Opel KARL – Sitzprobe und Bilder

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Nicht billig, sondern smart. Kein ADAM und kein Corsa, sondern ein neues Produkt mit einem neuen Unterbau. Das ist der Opel KARL, der neuste Wurf aus Rüsselsheim. Auf 3,68 m Länge soll das „smart entry“ Fahrzeug Raum für bis zu Fünf Personen plus circa 200 Liter Kofferraumvolumen bieten. Eine erste Sitzprobe gibt einen groben Eindruck über den Frischling.

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Mit dem Motor macht es sich einfach oder auch kostengünstig. Keine Auswahl, sondern nur genau einen Motor mit einem Liter Hubraum, ohne Turbolader, das ergibt 75 PS aus drei Zylindern. Auch etwa bei den Farben macht man es dem Kunden einfach; zehn stehen zur Wahl, darunter keine ausgefallen Lacke und Kombinationen – diesen Kunden wird weiterhin zu einem ADAM geraten. Apropos ADAM, wo liegen die Gemeinsamkeiten? Es gibt keine, außer das IntelliLink System. Der KARL baut auf einer neuen Plattform auf und kann mit allen Extras inklusive Schiebedach maximal rund 15.500 Euro kosten. Finale Preise stehen für die Ausstattungen im Einzelnen noch nicht fest.

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Fest steht der Basispreis von 9.500 Euro, für die dann die Fenster per Hand gekurbelt werden müssen und für die musikalischen Einlagen ist man selbst verantwortlich. Es werden zwei Radios angeboten, dass gewöhnliche für die Grundbeschallung und eben das IntelliLink – die Lautsprecher sind in beiden Fällen gleich. Die hier zu sehende Ausstattung liegt etwa bei 12.300 Euro. Darin enthalten sind in diesem Fall auch die optionalen 16 Zoll Leichtmetallfelgen.

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Den genauen Umfang von Edition, Selection und Exklusiv muss der Handel später abklären. Von Stoff bis Teil-Leder Sitzen ist hier alles möglich. Eine geteilte Rückbank ist für den Basispreis ebenfalls nicht inbegriffen, sie kann aber dazu geordert werden, dann kann der Laderaum auf knapp 900 Liter anwachsen.

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Primär liegt für Opel mit dem KARL der preiswerte Einstieg im Fokus. Starke Individualisierung darf man beim KARL nicht erwarten, die wird es auch nie geben. Solchen Kunden wird zum Corsa geraten oder eben zum kleineren ADAM.

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Zum eigentlichen Thema, wie sitzt es sich im neuen Opel KARL? Als Fahrer kann man sich eigentlich nicht beschweren, wobei bestimmte Personen mit Sicherheit ein oder zwei Punkte finden würden. Gemessen am Preis ist es durchaus in Ordnung, was Opel hier anbietet. Die Sitze sind eher auf Kurzstrecken-Komfort ausgelegt, festen Seitenhalt braucht man nicht zu erwarten. Die Plastik-Oberflächen sind wie man es von dieser Preisklasse erwartet, nicht gerade verführerisch zum anfassen, aber irgendwie muss die Tür schließlich von innen verkleidet werden.

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Viele Bauteile sind aus anderen diversen Opel Modellen bekannt, so ist vornehmlich die Positionierung des IntelliLink bzw. des Radios auffallend. Und das fällt positiv auf, endlich ist es Opel gelungen, durch die neue Bauweise, den Bildschirm im Sichtfeld zu positionieren. ADAM und Corsa werden noch mit der tiefen Einbauposition geliefert, denn durch eine Verbindung der A-Säulen, quasi im Armaturenträger, können keine anderen Lüftungsdüsen eingesetzt werden.

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Im KARL also alles neu, daher sitzt der Bildschirm ganz oben und direkt darunter die neuen Ausströmer. Well done Opel! Auch die Drehregler in Chromumfassung kommen aus dem Bauteile-Kasten, der auch für andere Modelle genutzt wird. Dadurch wirkt der KARL zumindest nicht billig. Auch wenn die Chrom-Plastiken keine preisliche Aufwertung darstellen, sieht es eben besser aus als bloße Plastikringe. Die Klimaanlage ist ebenso so neu, dadurch setzen sich hier die feinfühlig einstellbaren Drehregler neu zusammen. Die Gummibeschichtung lässt sich zumindest im Neuwagen gut greifen und der Drehregler an sich gibt leichtes Feedback durch einen leichten Gegendruck.

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Vom Platzangebot hat zumindest der Fahrer kein Problem. Auch der Beifahrer muss nicht klagen, hat zudem zahlreiche Ablagen um sich herum. Beispielsweise noch oberhalb des Handschuhfachs eine längliche Ablage, die auch das Design des Armaturenbretts aufbricht. Nehme ich direkt hinter mir Platz, dann habe ich überraschenderweise bei einer Körpergröße von 180 Zentimeter noch Luft an den Knien. Nur nach oben hin fühle ich mich etwas abgeschoben, als wäre mein Kopf direkt unter dem Dach. Effektiv ist dann noch etwa drei Finger breit Platz.

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Fünf Personen sitzen hier auf jeden Fall kaum länger als es unbedingt sein muss. Zu viert hält man es sicherlich länger aus, obwohl die Federung einen leicht schwammigen Eindruck machte (ohne den KARL bisher gefahren zu sein). Besonders durch das Außen- und Innendesign wird KARL wohl in der Masse der Billigfahrzeuge hervorstechen, denn auf den ersten schnellen Blick sieht er deutlich wertiger aus, als seine Konkurrenten von Dacia und Co.

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Bjoern hat auf mein-auto-blog seine Meinung zum neuen Opel KARL abgegeben.

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Text/Fotos: Fabian Meßner

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