Erste Fahrt im neuen Volvo V60 Cross Country

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Seit 1997 gibt es den großen Kombi auf Stelzen. Den Volvo V70 Cross Country, der inzwischen auch schon umbenannt wurde und 2016 wieder ein „Rebranding“ als V90 Cross Country erfahren wird. Neu ist, dass Volvo diese krosse Kombi-Variante nun auch dem Volvo V60 als V60 Cross Country gönnt. Mit insgesamt 201 mm Bodenfreiheit ist der 6,5 Zentimeter höhergelegen, als ein normaler Volvo V60. Wir waren unterwegs, um uns einen Eindruck vom taffen Schweden zu machen.

Die zusätzliche Bodenfreiheit ist eigentlich auch schon alles, was man über den neuen Volvo wissen muss. Zwar hat Volvo dem V60 Cross Country auch ein völlig neues Fahrwerk spendiert, doch den durchschnittlichen Kunden wird dies wenig interessieren. Auf der Fahrt sowohl auf fester, als auch unbefestigter Straße macht sich dies dennoch schnell bemerkbar. Trotz mehr zirkulierender Luft unter dem Fahrgastraum, schwankt der V60 CC nicht wie ein labbriges SUV.

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Keinesfalls sportlich, aber auch nicht gefährlich wankend präsentiert sich der neue Schwede auf der Autobahn. Im leichten Gelände wirkt er gar etwas hart und das noch, obwohl die serienmäßigen 18 Zöller mit höherem Profil aufgezogen sind. Optional werden auch 19 Zoll Felgen angeboten, diese sehen schicker aus, eignen sich allerdings schon weniger für Schlaglöcher und Co.

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Die Veränderungen im Innenraum sind genauso überschaubar, wie die zusätzliche Höhe. Braune Ziernähte an den Ledersitzen und der Innenraum-Verkleidung sollen auf den „dezenten“ Offroad-Touch aufmerksam machen. Dass Volvo hier keinen Offroader geschaffen hat, weiß man, daher wundert es auch nicht, dass die einzige Allradvariante der alte Fünfzylinder-Diesel ist. Weitere Allradvarianten sind auch mit der kompletten Umstellung auf die Drive-E Generation nicht geplant. Es empfiehlt sich beim Kauf der Weg hin zum neuen D4 Dieselmotor mit Biturbo-Aufladung und 190 PS Leistung (400 Nm Drehmoment).

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Der gefahrene D3 Diesel (Mono-Turbo), ist durstig und mit der Leistung von 150 PS auch nicht wirklich ausreichend dimensioniert, um die 1,8 Tonnen standesgemäß zu bewegen. Zudem ist der neue D4 weitaus sanfter, kultivierter im Antritt und gepaart mit der 8-Gang-Autmatik ein sanfter Schalter. Im D3 ruckelt es dahingegen öfters, auch weil der kleine Diesel ein geringes Drehmoment Defizit aufweist.

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Die Vorteile gegenüber einem SUV liegen klar auf der Hand. Keine Kompromisse! Mit der Bodenfreiheit von 201 mm weist der V60 Cross Country mehr auf, als manches Lifestyle-Fahrzeug. Zudem ermöglicht die gleichbleibende Kombi-Form des V60 eine große Ladefähigkeit. Die signifikante Veränderung ist durch die Erhöhung um 6,5 Zentimeter erhabenere Sitzposition. Ideal für Menschen, die sich dem SUV-Wahn verweigern, dennoch gerne höher sitzen möchten.

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Der Preisunterschied zum gewöhnlichen V60 beträgt circa 2.000 Euro. Damit müssen für den V60 Cross Country in der Ausstattung Kinetic mit der etwas schwachen Dieselmotorisierungen D3 mindestens 36.350 Euro bereit gestellt werden. Empfehlenswert in meinen Augen ist der V60 Cross Country D4 Kinetic mit einem Basispreis von 39.050 Euro, der kann dann nach Belieben noch ausstaffiert werden.

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Auch neu ist in dieser Form übrigens der Volvo S60 Cross Country. Die Limousine ist die erste ihrer Art, wird aber wohl kaum in Deutschland zu sehen sein. Nur als D4 und D4 AWD angeboten, setzt der Hersteller hierzulande eher auf den Kombi. Obwohl die Limousine für gewisse „Randgruppen“ auch ihre Anti-SUV Vorteile hat.

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Mehr zum normalen Volvo V60 im Fahrbericht. Oder auch zum Volvo V60 T6, sowie der S60 Limousine.

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Text/Fotos: Fabian Meßner

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