Formel 1: Entwicklungshintertürchen für Motorzulieferer, Honda Freiraum gewährt

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Nachdem Renault und Ferrari im Januar Mercedes ein unfairen Vorteil durch den herausragenden V6-Motor vorgeworfen und die FIA gebeten haben die streng limitierten Entwicklungsmöglichkeiten vorerst auszusetzen, profitieren nun alle Konstrukteure durch eine Gesetzeslücke im Reglement.

Natürlich kann die FIA dem Wunsch nicht einfach so nachkommen, entsprechend birgt die unklare Formulierung im Abschnitt der zulässigen Modifikationen am Motor einen gewissen Spielraum für die Zulieferer. Beabsichtigt wurde, dass alle Hersteller die Änderungen an Motorkomponenten bis zu Beginn der nächsten Saison vorgenommen haben sollen, stattdessen ist diese Intention untergegangen. Allen Herstellern ist es somit erlaubt im Spielraum des Token-Systems für 2015 32 der modifizierbaren 61 Komponenten (66 insgesamt) zu verändern. Dies entspricht einer Bearbeitung von 48 % des Antriebs. In den Folgejahren wird dieser Prozentsatz immer weiter verringert bzw. entsprechend weniger Token ausgegeben.

McLarens Zulieferer Honda dagegen muss bis zum 28.02.2015 den fertigen Motor präsentieren und darf danach keine Änderungen mehr vornehmen, da die Japaner davon profitieren würden, bereits ein Jahr die Konkurrenten und deren Leistungsausschöpfung beobachtet zu haben – so hieß es. Nach einer Beschwerde bei der FIA aufgrund der ebenfalls unfairen Behandlung und damit Bevorzugung der anderen Hersteller, wurde die Auflage fallen gelassen, wodurch die „Wiedereingliederung“ und damit die Rückkehr in die Formel 1 erfolgreicher verlaufen soll.

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