein. Hier zählt nur die Sportlichkeit, kann da etwa der M4 mit seinem ausgeklügelten, auf der Straße klebenden Fahrwerk die Krone in München halten?

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Da sich in dieser Kategorie ohnehin keiner wegen dem Preis für ein Auto entscheidet noch ein kurzer Blick auf das Design. BMW setzt bewusst auf Sportlichkeit, die neben der Coupé-Form als solches noch durch aufgeklebte Luftauslässe hinter dem vorderen Radlauf verstärkt wird. Mercedes (hier in der AMG Line) ist primär am prägnanten Auftritt interessiert. Gleich von vorne herein blitzt der Stern markant hervor. Bei BMW haben die Fondpassagiere einen besseren Blick nach draußen, da die Seitenfenster deutlich größer ausfallen als beim Stuttgarter.

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Das Heck ist in München quasi baugleich mit der Limousine, also breit und hebt sich nicht besonders ab. Stuttgart hingegen spendiert den Coupés völlig eigene Heckpartien, die sich schon am S-Klasse Coupé abzeichnete. Dadurch bekommt das C-Coupé einen runden Abschluss, während das 4er Coupé in gewissen Perspektiven seine Eigenständigkeit völlig aufgibt.

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Eine endgültige Meinung zum Design des neuen C-Coupé möchte und werde ich mir erst auf der IAA bilden. Solange ist es eng im Kampf der Premium-Coupés, allerdings muss ich ganz ehrlich zugeben, dass erst die Sport / M Sport bzw. AMG Ausführung wirklich einen guten optischen Eindruck hinterlassen. Und an die Performance des M4 muss die AMG Version erst noch herankommen und sich beweisen.

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Seine ganz eigene Meinung gibt auch Jens zum C-Coupé preis.

Fotos: Mercedes-Benz (C-Klasse Coupé C205), BMW (4er Coupé F32)

3 Gedanken zu “Vergleich: BMW 4er Coupé oder Mercedes-Benz C-Coupé

  1. ich finde den benz erheblich interessanter als den bmw. obwohl die sich laut der meisten reviews nicht so viel nehmen, finde ich das Fahrerlebnis im Mercedes angenehmer. besonders die bedienbarkeit der Elemente ist dort besser!

  2. Pingback: Am 17. August 2015 gefunden … | wABss

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