Bridgestone führt beim Deutschland-Grand Prix der MotoGP den asymmetrischen Vorderreifen ein

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Mit zehn Linkskurven und lediglich drei Rechtskurven ist der Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring eine wahrliche Herausforderung, nicht nur die Fahrer, sondern vor allem für die linke Reifenschulter. Dieser hochanspruchsvolle Kurs ist Grund für die Einführung eines asymmetrischen Vorderreifen vom Reifenpartner Bridgestone, der dieses Ungleichgewicht bestmöglich begradigen soll.

Um den Spagat zwischen Warm-Up-Performance, Bremsen und Kurvenstabilität zu meistern, wird auf einigen Bikes bei der MotoGP ein Vorderreifen mit einem hell-blauen Strich zu erkennen sein. Dieser Reifen wird zusätzlich neben dem weichen und mittelharten Pneu für alle Teams inklusive der Open-Klasse zur Wahl stehen. Dagegen sind alle angebotenen Hinterradreifen stets asymmetrisch aufgrund des materialverschlingenden Ungleichgewichts an Links- und Rechtskurven.

Die Ingenieure haben so beispielsweise den Compound auf der rechten Reifenschulter dreimal so weich gemacht wie auf der gegenüberliegenden Seite, dadurch wärmt sich dieser wesentlich schneller auf. Zudem ist der Einsatz eines solchen Reifens keine Neuheit, denn auf der Hinterachse wurden schon unzählige Male diese Rennstrecken-spezifischen Slicks eingesetzt. Neu ist nun allerdings der Einsatz an der Vorderachse, die besonders durch rauen Asphalt und die schier unendlich vorkommende Kurvenkombination von T1 bis T10 Fahrer und Material alles raubt. Um weiterhin die Maschine im Drift auf Kurs zu halten muss vor allem bei dem sehr sonnigen Wetter ein Spezialreifen diese Aufgabe übernehmen.

Bridgestone wird natürlich auch nach diesem Rennen bzw. währenddessen im mobilen Labor die gefahrenen Reifen auf Verschleiß auswerten um Feedback an das Rennteam und die Entwicklungsabteilung in Japan zu geben. Damit vergibt der japanische Premiumhersteller die Pneus für Lau an die Rennställe, ebenfalls ist das Fitting gebührenlos, dafür bekommt die R+D-Abteilung von Bridgestone unvorstellbar wertvolle Daten um stetig die Entwicklung voran treiben zu können. Alle Reifen werden nach einem Rennwochenende nach Japan verschifft und dort nochmals untersucht. Danach werden diese komplett verbrannt um Energie zu erzeugen. Ein vollwertiger Wiederverwertungskreislauf.

Im Übrigen sind die Slicks an der Hinterachse dreimal so vielen Kräften ausgesetzt wie Formel 1-Reifen, denn hier wirken bis zu 270 PS auf der Fläche einer Visitenkarte. Wie Eingangs erwähnt sich allerdings auf dem Sachsenring vor allem die Vorderreifenwahl über den Rennausgang entscheidend!

3 Gedanken zu “Bridgestone führt beim Deutschland-Grand Prix der MotoGP den asymmetrischen Vorderreifen ein

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