2016 Porsche 911 Facelift (991.2): Bilder und neue Motor-Details

2016 Porsche 911 Carrera coupe und cabriolets

Wenn Autohersteller heutzutage ein Facelift vorstellen – etwa drei bis vier Jahre nach der Modellvorstellung – dann ist dies nur schwer zu erkennen. Porsche ist wohl der einzige Hersteller, der bei einem mildem Facelift, einfach alles umstellt. Die gesamte Porsche 911 Palette kommt auf der IAA 2015 im September nur noch mit Turbo-Motoren und nun zeigen die Zuffenhausener detaillierte Einblicke in die Entwicklungsfahrten der neuen Triebwerke.

2016 Porsche 911 Carrera

Die noch abgeklebten Front- und Heckscheinwerfer werden wohl noch genauso überarbeitet werden, wie auch die Lufteinlässe, sowie Luftauslässe. Größte aktuell ersichtliche Neuerung ist der neue Auspuff, der beim 911 Carrera nun mehr in die Mitte gerückt ist, sodass die zwei Auspuffrohre fast so nah beisammen liegen, wie beim Boxster oder Cayman. Nur der 911 GT3 und GT3 RS werden ihrem aktuellen Saugmotoren noch für eine Generation treu bleiben, so heißt es inzwischen auch offiziell aus Zuffenhausen. Alle anderen 911er werden mit kleineren Motoren und Turboladern ausgestattet.

2016 Porsche 911 Carrera cabriolet

Sowohl der bekannte 3,4-Liter Boxer, als auch der 3,8-Liter Boxermotor werden in ihrem Hubraum deutlich verkleinert werden, während die Leistung aber im Vergleich zur aktuellen 991 Baureihe um 20 bis 30 PS steigen soll. Am Interieur hat sich neben dem vom 918 Spyder inspirierten Lenkrad wenig getan, es heißt, das Infotainment-System soll vom aktuellen Cayenne kommen. An jenem Lenkrad findet sich auch ein kleiner Schalter für diverse Drive-Modes. Darüber hinaus werden der der Carrera S auch mit Allradlenkung bzw. Hinterachslenkung, wie schon vom GT3 und Turbo, bekannt ausgestattet werden.

2016 Porsche 911 Carrera cabriolet

2016 Porsche 911 Carrera

Gerüchten nach soll der aktuelle Basis-911er (aktuell: 3,4-Liter Sechszylinder-Boxer mit 350 PS) mit einem 3,0-Liter Sechszylinder Boxer ausgestattet werden, der dann 370 PS bei 6.500 U/min leisten soll. Viele werden wohl nun jetzt schon den hochdrehenden (im Basis Carrera immerhin 350 PS bei 7.400 U/min) Motor vermissen. Der 911 Carrera S des 991.2 Facelift soll etwa 420 PS leisten und ein Drehmoment von 500 Nm bereits bei 1.700 U/min entwickeln. Gegenüber dem aktuellen 991 ist das für den im September erwarteten 991.2 (interne Bezeichnung) eine Steigerung um 20 PS bzw. ein höheres Drehmoment von 60 Nm.

2016 Porsche 911 Carrera coupes and cabriolets

Laut den Ingenieuren soll der typische Porsche Charakter nicht verloren gehen und sich durch das über das gesamte Drehzahlband verteilte Drehmoment sogar noch etwas potenter erscheinen. Angeblich sollen die Motoren trotz Turbolader (es wäre also nicht nötig) noch bis 7.500 Touren hochdrehen. Mit 4,2 Sekunden bzw. glatten vier Sekunden auf 100 km/h sollen die neuen Carrera Modelle natürlich auch schneller auf die 100 km/h sprinten. Am Topspeed von 290 bzw. 304 km/h soll sich mit den neuen Modellen jedoch nichts verändern.

2016 Porsche 911 Carrera

Die Porsche Exklusive Abteilung soll noch ein kleines Tuning-Kit bereithalten, welches die Leistung auf 450 PS anhebt – damit liegt der 991.2 nur exakt 70 PS unter dem noch aktuellen 911 Turbo. Noch ist bezüglich des Verbrauchs nichts offiziell bekannt, der Normverbrauch soll allerdings auf etwa 6,2 l/100km schrumpfen. Das dieser nur in der Norm bestätigt wird und im echten Leben wohl höher sein wird als mit dem noch aktuellen 991-Modell, dass wissen wohl die meisten. Statt dem bisher dezenten Soundsymposer (den Porsche erstmals im Panamera verwendete) wird dieser mit den neuen Turbomotoren wohl noch etwas deutlicher den Sound in den Innenraum tragen.

2016 Porsche 911 Carrera cabriolet

An der Front ist nicht nur schon der kleine aktive Splitter (vom Turbo / Turbo S bekannt) zu sehen, sondern es wird auch noch ein kleiner „Lift“ angeboten werden, der die Front um bis zu 50 mm (bspw. für Bordsteine etc.) anhebt.

2016 Porsche 911 Carrera

Die neuen Vierzylinder im Porsche Boxster / Cayman, welche aktuell auch getestet werden, sollen nicht für den 991.2 eingesetzt werden. Allerdings schickte Porsche-Chef Müller schon voraus, dass diese wohl für das ganz neue Modell Ende 2018 auch im 911er eingesetzt werden.

2016 Porsche 911 Carrera

2016 Porsche 911 Carrera

2016 Porsche 911 Carrera

Fotos: Porsche

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