Premiere: Der neue Jaguar XF

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In einem wahrhaften Drahtseil-Akt hat Jaguar den neuen XF enthüllt. Bis zu 190 Kilogramm (auch 80 kg leichter als der nächste Konkurrent mit Vierzylinder-Motor) leichter ist die neue Katze für die obere Mittelklasse. Dazu trägt vor allem die neue Konstruktion in Aluminium-Bauweise bei. Die Abmessungen verändern sich nur geringfügig, die Optik wurde an das Jahr 2015 angepasst und verkörpert deutlich den großen Bruder des neuen Jaguar XE.

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Der neue Jaguar XF ist sieben Millimeter kürzer und drei Millimeter flacher als die erste Generation, dafür wuchs der Radstand um 51 Millimeter (2.960 mm), wodurch vor allem das Platzangebot im Fond verbessert wurde.

„Während der Arbeiten zum neuen XF wurden wir von der hohen Disziplin der Einfachheit geleitet. Jede Linie am Exterieur hat eine klare Funktion – nichts ist überflüssig. Eine solche Einfachheit zu erreichen erfordert Zeit und große Entschlussfreudigkeit. Es ist denkbar einfach, einem Auto viele Linien zu verpassen, doch weitaus schwerer, durch das Weglassen von Linien den Charakter zu stärken.“ – Ian Callum, Designdirekter von Jaguar

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Was wir sehen ist ein XE in groß. Die Linien sind gegenüber dem direkten Vorgänger aufgefrischt und an die aktuelle Designsprache angepasst. Auch die inzwischen schon fast klassische Rückleuchte von Jaguar findet sich am XF. Hier allerdings mit zwei „Wellen“, wenn man so will. Nicht unwesentlich für den Verbrauch; der cw-Wert konnte von 0,29 auf 0,26 verbessert werden. Dazu kommen die neuen aus Aluminium gefertigten Ingenium-Motoren. Diese erfüllen alle die Euro 6 Norm und der sparsamste schafft laut Werksangabe einen Verbrauch von 3,9 l/100km. Bei den Dieselmotoren stehen zwei Leistungsstufen zur Wahl: 163 PS (120 kW / 380 Nm) oder 180 PS (132 kW / 430 Nm) können mit der Business-Limousine kombiniert werden. Dabei darf wahlweise manuell geschaltet werden oder das optionale Acht-Gang-Automatikgetriebe bestellt werden. Der kleine Diesel kommt dabei laut Jaguar auf einen geringen CO2-Ausstoß von nur 104 Gramm pro Kilometer.

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Wer mehr will, wird mit dem aus dem Jaguar F-Type bekannten V6 Kompressor verwöhnt. 340 PS aus einem 3,0-Liter V6 mit Kompressor-Aufladung oder auch 380 PS sorgen für sportliche Fahrwerte in der Limousine. Dazu legt Jaguar auch noch einen 3,0-Liter V6 Dieselmotor in die Palette hinzu, der mittels paralleler und sequentieller Bi-Turbo-Aufladung 700 Nm Drehmoment an den Antrieb weitergibt. 300 PS leistet der Motor so maximal und hat überhaupt keine Probleme auf Tempo 250 km/h zu beschleunigen. Auch mit dem Fahrwerk liegt der Fokus auf einer sportlichen Katze in Limousinenform. Die Vorderachse an doppelten Dreiecksquerlenkern, die hintere Integral Link-Einzelradaufhängung und eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 sichern eine ausgewogene Synthese aus geschmeidigem Abrollkomfort und sportlichem Handling. Die elektromechanische Lenkung (EPAS) kommt weitestgehend aus dem F-Type bzw. dem XE.

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Beim erstmals für den F-TYPE entwickelten Programm Jaguar Configurable Dynamics kann der Fahrer dann sogar individuell auswählen, welche Parameter und Algorithmen er für Dämpfer, Lenkung, Motorcharakteristik und Automatikgetriebe verändern will. Das AWD-System verfügt über ein neues „torque on-demand“-System sowie einen leichteren und geräuschärmeren Kettenantrieb für das Verteilergetriebe.

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Für das Infotainment wählt Jaguar im neuen XF das InControl (mit Bosch entwickelt) System, welches hauptsächlich auf die Vernetzung mit dem Smartphone ausgelegt ist. Hierbei kommt auch die „Dual View Technologie“ zum Einsatz, wodurch Fahrer und Beifahrer auf dem selben Bildschirm unterschiedliche Inhalte (je nach Blickwinkel) angezeigt bekommen. Für den Fahrer gibt es ein „konfigurierbares“ TFT-Kombiinstrument von 12,3 Zoll. Inwieweit es sich wirklich konfigurieren lässt steht noch aus. Optional gibt steht auch ein Head-Up Display zur Wahl. Darüber hinaus ist der neue XF der erste Jaguar mit Voll-LED Scheinwerfern (optional).

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Foto: Jaguar

2 Gedanken zu “Premiere: Der neue Jaguar XF

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